Die News vom 06. Februar
- Ski Freestyle: Muriel Mohr verpasst Slopestyle-Wettbewerb (16.45 Uhr)
- Ski Alpin: Vonn ist zurück, Aicher mit Problemen im Abfahrtstraining (13.47 Uhr)
- Skispringen: Schmid, Freitag, Reisch: Drei Chancen auf die erste Medaille (12.13 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
16.45 Uhr: Muriel Mohr verpasst Olympia-Auftakt im Slopestyle
Ski-Freestylerin Muriel Mohr hat sich unmittelbar vor dem Olympia-Start am Knie verletzt und verpasst bei den Spielen in Italien mindestens den Slopestyle-Wettbewerb. Bei einem Landeversuch klemmte sich die Oberbayerin im Training den Meniskuslappen am linken Knie ein, wie der Deutsche Olympische Sportbund mitteilte.
Daraufhin unterzog sich die 19-Jährige einem arthroskopischen Eingriff in der Orthopädischen Chirurgie München. "Das Knie ist stabil und weist keine weiteren Verletzungen auf. Einen positiven Heilungsverlauf vorausgesetzt, kann das Knie in einigen Tagen wieder voll belastbar sein", erklärte Dr. Manuel Köhne, der die Operation durchführte.
Mohr hofft, dass sie am 14. Februar bei der Qualifikation im Big Air antreten kann, die am Samstag anstehende Qualifikation im Slopestyle muss sie auslassen. "Sollte die Heilung positiv verlaufen, werde ich alles versuchen, um in meiner Paradedisziplin starten zu können", sagte sie.
Mohr gilt als größte deutsche Hoffnung im Ski Freestyle. Allerdings hatte sie bereits im vergangenen Jahr wegen eines Kreuzbandrisses monatelang pausieren müssen.
13.47 Uhr: Vonn zurück auf der Piste - Aicher mit Problemen im Training
Beim Abfahrtstraining auf der Olimpia delle Tofane hat Kira Weidle-Winkelmann eine ansprechende Fahrt gezeigt und ist Dritte geworden, hat jedoch ein Tor verpasst. "War ein bisschen spezielles Training heute. Anderer Untergrund als wir es gewohnt sind. Die Wellen sind hier dieses Jahr auch deutlich stärker ausgeprägt als die letzten Jahre", sagte die Starnbergerin nach ihrem Lauf.
Auch ihre Teamkollegin Emma Aicher hatte Probleme und verpasste einige Tore. Die 22-Jährige zieht wichtige Erfahrungswerte aus ihrem ersten Training auf der Tofana: "Ich habe mir ein bisschen schwer getan mit dem Untergrund. Ich weiß, dass ich beim ersten Training ein bisschen abwartend rangehe und mir das Ganze anschaue. Mit dem weichen Schnee ist das keine gute Kombi.“
Die Goldmedaillen-Favoritin und Speed-Queen Lindsey Vonn fuhr sieben Tage nach ihrem Kreuzbandriss nach Sturz in Crans-Montana zwar etwas verhalten und ohne Risiko, zeigte aber trotzdem eine solide Leistung. „Es hat ganz gut ausgeschaut, finde ich. Ich habe keinen Unterschied zwischen links und rechts gesehen", freute sich ihr Trainer Aksel Lund Svindal. „Sie war zufrieden. Jetzt ist eigentlich das Wichtigste, dass die Physios auch zufrieden sind.“ Die schnellste Abfahrerin im Training war Vonns Teamkollegin Jacqueline Wiles.
Nachdem das erste Training am Donnerstag wegen Schneefalls abgesagt worden war, gestaltete das Wetter auch den Freitag kompliziert. Schon nach fünf Fahrerinnen musste das Training wegen dichten Nebels für längere Zeit unterbrochen werden. Zudem meldeten die ersten Starterinnen, dass die Piste teils sehr anspruchsvoll angelegt sei, woraufhin nachgearbeitet wurde.
Die Wartezeit vertrieben sich die Fahrerinnen am Start auf unterschiedliche Weise. Während einige versuchten, fokussiert zu bleiben, fingen die TV-Kameras unter anderem die Amerikanerinnen beim Rumblödeln und Rumspielen an ihren Handys ein. Irgendwann führten die fünf US-Sportlerinnen sogar eine Tanzchoreografie auf. Selbst Vonn mit dem maladen Knie machte dabei mit.
12.48 Uhr: Abfahrt der Männer: Crawford Schnellster im Abschlusstraining
Skirennläufer James Crawford aus Kanada war der Schnellste beim nicht mehr aussagekräftigen Abschlusstraining für die Olympia-Abfahrt in Bormio. Der Weltmeister im Super-G von 2023 lag vor dem am Vortag gestürzten Daniel Hemetsberger aus Österreich (+1,68 Sekunden) und Adrian Smiseth Sejersted aus Norwegen (+2,47). Der einzige deutsche Starter Simon Jocher kam mit irrelevanten 5,08 Sekunden Rückstand ins Ziel. Die Abfahrt auf der Stelvio findet am Samstag statt (11.30 Uhr/ARD).
12.13 Uhr: Schmid, Freitag, Reisch: Drei Chancen auf die erste Medaille
Schlägt Katharina Schmid zum Abschied noch einmal zu? Oder nutzen Selina Freitag und Agnes Reisch ihre derzeitige Topform? Bei den deutschen Skispringerinnen ist vor der ersten Olympia-Entscheidung am Samstag die Hoffnung auf Edelmetall groß. "Ich denke, dass sechs bis acht Athletinnen um die Medaillen kämpfen. Und ich hoffe natürlich, dass wir dabei sind", sagte Bundestrainer Heinz Kuttin nach dem Training.
Vor allem Schmid will beim letzten Großereignis ihrer Karriere (18.45 Uhr/ARD) noch einmal glänzen. "Ich will nicht einfach nur dabei sein, dafür war ich in den letzten Jahren zu gut", sagt die siebenmalige Weltmeisterin. In den sechs Trainingsdurchgängen lief es für Schmid allerdings durchwachsen, ein achter Rang war ihr bestes Ergebnis.
Bessere Chancen auf eine Medaille dürften Reisch und Freitag haben. Reisch verbuchte am Freitag im Training immerhin einen zweiten Platz, Freitag stand in dieser Saison schon sechsmal auf dem Podest. Beide haben in ihrer Karriere noch nie einen Weltcup gewonnen - was für Winterspiele keine schlechte Voraussetzung ist. Zwei der drei bisherigen Olympiasiegerinnen - Carina Vogt 2014 und die Slowenin Ursa Bogataj 2022 - hatten vor ihren Goldflügen im Weltcup keinen Sieg gefeiert.
Audio: Die Athleten fiebern der Eröffnungsfeier entgegen
Eröffnungsfeier 2022 in Peking (Archivbild)
10.48 Uhr: So läuft die Eröffnungsfeier ab
Am Freitag werden in Italien die Olympischen Winterspiele 2026 feierlich eröffnet. Dabei gehen die Gastgeber einen ungewöhnlichen Weg. Erstmals wird die Feier nicht nur an einem zentralen Ort stattfinden. Doch was ist noch besonders? Und welche Stars und Sternchen sind dabei?
Audio: Hilde Gerg - Slalom-Olympiasiegerin 1998 gespannt auf Olympia 2026
Lebenslinien
Die Olympia-Highlights vom 06. Februar
- 9.55 Uhr: Eiskunstlauf, Team, Kurzprogramm Frauen & Paare
- 10.05 Uhr: Curling Mixed-Vorrunde
- 12.10 Uhr: Eishockey Frauen Vorrunde: Frankreich – Japan
- 14.40 Uhr: Eishockey Frauen Vorrunde: Tschechien – Schweiz
- 14.35 Uhr: Curling Mixed-Vorrunde
- 20 Uhr: Zeremonien: Eröffnungsfeier
- Die Livestreams im Überblick
Die News vom 05. Februar
- Skispringer Raimund im ersten Training solide (21.45 Uhr)
- Snowboarder Vicktor stürzt bei Big-Air-Quali (21.40 Uhr)
- Keine NoKo-Frauen bei Olympia: Armbruster teilt emotionales Statement (21.20 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
21.45 Uhr: Skispringer Raimund im ersten Training solide
Philipp Raimund hat beim ersten Olympia-Training von der Normalschanze aufgezeigt: Der Skispringer vom SC Oberstdorf landete auf den Rängen drei, 15 und sechs. Sein DSV-Kollege Felix Hofmann erwischte es noch besser: Der 28-Jährige gewann einen der drei Durchgänge, in den übrigen belegte er die Plätze zwei und drei. Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger landete auf den Rängen 20, elf und 18, Pius Paschke kam dagegen nicht über die Plätze 28, 30 und 27 hinaus. Topfavorit Domen Prevc war vier Tage vor der Entscheidung am Montag nicht am Start, das slowenische Team reist erst am Freitag nach Predazzo.
Im Video: Vicktor stürzt in der Big-Air-Quali
Noah Vicktor
21.40 Uhr: Snowboarder Vicktor stürzt bei Big-Air-Quali
Freestyle-Snowboarder Noah Vicktor ist am Donnerstag bei der Big-Air-Qualifikation in Livignio bei seinen ersten beiden Versuchen gestürzt und hat damit keine Chance mehr auf den Medaillenkampf. Schon bei seinen ersten Winterspielen in Peking 2022 konnte sich der Athlet vom WSV Bischofswiesen nicht für das Finale qualifizieren. Doch Vicktor hat noch eine Chance - denn die Spezialdisziplin des 24-Jährigen, Slopestyle, steht am 16. Februar auf dem Programm.
21.20 Uhr: Keine NoKo-Frauen bei Olympia: Armbruster teilt emotionales Statement
Kurz vor dem Start der Winterspiele hat Kombiniererin Nathalie Armbruster mit einem emotionalen Statement ihren Olympia-Frust öffentlich gemacht. Zugleich erneuerte die Gesamtweltcupsiegerin ihre Kritik am IOC, das die Frauen im Programm Spiele in Mailand und Cortina nicht berücksichtigt.
"Niemandem sollte die Möglichkeit verwehrt werden, seine Träume zu leben – nur weil man eine Frau ist. Und doch stehen wir hier: die Frauen der Nordischen Kombination 2026 am Rand und schauen zu, wie die Männer bei den Olympischen Spielen antreten, während wir nicht teilnehmen dürfen", schrieb die 20-Jährige auf Instagram. Dazu präsentierte sie ein Video, das sie im Interview als junges Mädchen zeigt, dass von ihrem Traum spricht, mit ihrem Sport zu Olympia zu kommen.
19.35 Uhr: Skispringen: Schmid mit mäßigem ersten Training
Die Oberstdorferin Katharina Schmid lässt im ersten offiziellen Training auf der Normalschanze in Predazzo noch Luft nach oben. Schmid hat 24 Stunden vor ihrem großen Auftritt als Fahnenträgerin bei den Eröffnungs-Feierlichkeiten die Plätze 15, 18 und 19 belegt. "Ich habe jetzt erstmal nur das nächste Training morgen im Kopf, alles andere wird dann kommen. Beim Fahnenschwenken kann ich ja nicht viel falsch machen", sagte Schmid mit Blick auf ihre Aufgabe am Freitag: "Gestern war es aber schon ein bisschen mehr Trubel als sonst, und ich habe auch kacke geschlafen."
DSV-Adlerin Selina Freitag kam auf die Plätzen zehn, zwölf und acht. Beste DSV-Springerin war Agnes Reisch. Topfavoritin für die Entscheidung am Samstag bleibt die SloweninNika Prevc, die beim Training zwei Durchgänge gewann und einmal Zweite wurde.
17.12 Uhr: Loch im 3. Rodel-Trainingslauf Vierter
Felix Loch (RC Berchtesgaden) hat den dritten von vier Trainingsläufen der Rodel-Männer auf dem vierten Rang beendet. Der Altmeister zeigte am Donnerstag seine bislang beste Fahrt und lag letztlich 0,169 Sekunden hinter dem Tagesschnellsten Italiener Dominik Fischnaller. D
Eishockey: Deutschland gegen Schweden
14.50 Uhr: Dämpfer zum Start: Eishockey-Frauen verlieren gegen Schweden
Dämpfer für die deutschen Eishockey-Frauen noch vor dem offiziellen Olympia-Start: Am Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele hat das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod ihr erstes Vorrundenspiel in Mailand mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) gegen Schweden verloren. Verteidigerin Katarina Jobst-Smith (von 2018-19 in Diensten des ECDC Memmingen) hatte die DHB-Auswahl in einem Power Play im ersten Drittel in Führung gebracht.
Katharina Schmid wird die deutsche Fahne tragen.
14.00 Uhr: Abfahrtstraining: Italiener vorne, Jocher wird 25.
Beim zweiten Abfahrtstraining auf der Stelvio haben erneut die italienischen Lokalmatadoren aufgezeigt. Mattia Casse lag dabei vor Florian Schieder (+0,45 Sekunden) und Streif-Sieger Giovanni Franzoni (+0,87). Simon Jocher, der einzige Deutsche, der am Donnerstag am Start war, platzierte sich auf Rang 25 - aber immerhin nur sieben Hundertstel hinter Alpin-Dominator Marco Odermatt.
Wieder forderte die schwierige Strecke in Bormio ihr Opfer: Dieses Mal stürzte der Österreicher Daniel Hemetsberger. Dabei flog sein Helm weg, er blutete aus der Nase und zog sich eine Wunde im Mundbereich sowie eine Schwellung am Auge zu. Hemetsberger klagte später auch über Schmerzen im Bein. Schon am Mittwoch hatte es einen Athleten erwischt: Der Norweger Fredrik Möller kugelte sich bei seinem Sturz die Schulter aus und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden.
09.43 Uhr: Big-Air-Qualifikation startet mit Freilassinger Vicktor
Die Qualifikation des Big-Air-Wettbewerbs der Snowboard-Männer startet am Donnerstagabend um 19.30 Uhr in Livigno. Mit von der Partie ist der Freilassinger Noah Vicktor (WSV Bischofswiesen). Nach dem ersten Training war der 24-Jährige noch nicht ganz sicher, wie er den Wettkampf angehen wird. "Es ist schwer zu sagen, welche Tricks es 'braucht', um ins Finale zu kommen. Am Ende muss man nicht nur einen starken Trick zeigen, sondern den auch sauber fahren und stehen, das gilt für Slopestyle und Big Air gleichermaßen", sagte er.
Auf die Ausscheidung folgt bei den Herren am Samstagabend (19.30 Uhr) das Finale, in dem dann Gold, Silber und Bronze vergeben werden. Einen Tag später wird es dann für die Frauen um Annika Morgan (SC Miesbach) ernst, die am Sonntag (19.30 Uhr) um die Teilnahme an der Endrunde kämpfen, die am Montag (19.30 Uhr) stattfindet.
09.01 Uhr: Licht aus: Panne zu Beginn des olympischen Curling-Turniers
Die olympischen Curling-Wettbewerbe in Cortina d'Ampezzo haben mit einer technischen Panne begonnen. Bei den ersten Partien des Mixed-Turniers noch vor der Eröffnungsfeier am Freitag ging im Cortina Curling Olympic Stadium plötzlich das Licht aus, auch die elektronische Anzeige der Ergebnisse fiel zeitweise aus. Die Spiele seien wegen "technischer Wartung" unterbrochen, teilten die Organisatoren via Einblendung im TV-Bild mit.
Bei den Athletinnen und Athleten herrschte Verwirrung, sie schauten sich fragend an. Zwei Curlerinnen vertrieben sich die Zeit und imitierten mit ihren Besen eine Luftgitarre. Als das Licht nach rund fünf Minuten wieder anging, applaudierten die Zuschauer - die Curling-Teams quittierten es mit einem Lachen.
Das Stadion in dem Wintersportort war bereits im Jahr 1955 für die Winterspiele im folgenden Jahr gebaut worden. Die deutschen Curler sind bei den aktuellen Winterspielen nicht im Mixed-Turnier dabei und nur bei den Männern qualifiziert.
Im Audio: Olympisches Curling-Turnier startet mit Lichtpanne
Curling bei den Olympischen Spielen
Die Olympia-Highlights vom 05. Februar
- 12.10 Uhr: Frauen, Vorrunde, Gruppe B, Schweden - Deutschland (12.10)
- 19.30 Uhr: Männer, Big-Air, Qualifikation, 1., 2. und 3. Lauf
- Curling, Mixed Vorrunde
Audio: Die News im BR24 Radio
Franjo von Allmen beim ersten offiziellen Training
Die News vom 04. Februar
- Erstes Abfahrtstraining der Frauen abgesagt (18.20 Uhr)
- Fredrik Möller mit Schulterverletzung nach Abfahrtstraining (18.00 Uhr)
- Schmid tund Draisaitl tragen deutsche Fahne bei Olympia (17.35 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
18.20 Uhr: Erstes Abfahrtstraining der Frauen abgesagt
Das für diesen Donnerstag geplante erste Training für die alpine Olympia-Abfahrt der Frauen in Cortina d'Ampezzo ist gestrichen worden. Grund für die Absage ist anhaltender Schneefall, laut Wettervorhersage gibt es auch keine Besserung für den Tag vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele.
18.00 Uhr: Fredrik Möller mit Schulterverletzung nach Abfahrtstraining
Die Stelvio hat ihr erstes Opfer gefordert: Fredrik Möller hat bei seinem Sturz in Bormio beim ersten Abfahrtstraining eine Schulterverletzung erlitten. Dabei hat sich der Speed-Spezialist die Schulter ausgekugelt, wie der norwegische Skiverband mitteilte. Möller hatte gerade erst wieder seine ersten Rennen bestritten, nachdem er in Gröden schwer gestürzt war. Ob der 25-Jährige bei der Olympia-Abfahrt am Samstag teilnehmen kann, ist noch unklar.
17.30 Uhr: Schmid und Draisaitl tragen deutsche Fahne bei Olympia
Die Skispringerin Katharina Schmid aus Oberstdorf und Eishockey-Star Leon Draisaitl werden jeweils die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Italien tragen. Das Duo setzte sich bei der Wahl von Fans und dem deutschen Olympia-Team durch, wie der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwochabend mitteilte.
16.40 Uhr: Norovirus-Ausbruch bei finnischen Eishockey-Frauen
Vier Spielerinnen des finnischen Eishockey-Nationalteams sind vor den Olympischen Winterspielen in Italien an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter Berufung auf die Teamärztin Maarit Valtonen handelt es sich um das hoch ansteckende Norovirus. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden. Training und Medienauftritte am Mittwoch wurden vorsichtshalber abgesagt. Ob das Auftaktspiel am Donnerstagabend (21.10 Uhr) gegen Kanada stattfinden kann, ist offen.
14 Uhr: Erstes Training für die Abfahrer auf der Stelvio
Der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle ist im ersten Trainingslauf für die Olympia-Abfahrt der Männer am Samstag (11.30 Uhr/ARD) die schnellste Fahrt gelungen. Auf der berüchtigten Stelvio in Bormio lag er 0,16 Sekunden vor Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni aus Italien. Rang drei bei der allerdings noch wenig aussagekräftigen Probefahrt belegte Weltcup-Dominator Marco Odermatt aus der Schweiz (+0,40 Sekunden).
Nach vorangegangenem Schneefall und bei diffusem Licht präsentierte sich die oft unfallträchtige, fast 3,5 Kilometer lange Strecke ähnlich herausfordernd wie bei den Weltcup-Rennen, die dort traditionell Ende Dezember ausgetragen werden. Der Norweger Fredrik Möller musste nach einem Sturz mit dem Helikopter ins naheliegende Krankenhaus in Sondalo geflogen werden. Er klagte über Schmerzen in der Schulter.
Der Garmischer Simon Jocher wies als einziger deutscher Starter 2,53 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf. Er belegte damit Rang 24. Wie viele Athleten nutzte er das erste Training zunächst zum Kennenlernen - ans Renntempo wagen sich die meisten Läufer erst im zweiten Training heran.
9.39 Uhr: Biathlon-Boss Bitterling macht Medaillen-Ansage
Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon beim Deutschen Ski-Verband (DSV), hat sich offensiv zu den deutschen Olympia-Ambitionen geäußert. "Unser Anspruch ist klar: Wir wollen bei möglichst jedem Wettkampf ein Wörtchen um die Medaillen mitreden", erklärte der Funktionär. Allerdings ist auch ihm klar, dass diese Anspruchshaltung nur bedingt die Realität der bisherigen Saison widerspiegelt. "Wir werden in den meisten Rennen nicht als Top-Favorit an den Start gehen", gab er zu. Diesen Umstand sieht aber nicht als Nachteil: "Diese Rolle des Herausforderers kann im Biathlon eine große Chance sein."
Der Schlüssel zu starken Winterspielen liegt für Bitterling in einem gelungenen Auftakt. "Gelingt es uns, früh erfolgreich zu sein, vielleicht sogar mit einer Medaille, kann daraus ein Flow entstehen, gerade unter den besonderen Bedingungen in Antholz. Die WM in der Lenzerheide im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass wir Großevents in der Höhe können", erklärte er.
Audio: Sport News in BR24 Radio
Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher
Die News vom 03. Februar
- Ski Alpin: Lindsey Vonn mit Kreuzbandriss zu Gold? (16.15 Uhr)
- Ski Alpin: Norweger Kilde verzichtet auf Olympiastart (16.10 Uhr)
- Skispringen: Horngacher sieht bei Raimund gute Chancen auf Edelmetall (11.30 Uhr)
- Skispringen: Selina Freitag setzt vor Olympia auf mentale Stärke (10 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
16.15 Uhr: Lindsey Vonn mit Kreuzbandriss zu Gold?
Ski-Star Lindsey Vonn hat sich nach eigenen Angaben schwer am linken Knie verletzt, will bei den Olympischen Winterspielen in Italien aber dennoch an den Start gehen. Sie habe einen Kreuzbandriss und Knochenprellungen erlitten, sagte die US-Amerikanerin bei einer Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo. Mit Blick auf die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr) sei sie aber zuversichtlich. Auch Starts im Super-G und in der Team-Kombination schloss sie nicht aus.
Lindsey Vonn
16.10 Uhr: Kilde verzichtet auf Olympiastart
Der norwegische Speedspezialist Aleksander Aamodt Kilde verzichtet auf einen Start bei den Olympischen Spielen. Das gab der 33-Jährige am Dienstag bekannt. Die Entscheidung sei nach der Weltcup-Abfahrt am Wochenende in Crans Montana gefallen, als Kilde abgeschlagen auf Rang 42 gelandet war.
"Ich habe alles getan, um für Olympia bereit zu sein", so Kilde. "Aber mein Kopf und mein Körper funktionieren derzeit nicht so, wie es sein müsste." Die Entscheidung, die er gemeinsam mit seiner Familie, seinen Ärzten und dem norwegischen Team getroffen habe, sei ihm sehr schwer gefallen.
14.15 Uhr: Sporthilfe schüttet 30.000 Euro für Gold aus
Eine deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo ist so wertvoll wie nie - zumindest, was die Prämie durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe betrifft. 30.000 Euro anstatt bislang 20.000 Euro werden für Gold bei den anstehenden Spielen ausgeschüttet. Für Silber gibt es 20.000 Euro (zuvor 15.000 Euro) und für Bronze unverändert 10.000 Euro. Das teilte die Sporthilfe drei Tage vor der Eröffnungsfeier mit. Nach einem Beschluss des Bundestages sind diese Prämien steuerfrei.
11.30 Uhr: Horngacher sieht bei Raimund gute Chancen auf Edelmetall
Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher blickt den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo optimistisch entgegen. Insbesondere bei Philipp Raimund (SC Oberstdorf) sieht der DSV-Coach gute Chancen auf Edelmetall. "Springerisch wird er in der Lage sein, mit den Besten mitzuhalten", kündigte Horngacher an.
Für Stirnrunzeln sorgt bei dem gebürtigen Österreicher dagegen immer noch die deutsche Nominierungspraxis für Olympia. "Bei uns gibt es die Qualifikationsrichtlinien vom DOSB. Das ist zum Beispiel in Österreich anders. Da gibt es noch mehr Trainerentscheidungen, wer gerade in Form ist", monierte er auf Karl Geiger (SC Oberstdorf) angesprochen, der mit guten Ergebnissen zuletzt seine Krise überwunden zu haben scheint, aber wegen der frühen Berufungsdeadline nur als Ersatz nach Italien reist.
10.30 Uhr: Eishockey-Frauen die olympischen Frühstarter
Schon zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung beginnen die Wettkämpfe in Mailand und Cortina - auch für einige deutsche Sportlerinnen. Während der Großteil der Athletinnen und Athleten erst nach der großen Eröffnungsfeier im legendären Stadio Giuseppe Meazza am Freitag in die Spiele startet, wird es für Gleißner und Co. bereits am Donnerstag ernst. Im ersten Gruppenspiel gegen Schweden (12.10 Uhr) will sich die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod in der Gruppe B direkt eine gute Ausgangslage im Kampf ums Viertelfinale erarbeiten.
10 Uhr: Selina Freitag setzt vor Olympia auf mentale Stärke
Skispringerin Selina Freitag geht gelassen in ihre zweiten Olympischen Spiele. Nach einem durchwachsenen Sommer mit Materialumstellung kann Freitag nach einem zweiten Platz bei der "Two Nights Tour" und etlichen Top-10-Ergebnissen optimistisch auf Olympia blicken. Auch die starken Konkurrentinnen Nika Prevc und Nozomi Maruyama schüchtern die 24-Jährige nicht ein: "Ich glaube, dass wir entspannt bleiben müssen. Am Ende sind es zwei Tage, die zählen, da kommt es auch auf die Tagesform an."
Vor allem mental fühlt sich Selina Freitag gut vorbereitet: "Ich bin von Kopf her stark, mental habe ich mir viel erarbeitet.“ Hinzu kommt körperliche Arbeit im Sommer: "Ich habe mehr Kraftausdauer trainiert." Das hilft ihr nur in der langen Saison bei der Regeneration: "Bis jetzt zahlt es sich ganz gut aus."
Die Erinnerung an die Disqualifikation beim Mixed-Wettbewerb in Peking 2022 sei längst verarbeitet. "Das ist jetzt auch wieder vier Jahre.“ Nun will Freitag das olympische Event genießen: "Mit einer Medaille wäre es natürlich noch schöner."
8 Uhr: Italienische Biathletin kurz vor Olympia positiv getestet
Doping-Befund bei Olympia-Gastgeber Italien: Vier Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo ist die für die Wettbewerbe in Antholz nominierte Biathletin Rebecca Passler positiv auf Letrozol getestet worden, ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird.
Die 24-Jährige wurde vorläufig suspendiert, teilte Italiens Anti-Doping-Agentur NADO der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Biathlon-Integritätskommission (BIU) bestätigte den Fall wenig später. Passler wurde von der NADO außerhalb von Wettkämpfen positiv getestet.
Passler, die wenige Kilometer von Antholz in Bruneck in Südtirol geboren wurde, erreichte in der laufenden Weltcup-Saison zweimal den elften Platz und damit ihre besten Resultate auf dieser Ebene. Sie galt als Kandidatin für die italienische Staffel um Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi. Rebecca Passler ist eine Nichte von Johann Passler, einem zweifachen Biathlon-Olympiamedaillengewinner von Calgary 1988.
Audio: Erster Dopingfall noch vor dem Olympia-Start
Rebecca Passler
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