Skeletonpilot Wladyslaw Heraskewytsch mit seinem Helm
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CAS bestätigt: Heraskewytsch darf nicht starten

CAS bestätigt: Heraskewytsch darf nicht starten

Es bleibt dabei: Wladislaw Heraskewytsch darf bei Olympia nicht starten. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Antrag des ukrainischen Skeletonpiloten zurückgewiesen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Das Olympia-Aus von Skeletonpilot Wladyslaw Heraskewytsch ist nun endgültig. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS wies am Freitagnachmittag nach einer Anhörung in Mailand den Antrag des Ukrainers auf Aufhebung seiner Disqualifikation durch den Bob- und Schlitten-Weltverband IBSF ab.

"Die Ad-hoc-Kammer des CAS wies den Antrag zurück und urteilte, dass die Meinungsfreiheit bei den Olympischen Spielen zwar gewährleistet sei, nicht aber am Wettkampfort selbst, was ein unantastbares Prinzip darstellt", sagte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb gegenüber Journalisten.

Klitschko kritisiert Entscheidung: "Ich schäme mich für diese Aktion"

Der ukrainische Athlet schwieg zunächst, sein Standpunkt ist in der Sportwelt ohnehin bekannt. Einer der ersten Prominenten, die reagierten, war Wladimir Klitschko. "Es ist nicht akzeptabel, es ist nicht verständlich", erklärte das ukrainische Box-Idol bei RTL/ntv: "Ich schäme mich für diese Aktion und stelle mir als Olympiasieger von 1996 auch die Frage, ob ich überhaupt noch zur olympischen Familie gehöre."

Heraskewytsch wollte mit Helm an im Krieg gefallene Athleten gedenken

Heraskewytsch hatte beantragt, mit sofortiger Wirkung in den bereits laufenden Wettkampf wiederaufgenommen zu werden oder alternativ einen vom CAS überwachten offiziellen Lauf bis zur endgültigen Entscheidung des Wettkampfs in Cortina d'Ampezzo durchführen zu dürfen. Die ersten beiden Läufe waren am Donnerstagmorgen ausgetragen worden, am Freitag finden die letzten beiden Läufe statt.

Heraskewytsch hatte beabsichtigt, im Wettkampf einen Helm mit Porträts ukrainischer Athleten zu tragen, die im Angriffskrieg durch Russland ihr Leben verloren haben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte dies als unvereinbar mit der Olympischen Charta bezüglich der Richtlinien zum Ausdruck von Athleten angesehen.

Loch vor der CAS-Entscheidung: "Für ihn tut es mir unglaublich leid"

Heraskewytsch argumentierte gegenüber dem CAS, dass der Ausschluss "unverhältnismäßig" sei, "nicht durch technische oder sicherheitstechnische Verstöße gestützt" werde und ihm "irreparablen sportlichen Schaden" zufüge.

Der Fall hatte für viele Diskussionen gesorgt. Zahlreiche Athleten äußerten sich zu der Situation. "Es ist schade, dass er sich hier seinen olympischen Wettkampftraum nicht erfüllen kann", sagte etwa der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch am Donnerstag, noch bevor die CAS-Entscheidung getroffen wurde. "Für ihn tut es mir unglaublich leid, weil ich weiß, wieviel er für Olympia investiert hat, um hier dabei zu sein."

Im Video: Felix Loch: "Schlechte Entscheidung"

Felix Loch
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Felix Loch