Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga empfing der FC Augsburg die TSG 1899 Hoffenheim zu einer ereignisreichen ersten Halbzeit. Zunächst trafen Claude-Maurice (11.) und Gregoritsch (14.) zur frühen Führung, im weiteren Verlauf glichen Hranáč (35.) und Touré (42.) aus. Im zweiten Durchgang ging es mit acht gelben Karten innerhalb von elf Minuten furios weiter. Die erneute Führung auf dem Fuß verschoss Claude-Maurice in der Schlussphase einen Elfmeter.
Der FC Augsburg im sicheren Tabellenmittelfeld hatte die Abstiegssorgen zwischenzeitlich schon abgestellt. Nach drei Niederlagen in Folge und kürzlich einem Unentschieden beim HSV schien das Thema aber doch noch nicht vom Tisch zu sein. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz betrug vor der Partie gegen die TSG Hoffenheim allerdings noch angenehme sieben Punkte.
FCA-Trainer Manuel Baum veränderte seine Startelf im Vergleich zum Remis gegen Hamburg nur aufgrund des gelbgesperrten Keven Schlotterbeck. Für ihn rückte Jeffrey Gouweleeuw etwas überraschend in die erste Elf. Der Kapitän der Fuggerstädter hatte seit dem fünften Spieltag verletzungsbedingt nur eine halbe Stunde spielen können.
Traumstart dank Doppelschlag für den FCA
Augsburg startete gut in die Partie, aber auch die TSG wollte mitspielen. Beide Mannschaften liefen hoch an, aber der FCA hatte den besseren Start. Elf Minuten nach Anpfiff war es Alexis Claude-Maurice, der sich nach einem Doppelpass mit Robin Fellhauer in der Mitte zum Sechzehner dribbelte und aus 16 Metern unhaltbar ins linke Eck schießt (11.). Frühe Führung für die Gastgeber.
Nur ein paar Minuten später leitete ein wunderschöner langer Ball von Jeffrey Gouweleeuw auf Michael Gregoritsch den nächsten Treffer ein. "Beim Mittagessen hat er gesagt, dass ich die Bälle auf ihn schon 2017 schön gespielt habe", witzelte Gouweleeuw nach der Partie. "Da waren manche Spieler vielleicht zwölf Jahre alt. Deswegen habe ich mich selbst noch ein bisschen älter gefühlt."
Doch von Altersschwäche war bei den Ü30-Jährigen in dieser Situation nichts zu sehen. Der Österreicher Gregoritsch setzte sich körperlich stark gegen Ozan Kabak durch und sah sich 18 Meter vor dem Tor auf einmal in Schussposition. Per Direktabnahme feuerte er den Ball in die Maschen zur 2:0-Führung (14.).
Ausgleich und Kartenfestival
Doch das sollten nicht die einzigen Tore dieser Halbzeit bleiben. Aus dem Nichts köpfte Robin Hranáč nach einer Ecke den Ball zum Anschlusstreffer ins Tor (35.). Nur ein paar Minuten später brachte die Cleverness von Bazoumana Touré den Ausgleich für die TSG (42.). Fisnik Asllani legte den Ball in den Lauf von Touré, der fast an der Grundlinie einfach flach abzog. Am überraschten Dahmen vorbei rauschte der Ball übers kurze Eck die Torlinie entlang, an den Innenpfosten und ins Tor!
Beim Spielstand von 2:2 war Feuer und Intensität in der Partie. Das wurde vor allem deutlich als Schiedsrichter Daniel Schlager nach dem Seitenwechsel innerhalb von elf Minuten sechs gelbe Karten verteilen musste, vier pro Mannschaft. Manuel Baum reagierte mit Wechseln: Für Michael Gregoritsch kam Rodrigo Ribeiro, Jeffrey Gouweleeuw wurde durch Kristijan Jakić ersetzt und Marius Wolf machte Platz für Elvis Rexhbeçaj.
Claude-Maurice verpasst erneuten Führungstreffer
In der 83. Minute dann ein schlauer Schachzug von Anton Kade. Ein Pass von außen auf Strafraumhöhe kam in die Mitte. Kade, im Sechzehner und eingekesselt zwischen zwei Hoffenheimern, kam als erstes an den Ball und wurde von Bernardo am Fuß getroffen.
Daniel Schlager hatte an diesem Freitagabend einiges zu tun, dieser Elfmeter war aber eine eindeutige Entscheidung. Der FCA hätte erneut in Führung gehen können, doch Alexis Claude-Maurice haute den Ball aus elf Metern in den Nachthimmel (85.). Die Augsburger belohnten sich also nicht für einen guten Auftritt und konnten aus dem Freitagabend-Duell nur einen Punkt mitnehmen.
Video: "Schön, dass er wieder da ist": Gregoritsch freut sich über Gouweleeuw-Rückkehr
Michael Gregoritsch
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