Zumindest ein paar Stunden, bis zum Auswättssieg der Hertha in Dresden, am Abend, grüßte der 1. FC Nürnberg wieder von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Durch das 1:0 (1:0) beim Karlsruher SC, dem zweiten Auswärtssieg in dieser Saison, zog der Club vorübergehend an den Berlinern vorbei und unterstrich seine hohen Ambitionen. Den Treffer des Tages markierte Torjäger Mohamed Ali Zoma für stabile und souveräne Nürnberger.
Zoma bringt Nürnberg in Führung
Der Club brauchte im Wildpark allerdings erst eine Schrecksekunde, um richtig wach zu werden: In der 7. Minute patzte FCN-Schlussmann Jan Reichert bei einer Rückgabe von Javier Fernández, ließ den Ball durch und hatte Glück, dass die Kugel nur am Pfosten und nicht im eigenen Tor landete.
Danach übernahm die Elf von Trainer Miroslav Klose aber das Kommando und war klar tonangebend. Bis zur ersten ernsthaften Torannäherung dauerte es aber bis zur 26. Minute, als Tim Janisch aus 13 Metern KSC-Keeper Hans Christian Bernat prüfte. Nur vier Minuten später dann aber die verdiente Führung: Nach einer Traumkombination über Piet Scobel und Fernández zog Zoma direkt und unhaltbar zum 1:0 ab - bereits sein sechstes Saisontor.
Karlsruhe jubelt nur kurz
Der Stürmer, der unter der Woche eine Berufung für die italienische Nationalmannschaft erhielt, war das ganze Spiel über ein Unruhefaktor, der die KSC-Verteidiger ein ums andere Mal stresste. Das letzte Durchsetzungsvermögen fehlte aber, so dass seine Direktabnahme zum 1:0 der einzige Treffer blieb.
Der KSC erarbeitete sich vor der Pause lediglich eine Möglichkeit zum Ausgleich. Marvin Wanitzeks Versuch konnte Reichert aber abwehren (37.). Nach dem Seitenwechsel hatte man mehr von den Gastgebern erwartet. Der Sturmlauf blieb aber aus. Zwar jubelten die Badener einmal. Doch Rafael Pinto Pedrosas Treffer in der 63. Minute ging in der Entstehung eine Abseitsstellung voraus. Das Tor zählte nicht.
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