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"Verlängerung ist kein Geschenk": Eberls schwerer Vertragsweg

"Verlängerung ist kein Geschenk": Eberls schwerer Vertragsweg

Max Eberls Zeit beim FC Bayern war bislang eine Achterbahnfahrt. Vom viel kritisierten Sportvorstand zum Leistungsträger und nun zum Mann mit Vertrag bis 2029. Doch auf die Vertragsverlängerung folgen die nächsten Herausforderungen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Er war der Buhmann, der Sündenbock, der Viel-Kritisierte, wurde dann zum Gefeierten und zu einer der Schlüsselfiguren des Erfolgs: Max Eberl hat beim FC Bayern schon alle Stempel aufgedrückt bekommen, die ein Sportvorstand aufgedrückt bekommen kann. Am Dienstag mündete diese Entwicklung in eine Vertragsverlängerung bis 2029. Nun also doch.

"Ich bin sehr froh und sehr stolz, weil ich glaube, dass meine Verlängerung kein Geschenk ist", sagte der 52-Jährige vor dem Auftakt der neuen Bundesliga-Saison. Sein "Handwerkszeug" als Manager könne man erlernen, sagte Eberl. "Bayern München aber kannst du nur lernen, wenn du drin bist. Bayern München musst du erfahren und spüren mit Leib und Seele."

Von der Trainersuche zur Kader-Odyssee

In den vergangenen zwei Jahren dürfte Eberl den FCB zur Genüge erfahren und gespürt haben. Seine bisherige Zeit beim deutschen Rekordmeister war turbulent. Er ist seit März 2024 im Amt und verantwortet seither den Kader. Gleich zu Beginn seiner Zeit musste er sich um einen neuen Trainer kümmern und lieferte nach Absagen vieler Star-Coaches den verhältnismäßig unbekannten Vincent Kompany. Der entpuppte sich mittlerweile zwar als Glücksgriff, zu Beginn aber bezweifelten viele, dass der Belgier den großen deutschen Rekordmeister coachen könnte.

Darüber hinaus war Eberl nun plötzlich für einen Kader verantwortlich, der sich einfach nicht so zusammenfügen wollte, wie der Verein das plante. Den Wunschkandidaten lief Eberl meist nur hinterher: Nico Williams, Nick Woltemade, Florian Wirtz - sie alle entschieden sich gegen den FCB und erteilten Eberl Absagen. Auch das führte dazu, dass die Kompetenz des Sportvorstands hinterfragt wurde. Immer wieder hieß es, Eberl stehe vor dem Aus.

Von 60 auf 100 Prozent

Trotz großer Erfolge wie dem Titel-Double in der vergangenen Saison hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß noch vor drei Monaten Zweifel an Eberls Arbeit geäußert und die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung lediglich auf 60 Prozent geschätzt. Eine Aussage, die auch an Eberl nicht spurlos vorbeigegangen war.

Um diesen Prozentsatz nach oben zu schrauben, habe er hart weitergearbeitet: "Ich wollte meinen Job machen, versuchen einen Kader zu bauen, der 2026/27 erfolgreich sein kann. Dem hab ich mich gewidmet, um auch Argumente zu haben, dass man seinen Prozentsatz ändern kann", sagte der 52-Jährige.

Eberl erzielte mit Brown und Saibari Transfer-Erfolge

Die erfolgreiche Transferperiode im Sommer dürfte Eberls Position jedenfalls gestärkt haben. "Für einen Sportvorstand und Sportdirektor sind gute Transfers wichtig, um weitermachen zu können. Da haben wir zuletzt gute Dinge gemacht", sagte er vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart.

Die Verpflichtungen von Nationalspieler Nathaniel Brown und dem marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari für jeweils rund 50 Millionen Euro wurden vom Aufsichtsrat zuletzt besonders positiv bewertet. Doch Eberls Arbeit ist damit längst nicht getan. Auch wenn der Kader nach seiner Einschätzung zu 99 Prozent steht, warten auf den Sportvorstand weiterhin große Aufgaben. Nach "zwei intensiven Jahren", wie Eberl sie nennt, geht nun das Daily Business weiter: Kaderfragen, personelle Probleme, Verletzungsausfälle - Jamal Musiala ist das beste Beispiel dafür, dass die Arbeit eines Sportvorstands niemals endet.

Im Video: FC Bayern heiß auf Südgipfel gegen Stuttgart

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