Knapp drei Wochen sind es noch bis zu den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina. Nach dem Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ist klar: Auch David Zobel und Selina Grotian haben die Olympia-Norm erfüllt. Biathlon-Trainer Bernhard Kröll freut sich in "Blickpunkt Sport", dass die Mittenwalderin sich noch rechtzeitig von ihrer Corona-Erkrankung erholt hat: "Sie hat lange warten müssen, auch aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls. Es war auf den letzten Drücker, aber jetzt ist alles gut."
Neben den individuellen Erfolgen von Grotian und Zobel stach für ARD-Experte Arnd Peiffer in Ruhpolding vor allem ein Erfolg hervor: Der dritte Platz der Männerstaffel, das erste Podest seit fast einem Jahr. Ein gutes Omen für Olympia? "Das war etwas Besonderes. An dem Tag haben sie sich das wirklich erkämpft", verriet der Ex-Biathlet in "Blickpunkt Sport".
Trainer Bernhard Kröll sieht darin ein Zeichen für die Zukunft: "Sie haben sich selber bewiesen, dass sie in der Lage sind, in der Staffel aufs Podest zu laufen. Das ist natürlich ideal im Hinblick auf die Olympischen Spiele."
Individuelle Vorbereitung auf Olympia
Damit die deutschen Biathletinnen und Biathleten solche Leistungen auch in Norditalien abrufen können, sind die nächsten drei Wochen entscheidend. Wie die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele aussieht, ist aber bei jedem und jeder unterschiedlich. Franziska Preuß, Anna Weidel und vielleicht auch Philipp Horn werden bei den Rennen in Nove Mesto an den Start gehen.
"Die möchten eher Rennen haben und die Wettkampf-Lücke bis zu Olympia nicht zu groß werden lassen", erklärt Peiffer. "Andere werden eher Pause machen und dann ins Trainingslager gehen. Bei den anderen Nationen ist es genauso. Die Norweger lassen größtenteils aus, aber die Italiener fahren hin. Es ist sehr individuell und es gibt da verschiedene Philosophien."
Wie stehen die DSV-Chancen bei Olympia?
Egal für welche Strategie sich die Athleten entscheiden, am Ende arbeiten alle auf Edelmetall bei Olympia hin. Bernhard Kröll ist sich der guten Chancen des DSV-Teams vor allem in einer Disziplin sicher: "Ich denke, dass die deutsche Mannschaft in den Team-Wettbewerben (Staffel, Mixed-Staffel) auf jeden Fall die Chance und die Fähigkeiten hat, eine Medaille zu erringen bei Olympia. Davon bin ich überzeugt."
Die Konkurrenz ist allerdings nicht zu unterschätzen, wie ARD-Biathlonexperte Arnd Peiffer anmerkt. "Bei der Frauen-Staffel gibt es sechs Nationen, die sich bei den drei Medaillen berechtigte Hoffnungen machen können und da kämpfen werden. Das heißt, da muss alles passen. Ski müssen passen, der Aufbau muss passen, die Tagesform und am Schießstand muss alles laufen."
Wunschmedaillen von Peiffer und Kröll
Ob bei den Rennen zwischen dem 6. und 22. Februar 2026 dann alles stimmt, wird sich zeigen. In "Blickpunkt Sport" können die beiden Biathlon-Experten aber zumindest Wünsche über den deutschen Erfolg äußern. Bernhard Kröll hätte am liebsten mindestens drei Medaillen. Arnd Peiffer träumt von jeweils einer Staffel- und einer Einzelmedaille pro Geschlecht. Aber grundsätzlich gilt: "Jede Medaille, die kommt, wird gefeiert."
Video: Biathlon-Trainer Bernhard Kröll im Porträt
Bernhard Kröll

