Nach den Diskussionen um die zu dünn besetzte Offensive des FC Bayern, die auch aus Sicht der sportlich Verantwortlichen um Max Eberl und Coach Vincent Kompany noch erweitert werden sollte, setzte der 6:0-Erfolg ein erstes Ausrufezeichen für die Saison. Es war der zweithöchste Sieg in einem Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga. Nur 2020 konnte der Rekordmeister mit dem 8:0 gegen den FC Schalke 04 ein größeres Torfestival abliefern.
Sturm um Kane sendet klares Signal an die Konkurrenz
Die Frühform passt bei den Münchnern. Gegen RB Leipzig sorgte das neu formierte magische Viereck mit Torjäger Harry Kane, Ausnahmespieler Michael Olise, Millionen-Einkauf Luis Díaz und dem eigentlich schon abgeschriebenen Serge Gnabry für große Euphorie.
Dass die Qualität im Angriff passt, bewiesen die sechs Stürmertore von Kane, Olise und dem über 70 Millionen Euro teuren Neuzugang Díaz. "Unsere Offensive hat geliefert", schwärmte der begeisterte Eberl. Kane mit einem Hattrick (64./74./78), der überragende Olise (27./42.) und Díaz mit seiner Torpremiere in der Bundesliga (32.) zerlegten die ambitionierten Gäste in alle Einzelteile.
"Heute lief gefühlt einfach alles." Serge Gnabry
"Wir wollten ein Statement senden. Ich glaube, das haben wir getan. 6:0, das nehmen wir. Wir waren überall top und effizient", sagte Kane zum glanzvollen Einstieg ins Titelrennen: "Jetzt können wir uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren." Die steht am Mittwoch in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Wehen Wiesbaden an. In der Liga geht es im Derby beim FC Augsburg am kommenden Samstag weiter.
Eberl muss nach Hoeneß-Ansage gutes Leihgeschäft einfädeln
Die Euphorie schwappte auch auf die Führungsebene des FC Bayern über. Vereinspatron Uli Hoeneß, der unter der Woche den Einkaufsstopp für Eberl publik gemacht hatte, überraschte den Sportvorstand beim 3:0 mit einem überraschenden Move: "Er reicht mir die Hand rüber, und ich habe sie gerne genommen", erzählte Eberl nach dem Spiel. "Ich weiß nicht, was er signalisieren wollte. Wir waren froh. Es war einfach die Zufriedenheit."
Die wird wohl nicht allzu lange anhalten, denn der 51-Jährige hat jetzt die knifflige Aufgabe, ohne großes Einkaufsgeld bis zum 1. September noch auf dem Transfermarkt ein gutes Leihgeschäft einzufädeln. "Wir haben noch zehn Tage Zeit, Dinge zu realisieren, die wir im Kopf haben. Darum geht es gerade", so Eberl.
Im Video: Luis Díaz glänzt gegen RB Leipzig
Luis Díaz
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