Jonas Urbig und Alexander Nübel
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Klopp öffnet die DFB-Tür: Welche bayerischen Profis hoffen

Klopp öffnet die DFB-Tür: Welche bayerischen Profis hoffen

Jürgen Klopp verspricht bei seiner Antrittspressekonferenz, dass sich jeder deutsche Profi zeigen könne. Auch Überraschungen seien nicht ausgeschlossen. Wie stehen die Chancen der bayerischen Kicker auf ein DFB-Debüt?

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat bei seiner Vorstellung keine Zweifel gelassen: Klare Ansagen sind bei ihm an der Tagesordnung. Eine klare Kommunikation, die auch sein Vorgänger Julian Nagelsmann für sich proklamierte, dürfte bei ihm auch wirklich vorhanden sein. Klopp steht für einen Neuanfang bei der Nationalmannschaft und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Das gilt auch für das Personal. "Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die jetzt möglicherweise noch gar nicht damit rechnen", baute Klopp möglichen Überraschungen vor.

Jonas Urbig als mögliche neue Nummer eins

Doch auch Profis, die bei der WM dabei waren, aber sportlich keine Rolle spielten, können sich Hoffnung machen. Das gilt in erster Linie für Jonas Urbig, den Nagelsmann als Trainingstorhüter mit in die USA genommen hatte. Beim FC Bayern gilt er als designierter Neuer-Nachfolger, soll in der neuen Saison mehr Spiele bekommen. Macht ihn Klopp zur neuen Nummer eins? Vielleicht lässt er auch noch dem nach der abrupten Neuer-Rückkehr bemitleidenswerten Oliver Baumann den Vorzug. Mit Blick auf die EM in zwei Jahren wäre der Hoffenheimer dann aber schon 38 Jahre alt.

Dahmen hofft auf DFB-Debüt unter Klopp

Alexander Nübel, der den FC Bayern in diesem Sommer gen Istanbul verlassen hat, macht sich als bisheriger dritter Torhüter Hoffnungen. Die Konkurrenz ist aber groß. Auch der Augsburger Finn Dahmen hofft auf sein DFB-Debüt unter Klopp. Julian Nagelsmann nominierte ihn schon im Herbst 2025, zudem rückte der FCA-Schlussmann im März 2026 für den verletzten Jonas Urbig nach. Zu einem Einsatz kam es aber nicht.

FC-Bayern-Profi Bischof als vielseitige Perspektive

Tom Bischof hat sein Debüt mit dem Adler auf der Brust schon hinter sich. Beim Nations-League-Final-Four 2025 wechselte ihn Nagelsmann im Spiel um Platz drei gegen Frankreich. Da war Bischof noch Hoffenheimer. Als FC-Bayern-Profi bekam der 21-Jährige noch keine Einladung zur Nationalmannschaft. Und das, obwohl er vielseitig einsetzbar ist. Bischof verteidigt in München auch links hinten, seine Stammposition ist im Mittelfeld. Mit seiner Einstellung könnte er frischen Wind beim DFB reinbringen.

Karl und Leweling kämpfen um die wichtige Flügelposition

Für den hat Lennart Karl schon gesorgt. Schließlich hätte der Youngster des FC Bayern schon zur WM mitfahren sollen, verletzte sich dann aber schwer am Oberschenkel. Er gilt als Zukunft des DFB und dürfte unter Klopp gute Chancen haben. Zumindest betonte der neue Chef, wie wichtig inzwischen die Flügelpositionen im modernen Fußball seien.

Karl hat aber Konkurrenz von Jamie Leweling. Der gebürtige Nürnberger und ehemalige Fürther kam auf gerade mal 30 Minuten bei der WM. Auch er hofft also auf eine neue Chance.

Setzt Klopp wieder auf Goretzka?

Wenn man über bereits bekannte Gesichter spricht, muss auch der Name Leon Goretzka diskutiert werden. Dem 31-Jährigen wurde von Nagelsmann vor dem Turnier eine tragende Rolle zugesichert. Am Ende kam er immer von der Bank. Goretzkas Vertrag in München wurde nicht verlängert. Von seiner neuen Vereinswahl hängt wohl auch seine Zukunft im DFB-Team ab. Er gilt als Gesicht der jüngsten WM-Misserfolge, ist also ein Streichkandidat. Sollte Klopp aber auf ein 4-3-3-System mit von ihm hochgelobten Flügeln umstellen, könnte Goretzka eine Achterposition bekleiden. Auf der anderen Seite ranken sich auch Rücktrittsgerüchte.

Auf jeden Fall mit dabei sein wird Joshua Kimmich. Auf Positionsdiskussionen, die den Münchner begleiten, wollte sich Klopp nicht einlassen. Es ist aber wahrscheinlich, dass Kimmich auf der Sechs gesetzt ist.

Jeltsch, Kade und Co.: U21 gespickt mit Talenten

Er habe sich eine Liste mit 57 Feldspielern angelegt, gab Klopp Einblick in seine Kaderplanungen. Gut möglich, dass da einige U21-Kicker draufstehen. Auf sich aufmerksam gemacht haben die Augsburger Anton Kade und Mert Kömür. Auch dem ehemaligen Nürnberger Finn Jeltsch ist der Sprung ins A-Team zuzutrauen. Eine Lösung für die Rechtsverteidigerposition könnte in ferner Zukunft Leandro Morgalla werden, der beim TSV 1860 ausgebildet wurde, aktuell in Bochum zweite Liga spielt.

Auf Personaldiskussionen wollte sich Klopp nicht einlassen. "Jeder, der berechtigt ist, für Deutschland zu spielen, sollte sich da draußen ruhig mal ein bisschen Mühe geben, weil ich gucken werde", empfahl er nur. "Meine Tür ist offen. Ich lade euch alle ein. Ich habe Bock. Los geht's!"

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