Bissig und siegeshungrig startete der TSV 1860 München in die 3.-Liga-Partie gegen den VfB Stuttgart II. Die Löwen wollten nach zuletzt drei Remis endlich wieder drei Punkte einfahren. Doch der anfängliche Schwung der Löwen wurde schnell von einem Stuttgarter Doppelschlag durch Noah Darvich (20.) und Justin Diehl (26.) gedämpft. Erst in der Schlussphase konnte Sigurd Haugen den späten Anschlusstreffer (85.) erzielen.
Nach drei Remis ist der TSV 1860 München grundsätzlich passabel aus der Winterpause gekommen, auch wenn Trainer Markus Kauczinski nach dem 2:2 zuletzt gegen Aachen alles andere als zufrieden mit der Leistung seines Teams war. Als Tabellenneunter trennte die Löwen vor der Partie gegen den VfB Stuttgart II nur sieben Punkte vom Relegationsplatz zur 2. Bundesliga. Ein Sieg über den VfB wäre somit ein weiterer wichtiger Schritt.
Kauczinski veränderte die Startelf im Vergleich zur Partie gegen Aachen dreimal: Marvin Rittmüller begann für Raphael Schifferl in der Abwehrkette, Loris Husic bespielte die linke Schiene anstelle von Kilian Jakob und vorne startete Haugen für David Philipp.
Guter Start der Löwen wird nicht belohnt
Ihren Siegeswillen zeigten die Gäste aus München gleich von Anfang an. Mit viel Druck und Wachsamkeit drängten sie Stuttgart in die eigene Hälfte. Nach frühen Abschlüssen von Kevin Volland (6.) und Patrick Hobsch (11.) zappelte der Ball erstmals im Netz der Stuttgarter. Haugen traf nach Vorlage von Hobsch ins rechte untere Eck, doch die Fahne ging hoch (15.) - Abseits.
Kurze Zeit später erwies sich der nicht gezählte Treffer der Löwen als besonders ärgerlich. Obwohl sie das Spiel über weite Teile kontrollierten und bessere Möglichkeiten hatten, erzielte der VfB das erste zählbare Tor. Ein schön herausgespielter Treffer von Darvich (20.) brachte die Gastgeber in Führung, nachdem Mansour Ouro-Tagba und Diehl zuvor punktgenaue Pässe landeten. Kurz danach legten die Schwaben nochmal nach. Darvich schickte Diehl mit einem Steckpass in die Tiefe, der blieb cool und spitzelte den Ball mit der Fußspitze flach rechts unten an 1860-Keeper Thomas Dähne vorbei ins Netz (26.).
Haugen erzielt späten Anschlusstreffer
Die zwei Gegentreffer warfen den TSV etwas aus der Bahn, vor allem weil dessen Defensive viel zu leicht ausgespielt werden konnte. Mit dem 0:2-Rückstand ging es in die Kabine, wo ein Weckruf von Markus Kauczinski zu erwarten war. Danach kamen die Löwen angestachelt aus der Kabine, Maximilian Wolfram ersetzte den Debütanten Husic. Das zählte sich prompt aus. VfB-Keeper Florian Hellstern wurde gleich zweimal gefordert (47. / 49.).
Doch dann fingen sich die Stuttgarter wieder und der Schwung der Löwen verpuffte ein wenig. Einen strammen Abschluss von Darvich konnte Dähne zum Glück für sein Team parieren (65.). Eine spannende Schlussphase leiteten die Münchner dann mit dem Anschlusstreffer ein (85.). Eine scharfe Flanke von Justin Steinkötter partierte Hellstern zunächst zur Seite, doch die Situation war noch nicht geklärt. Tim Danhof hielt den Ball mit einer Grätsche im Spiel und aus kurzer Distanz drückte Haugen das Spielgerät aus dem Fünfer über die Linie. 2:1!
In der Schlussphase konnten die Münchner aber nicht genug Kontrolle erlangen, um ausreichend Druck auf Stuttgart II auszuüben. Somit endete die Partie mit einer Niederlage für die Löwen, die mit 33 Punkten auf Tabellenplatz neun bleiben.
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