Gernot Mang, Präsident des TSV 1860 München, schaut optimistisch in die Zukunft der Löwen
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Gernot Mang, Präsident des TSV 1860 München, schaut optimistisch in die Zukunft der Löwen
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Gernot Mang, Präsident des TSV 1860 München, schaut optimistisch in die Zukunft der Löwen

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1860-Präsident Mang exklusiv: "Jetzt geht es nur um Sechzig"

1860-Präsident Mang exklusiv: "Jetzt geht es nur um Sechzig"

Der TSV 1860 München startet in eine neue Ära: Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die KGaA sowie die Übernahme der Markenrechte kehrte der Löwe zurück. Klubpräsident Gernot Mang blickt im exklusiven Interview in die Zukunft.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Am Dienstag folgte von Giesings Höhen eine Eilmeldung auf die andere. Am frühen Morgen wurde die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens über die KGaA verkündet, wenig später machte der TSV 1860 München den Kauf der Markenrechte, Spieler und nicht zuletzt die Rückkehr des Löwen selbst offiziell. Oder wie es Vereinspräsident Gernot Mang im exklusiven Interview mit BR24Sport formulierte: "Mit dem heutigen Tag haben wir ein historisches Dokument unterzeichnet."

1860-Präsident Mang: "Wir haben bei Null angefangen"

Ohne die Vorarbeit der vergangenen Wochen und Monaten wären die Entwicklungen am 1. September aber nicht denkbar gewesen. "Die Schwierigkeit war: Wir haben bei Null angefangen. Es war eigentlich wie bei einem Startup-Unternehmen", erklärte Mang. "Der Servicevertrag, über den wir das Trainingsgelände und die Mitarbeiter gemietet haben, war wichtig - und dann wurde ein Stein nach dem anderen ins Rollen gebracht."

So manche schlaflose Nacht habe es zwar gegeben, trotzdem sei stets an einem Strang gezogen worden. "Das funktioniert nur mit einer wahnsinnigen Teamarbeit. Was das Präsidium geleistet hat, war unglaublich. Davor kann ich nur den Hut ziehen", schwärmte Mang. "Auch die Fans und Mitarbeiter, die allesamt mitgezogen und gesehen haben, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Hier ist eine einzigartige Dynamik entstanden."

Kein Kontakt zwischen 1860 und Investor Ismaik

Der mit dem Zwangsabstieg verbundene 3. Juni galt bislang gemeinhin als der "Schwarze Mittwoch". Mittlerweile könne man laut Mang aber endgültig von einem "Tag des Aufbruchs" sprechen. "Mit der Kündigung des Kooperationsvertrages mussten wir handeln, das ging so nicht weiter", erinnerte sich der 58-Jährige zurück und fügte an: "Ich möchte betonen: Uns wurde oft vorgeworfen, dass dieser Vorgang immer geplant war. Aber so etwas kann man nicht planen - das geht einfach nicht."

Investor Hasan Ismaik ist auf dem Papier weg, an der operativen Gesellschaft hat der jordanische Geschäftsmann keine Anteile mehr. Ganz beendet ist das Kapitel Ismaik allerdings noch nicht, immerhin könnten aus seinem Lager noch Klagen drohen. Ob es Kontakt zwischen ihm und dem Verein gegeben habe? "Nein. Gar kein Kontakt. Gar nichts", unterstrich Mang.

1860 München: Der Löwe kehrt noch nicht auf das Trikot zurück

Mit der Übernahme der Spieler ist der sportliche Fortbestand gesichert worden, der Blick in die Zukunft fällt nun gelassener aus. Doch laufen Florian Niederlechner und Co. ab sofort wieder mit dem Löwen auf der Brust auf? In der laufenden Saison werde das Wappen der Fußballabteilung auf dem Trikot bleiben. "Es steht für den Neuanfang und kann auch für die Zukunft ein symbolisches Logo werden", sagte Mang. "Der Löwe ist aber zurück und wir werden in den kommenden Jahren wieder mit ihm auf der Brust an den Start gehen."

Video: "Ganz viel Euphorie" bei 1860 nach wegweisendem Tag

Der TSV 1860 München startet in eine neue Ära
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Der TSV 1860 München startet in eine neue Ära

1860 München startet in die Zukunft - doch wie?

Am Dienstag wurde der Grundstein für eine neue Ära beim TSV 1860 München gelegt. Doch wie soll diese überhaupt ausschauen? "Für uns ist es nun wichtig, den Fokus komplett auf den Sport zu setzen", hob Mang hervor. Damit allein sei es aber noch nicht getan, nach der zerbrochenen Ehe mit Investor Ismaik muss der Verein nun eigenständig wirtschaften und bestenfalls Gewinne erzielen. "Wir müssen effizienter werden und langsam wachsen. Wie man so schön sagt: Zuerst müssen die Einnahmen kommen, dann erst die Ausgaben. Wir müssen Geld verdienen - das ist das oberste Prinzip", so der Vereinspräsident. "Wir müssen nach vorne denken - und zwar nicht von einer Transferperiode zur anderen, sondern ein paar Jahre voraus."

Externe Hilfe wolle er dabei nicht komplett ausschließen - mit einer Vorgabe: "Ich spreche immer von strategischen Partnern. Das Investorenmodell, das wir hatten, ist Geschichte", sagte Mang. "Aber wenn wir jetzt wirklich aus unserer Position der Stärke den Verein weiterentwickeln wollen - der Fußball braucht Geld, um erfolgreich zu sein - und wir Anteile haben, die wir verkaufen können, kann uns ein strategischer Partner helfen, diesen Weg nach oben zu gehen."

Mang: "Jetzt geht es nur um Sechzig"

Von der Atmosphäre der vergangenen Wochen ist Mang bereits jetzt vollends begeistert. "Zuletzt gegen Holstein Kiel hat man es im Grünwalder Stadion gemerkt: Zum ersten Mal habe ich gefühlt, dass nur Sechzig spielt", merkte er an. "Auf diese Art und Weise haben wir das in den vergangenen 25 Jahren nicht erlebt. Davor gab es immer ein Pro und Contra bei der Allianz Arena, ein Pro und Contra beim Investor - und jetzt geht es nur um Sechzig."

Für Mang - aber wohl auch für den gesamten Verein - kann es nun so weitergehen.

Aus im Landespokal: Dämpfer für "neue Löwen"

Einen sportlichen Dämpfer mussten die Löwen an jenem Abend aber trotz aller Euphorie hinnehmen. Im Achtelfinale des Bayerischen Landespokals unterlagen die Münchner dem TSV Buchbach, Tabellenführer der Regionalliga Bayern, verdient mit 1:3 (0:2). Damit wartet 1860 weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg im Grünwalder Stadion. Während Buchbach am kommenden Samstag um 14.00 Uhr in der Regionalliga in Landsberg gastiert, müssen die Löwen einen Tag zuvor bei der DJK Vilzing ran (19.00 Uhr).

Video: Faßmann und Co. haben auf Rückkehr des Löwen "hingefiebert"

Lasse Faßmann vom TSV 1860 München
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Lasse Faßmann vom TSV 1860 München