Mit großen Verletzungssorgen durch elf Ausfälle startete der TSV 1860 München in die Rückrunde der 3. Liga gegen Rot-Weiss Essen. Aufgrund einer kompakt stehenden Defensive und wenig Konsequenz in der Offensive beider Mannschaften sahen die Fans bis zur 70. Minute eine unspektakuläre Partie. In einer Standard-reichen Schlussphase brachte Marvin Obuz (82.) die Gäste zunächst in Führung, die Löwen antworteten kurz vor Schluss (89.) durch Max Reinthaler (1:1). So trennten sich die Teams mit einem gerechten Unentschieden.
Zum ersten Spiel in 2026 hatten sich die Löwen eine besondere Einlaufaktion überlegt. Statt nur die Einlaufkinder an die Hände zu nehmen, konnten am Samstag auch die Omas und Opas der Spieler den Weg auf den Rasen des Grünwalder Stadions antreten. Eine weitere Neuerung gab es in der Startelf: Der 23-jährige Damjan Dordan durfte sein Startelf-Debüt mit Philipp Maier auf der Doppelsechs geben.
Neues Jahr, mehr Verletzungssorgen
Das Spiel begann wie ein klassisches Drittliga-Duell: Beide Teams liefen hoch an, versuchten die Kontrolle zu erlangen. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, die erste Chance ergatterten sich die Gäste. Safi startete Richtung rechte Grundlinie, brachte die Hereingabe mittig vor den Strafraum zu Danny Schmidt. Dessen Schüsschen reichte aber nicht für eine gefährliche Situation.
Zunächst zeigten die Münchner keine Schwächen aufgrund personeller Probleme. Trotz aktuell elf Ausfällen verstärkten sich die Löwen nicht in der Winterpause und auf dem Platz traten sie selbstbewusst und geschlossen auf. Mit zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen überwinterten sie auf Tabellenplatz acht mit nur vier Punkten Rückstand auf die drittplatzierten Duisburger.
Trotzdem lag eine chancenarme erste Halbzeit vorrangig in den Händen der Gäste. Essen hatte mehr Ballbesitz und als zweikampfstärkste Mannschaft der Liga im Eins-gegen-Eins die Nase vorn. Beide Teams bildeten eine kompakte Defensive. So ging es relativ unspektakulär mit einem 0:0 in die Pause.
1860 München hält die Null
Weder 1860-Trainer Markus Kauczinski noch Essens Coach Uwe Koschinat veränderten zur zweiten Halbzeit die Teams auf dem Feld. Die Löwen starteten direkt mit einem Vorstoß in den Strafraum durch Patrick Hobsch (46.), der auf David Philipp durchsteckte. Ohne die Kugel kontrollieren zu können, traf dieser allerdings nur den Gegenspieler Michael Schultz. Kurz danach (49.) zwang Clemens Lippmann mit einem gefährlichen Chipball Essens Keeper Jakob Golz zum Eingreifen.
Auch nach 60 gespielten Minuten warteten die Fans noch auf die erste große Torchance. Selbst eine gefährliche Freistoßposition fünf Meter vor dem Strafraum (54.) brachte den Löwen nichts ein. Die Konter des Ruhrpott-Clubs konnten die Münchner dank eines guten Stellungsspiels stets unterbinden.
Entscheidung in der Schlussphase
Zumindest Kampfgeist und Wille zeigten beide Teams. Viele Freistöße auf beiden Seiten folgten auf viele Fouls. Ein Schubser im Strafraum (78.) von Lucas Brumme an Kevin Volland war zu wenig für Schiedsrichter Felix Weller. Die Löwen hätten den Strafstoß gerne genommen, da ein Tor aus dem Spiel heraus für sie doch weit entfernt schien.
Schnell ging es dann aber auf der anderen Seite. Kaito Mizuta probierte es aus dem Rückraum (82.), der Abpraller landete bei Marvin Obuz, der ihn aus elf Metern platziert an René Vollath vorbeischob. So schnell verpuffte die hart erarbeitete Null - 0:1 Rückstand.
Doch die Münchner wollten das so nicht stehen lassen. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit (89.) brachte Reinthaler den Ausgleich. Der Verteidiger netzte eine verlängerte scharfe Ecke zum 1:1 ein. Ohne Nervosität verteidigten die Münchner die letzte Druckphase der Essener in der Nachspielzeit und konnten den Spieltag mit einem Punkt auf dem Konto beenden.
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