Katharina Schmid GER, Selina Freitag GER und Agnes Reisch jubeln auf der Two-Nights-Tour.
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Bildrechte: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS | Steffie Wunderl
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"Meilenstein": Erste Vierschanzentournee der Frauen hebt ab

"Meilenstein": Erste Vierschanzentournee der Frauen hebt ab

Zum 75. Jubiläum wird die Vierschanzentournee erstmals auch für Frauen ausgetragen. Die Skispringerinnen starten ab der kommenden Saison in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

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Seit mehr als 70 Jahren findet die Vierschanzentournee nun statt. Bisher war der prestigeträchtigste Skisprung-Wettbewerb der Welt eine reine Männerangelegenheit. Seit Jahren kämpfen die weiblichen Athletinnen darum, dieselbe Bühne wie die Männer zu bekommen. Nun soll es im kommenden Winter endlich so weit sein: Die Vierschanzentournee der Frauen ist nun offiziell geplant.

Langer Kampf erfolgreich: Von der Two-Nights-Tour zum Original

Am 28. Dezember feiert in Oberstdorf die erste Vierschanzentournee der Frauen ihr Premierenspringen. Das hat der Ski-Weltverband FIS beschlossen: "Unsere Ziele waren klar: Unsere globale Präsenz auszubauen und Synergien zwischen den Herren- und Damentouren zu schaffen. Ich freue mich sehr, dass der Plan genau diese Absichten widerspiegelt", sagte FIS-Rennleiter Sandro Pertile.

Pläne für dieses Vorhaben gab es schon seit Langem. Während der DSV zuletzt zumindest eine "Two Nights Tour", eine abgespeckte Version der Vierschanzentournee auf den beiden deutschen Wettkampforten in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ermöglicht hatte, wurde nun auch in Österreich die Voraussetzung für eine echte Vierschanzentournee geschaffen. Die Bergisel-Schanze in Innsbruck hat nun eine Flutlicht-Anlage bekommen, wodurch die Einbettung des Frauen-Wettbewerbs in den Männer-Wettbewerb möglich ist. Bislang konnten die Springen in Innsbruck nur bei Tageslicht stattfinden. Das führte schon bei den Männern häufig zu Terminstress.

"Echter Meilenstein" - FIS-Präsident Eliasch lobt die Entscheidung

Die Frauen-Wettbewerbe sollen nun immer am Tag der Qualifikation der Männer stattfinden. FIS-Präsident Johan Eliasch nannte die Entscheidung: "Einen echten Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des gesamten Wintersports". Die zurückgetretene Weltklasse-Skispringerin Katharina Schmid hatte sich vor wenigen Wochen in Blickpunkt Sport noch skeptisch gezeigt: "Wir warten schon Jahre darauf. Ich hoffe, dass es wirklich nächstes Jahr kommt. Wir sind uns erst sicher, wenn es wirklich so weit ist", so Schmid im Dezember vergangenen Jahres in der BR-Sendung. Nun ist es Gewissheit: Pünktlich zum 75. Jubiläum der Vierschanzentournee war der jahrelange Kampf der Skispringerinnen erfolgreich.