Gina Lückenkemper war bei den Finals 2026 in Hannover körperlich nicht auf der Höhe
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Gina Lückenkemper war bei den Finals 2026 in Hannover körperlich nicht auf der Höhe
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Gina Lückenkemper war bei den Finals 2026 in Hannover körperlich nicht auf der Höhe

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"Es war echt hart": Zeckenbiss bremst Lückenkemper aus

"Es war echt hart": Zeckenbiss bremst Lückenkemper aus

Gina Lückenkemper hatte ihren siebten Titel bei den Deutschen Meisterschaften über die 100 Meter fest im Visier. Am Ende musste sich die Wahl-Bambergerin mit Platz drei zufriedengeben - was auch an einem gesundheitlichen Rückschlag lag.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Zur abermaligen Krönung sollte es letzten Endes nicht reichen. Drei Hundertstelsekunden fehlten Gina Lückenkemper am Samstag auf ihren siebten Titel bei den Deutschen Meisterschaften über 100 Meter, den fünften Triumph in Folge. Als die Wahl-Bambergerin anschließend vor das ZDF-Mikrofon trat, war sie sichtlich mitgenommen - weniger wegen des verpassten Titels, sondern aufgrund der Vorgeschichte.

Zeckenbiss kostet Lückenkemper wichtiges Training

Unmittelbar vor dem Diamond-League-Meeting in Paris am 28. Juni wunderte sich die deutsche Sprintkönigin der vergangenen Jahre über etwas Seltsames an ihrem Hinterkopf. Wie sich herausstellen sollte, hatte sich dort eine Zecke festgebissen.

"Ich habe dadurch zwei Wochen, vielleicht auch ein bisschen länger, Trainingsausfall gehabt", berichtete Lückenkemper, während sie mit den Tränen kämpfte. "Ich musste Antibiotikum nehmen, und diese scheiß Zecke hat echt ein paar Mal das Nervensystem gebissen."

Lückenkemper: "Mir sind die Systeme ausgefallen"

Die Folgen des Zeckenbisses seien auch am Samstag spürbar und für den genauen Beobachter sogar sichtbar gewesen. "Man hat heute auch vor dem Start in der Startposition gesehen, wie ich mit dem Kopf wackle", merkte Lückenkemper an. "Das ist nicht ohne Grund gewesen. Das war, weil mein Gleichgewichtssystem nicht richtig mitgearbeitet hat. Im Start war ja eh schon der Wurm drin und das hat es mir noch schwieriger gemacht. Mir sind ständig die Systeme ausgefallen."

Ebenjene Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht standen ihr besonders beim Start, der ohnehin die Schwachstelle von Lückenkemper ist, im Weg. So war sie letztlich "unfassbar froh, überhaupt drei Runden auf der Bahn zu stehen" und am Ende im Finale in 11,29 Sekunden noch Dritte geworden zu sein.

Lückenkemper: Alle Augen auf die EM in Birmingham

Ein Verzicht auf eine Teilnahme sei für die gebürtige Westfälin zwar eine Möglichkeit gewesen, die Entscheidung sei der zweimaligen Europameisterin jedoch nicht einfach gefallen. "Es war echt hart. Vom Herz her nein, vom Kopf zwischendurch ja", sagte sie. "Der Körper war viel zu sehr angegriffen. Das Nervensystem hat so einen Treffer davon genommen. Ich habe nachts acht Stunden geschlafen, aber ich war nicht richtig erholt danach."

Das große Ziel ist nun die EM vom 10. bis 16. August in Birmingham. Dort braucht die deutsche Staffel Lückenkemper und auch Rebekka Haase, die zwar nur Vierte im Wattenscheider Lohrheidestadion wurde, aber an deutschen Medaillen bei EM, WM und Olympia in den vergangenen Jahren entscheidend beteiligt war. Auf einen Staffel-Einsatz beim Saisonhöhepunkt hofft auch Jolina Ernst, die bei ihrem Sieg zwar in 11,26 Sekunden persönliche Bestzeit lief, aber nicht für die Einzel-Konkurrenz qualifiziert ist.