"Das ist nicht das, was ich mir erwarte, was die anderen sich von mir erwarten." Simon Jocher wollte in dieser Saison zeigen, was in ihm steckt. Gelungen ist das nur einmal in Livigno, als der deutsche Speedspezialist seinen ersten Weltcup-Podestplatz um nur 0,06 Sekunden verpasste. Seitdem läuft wenig zusammen.
Jocher: "Wenn es nicht läuft, hinterfragt man alles"
Dennoch steht der 29-Jährige beim Weltcup-Finale im norwegischen Kvitfjell im Super-G der besten 25 am Start. Möglich wird das auch, weil die beiden Rennen in Courchevel abgesagt wurden.
In der Abfahrt am Freitag war direkt beim ersten Sprung der Wurm drin und Jocher wurde nur 41. "Wenn es nicht läuft, fängt man an zu hinterfragen. Da muss man aber auch extrem aufpassen, dass man da nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommt und alles über den Haufen schmeißt", so der Speezialspezialist.
Jocher sucht den Rhythmus
"Seit Bormio habe ich mein Skifahren ein bisschen verloren", berichtete Jocher von den Olympischen Spielen. Dort wurde er 21. in der Abfahrt und 17. im Super G. "Ich habe ein leichtes Problem mit dem Schwungwechsel, der ist zu hektisch", so der Athlet des SC Garmisch. Irgendwas ist bei Jocher aus dem Lot geraten: "Ich fühle mich gerade aktiv, schaue aber extrem passiv aus, und dieses Gefühl stimmt bei mir nicht zusammen."
Unerwartete Finalchance durch Rennabsagen
Der beste deutsche Speedfahrer hatte vor der Saison gesundheitliche Probleme. Im März 2025 wurde er an der Bandscheibe operiert und sagte damals im BR24Sport-Interview: "Es war eine sehr schwere Zeit. Nach Komplikationen gab es noch eine weitere Operation: "Im Sommer war ich viel krank, habe Gewicht verloren." Es wurde nicht die Saison des Simon Jocher. Doch vielleicht gelingt es dem Oberbayer ja, zum Weltcup-Finale am kommenden Wochenende sein Skifahren wiederzufinden.
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