Zähler für Zähler arbeitet sich die Spielvereinigung Greuther Fürth aus dem Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga. Dank eines verdienten 2:1-(1:0)-Siegs bei Aufstiegsaspirant Hannover 96 klettert das Kleeblatt auf den Relegationsrang. Futkeu und der ehemalige Hannoveraner Jannik Dehm erzielten die Treffer für die Gäste, die zum ersten Mal seit Mitte Januar nicht mehr das Tabellenschlusslicht bilden.
Futkeu nutzt Hannoveraner Abwehrbock
Die Fürther begannen mutig und hätten fast nach drei Minuten die erste Hannoveraner Unachtsamkeit für sich nutzen können, doch Sayfallah Ltaief verfehlte das leere Tor mit einem Fernschuss. Doch das Kleeblatt blieb mutig und nutzte nach einer halben Stunde den nächsten schweren Bock in der Defensive der Gastgeber. Hannovers Ime Okon schätzte einen langen Ball falsch ein, Noel Futkeu war gedankenschneller und traf im Fallen zur Führung (33.). Vier Minuten später konnte der Ex-Fürther Nahuel Noll gerade noch vor Futkeu klären. Zuvor hatte er einen Rückpass falsch eingeschätzt.
Dehms Traumtor nach Fürther Torwartfehler
Durch einen Doppelwechsel beflügelt, kam Hannover in den zweiten 45 Minuten schnell zum Ausgleich. Maurice Neubauers Schuss rutschte unter Fürths Silas Prüfrock hindurch ins kurze Eck (50.). Doch vom Torwartfehler ließ sich das Kleeblatt nicht beirren und ging nur sieben Zeigerumdrehungen später erneut in Führung. Jannik Dehm nutzte den Platz an der Strafraumgrenze und traf traumhaft über Noll hinweg in den Torwinkel. Weil er bis Sommer noch am Maschsee unter Vertrag gestanden hatte, verzichtete Dehm auf großen Jubel. In der Folge lief Hannover an, was den Gästen Räume zu Kontern bot. Den hätte Futkeu fast zu seinem Doppelpack genutzt, doch Noll war zur Stelle.
Prüfrock hält schwach geschossenen Elfmeter
Zu Beginn der Schlussphase zeigte Schiedsrichter Tom Bauer dann auf den Punkt. Der Sekunden zuvor eingewechselte Aaron Keller hatte Hayate Matsudo im Strafraum zu Fall gebracht. Den Strafstoß schoss Enzo Leopold Prüfrock aber in die Arme (73.). Der Fürther Schlussmann musste einfach stehenbleiben, um den Schuss zu parieren, und sollte in den Schlussminuten noch wichtig werden. In der 81. Minute fischte er einen Fernschuss von Mustapha Bundu aus dem Winkel. Anschließend warf sich die Kleeblatt-Defensive in alles, was Richtung Tor flog, überstand auch die neunminütige Nachspielzeit und sicherte so den wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.
