Die wichtigsten Olympia-News am Mittwoch
- Direkt zum aktuellen Olympia-Ticker vom 19. Februar
- Olympia-Aus für deutsche Eishockey-Männer (14.55 Uhr)
- Dürr scheidet tragisch aus, Shiffrin mit viel Vorsprung zu Gold (14.46 Uhr))
- Rydzek/Gimmler gewinnen Bronze im Teamsprint (12.07 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
Video: So lief Tag zwölf der Olympischen Winterspiele 2026
Coletta Rydzek & Laura Gimmler mit der Bronzemedaille
16.05 Uhr: Annika Morgan verpasst Podest im Slopestyle
Beim Slopestyle-Wettbewerb der Snowboarderinnen hat Annika Morgan das Podest knapp verpasst. Die Garmisch-Partenkirchnerin hatte bei ihrem besten Versuch von der Jury 78,78 von 100 möglichen Punkten erhalten. Am Ende fehlten ihr nur 7.02 Punkte zur Medaille. Nach einem soliden ersten Run hatte sie sich im zweiten sogar noch gesteigert und war auf Medaillenkurs. Im letzten Run stürzte die Oberbayerin, Sadowski Synnott zog an ihr vorbei.
Die Goldmedaille sicherte sich die Japanerin Mari Fukuda, knapp hinter hier gewann die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott Silber. Das japanische Doppelpodium komplettiert Kokomo Murase mit der Bronzemedaille.
"Ich hatte echt viel Spaß und bin stolz drauf, wie hart ich gearbeitet habe", zog die Oberbayerin ihr Olympia-Fazit. "Ich habe so gut trainiert wie noch nie, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, auch für die nächsten vier Jahre."
Video: Snowboard Slopestyle Wettbewerbe der Männer und Frauen
Annika Morgan beim Snowboard Slopestyle
15.57 Uhr: Nur Vierte! Biathletinnen verpassen Staffelmedaille
Das deutsche Biathlon-Quartett mit Julia Tannheimer, Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Vogt hat eine Medaille in der Staffel verpasst. 21 Sekunden fehlten nach der Strafrunde sowie acht Nachladern zu Bronze. Gold ging an Frankreich vor Schweden und Norwegen.
Das Rennen hatte zunächst hoffnungsvoll begonnen. Tannheimer brauchte zwar zwei Nachlader, konnte Preuß aber an Position zwei ins Rennen schicken. "Die zwei Nachlader haben mich schon genervt“, aber "ich bin schon ziemlich happy“, so die 20-Jährige.
Preuß ging das Rennen mit Bedacht an und brachte das Quartett mit einer fehlerfreien Liegend-Einlage zunächst in Führung - während Frankreich & Co patzten. Doch dann verließ auch die Gesamtweltcupsiegerin das Glück am Schießstand. Stehend kassierte sie eine Strafrunde und ging als Zwölfte zurück ins Rennen. Von hinten stürmte derweil Frankreichs Lou Jeanmonnot heran.
Preuß übergab als Elfte an Janina Hettich-Walz, die ein großes Päckchen abzuarbeiten hatte. Während Favorit Frankreich mit Océan Michelon die Führung übernahm, arbeitete sich Hettich-Walz langsam nach vorne. Mit drei Nachladern schob sie sich auf Rang fünf. "Ich hab versucht, auf der Strecke noch was gut zu machen", so Hettich-Walz. Nun musste Vanessa Vogt ein perfektes Rennen vor allem am Schießstand abliefern. Nach fünf Treffern liegend war sie auf Platz vier - doch ging es noch weiter nach vorne? Am Sieg von Frankreich war nicht mehr zu rütteln - Julia Simon jagte auch die letzten fünf Schüsse sicher auf die Scheiben. Auch Schweden und Norwegen waren durch. Bevor Vogt stehend alles abräumte. Doch der Rückstand auf den Bronzerang war nicht mehr aufzuholen. Rang vier am Ende doch enttäuschend für das DSV-Quartett.
Video: Tag zwölf der Olympischen Winterspiele mit Biathlon und Eishockey
Franziska Preuß bei Olympia
14.55 Uhr: Olympia-Aus für deutsche Eishockey Männer
Die deutsche Eishockey-Mannschaft um NHL-Star Leon Draisaitl ist im Viertelfinale gegen die Slowakei deutlich mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) ausgeschieden. Trotz der Spitzen-Besetzung mit sieben NHL-Profis haben schwerwiegende Abwehrfehler zur gerechten Niederlage geführt. Die Tore von Lukas Reichel (35.) und Frederik Tiffels (59.) reichten nicht aus, um den Medaillen-Traum weiterleben zu lassen.
Die Slowaken, die 2022 Bronze gewonnen hatten, zeigten sich offensiv wesentlich effektiver, als der deutsche Angriff. Zudem wurde defensiv eine gewisse Überforderung deutlich; individuelle Fehler, Ausrutscher und falsche Entscheidungen führten zu sechs Gegentoren. Vor allem im mittleren Drittel musste dem deutschen Fan das Zuschauen schwerfallen, als das Team auf dem Eis zwei Gegentore binnen einer Minute kassierte.
Vor dem Spiel hatten die Nationalspieler von einer historischen Chance aufs Halbfinale gesprochen, der Gegner aus der Slowakei war das vermeintlich leichtere Los, da er über weniger NHL-Breite verfügt als Kanada, die USA und Schweden, die es ebenfalls direkt in die Runde der besten acht geschafft hatten. Das DEB-Team, 2018 sensationell Silbermedaillengewinner, konnte den Vorteil des nominell bestbesetzten Kaders nicht nutzen und muss nach dem Ausscheiden im Viertelfinale die Heimreise antreten.
Video: Carina Dilg live aus dem deutschen Haus vor Lochners Medal-Walk
BR24Sport-Reporterin Carina Dilg live aus dem deutschen Haus
14.46 Uhr: Dürr scheitert tragisch bei überragendem Sieg von Shiffrin
Slalom-Queen Mikaela Shiffrin hat dem Olympia-Druck standgehalten und sich sensationell die Goldmedaille gesichert. Mit +1.50 Sekunden Vorsprung auf die Silbermedaillen-Gewinnerin aus der Schweiz, Camille Rast, fuhr sie in ihrer eigenen Liga. Bronze holte sich die Schwedin Anna Swenn Larsson mit einem Rückstand von +1.71 Sekunden.
Lena Dürr legte einen fatalen Start in den zweiten Lauf hin, nachdem sie nach dem ersten Durchgang auf Platz zwei lag und die Silbermedaille zum Greifen nah war. Nach dem Abstoßen aus dem Starthäuschen fädelte sie direkt bei der ersten Stange ein und schied aus. Enttäuscht stand sie sekundenlang fassungslos am Starthang. "Katastrophe, worst case", stöhnte die Germeringerin anschließend, "man kann es noch gar nicht realisieren".
Die Zweifache Silbermedaillen-Gewinnerin Emma Aicher, nach dem ersten Rennen auf Rang acht, startete gut in den zweiten Durchgang, verlor in der zweiten Hälfte des Laufs allerdings an Geschwindigkeit. Die 22-Jährige landete am Ende auf Platz neun.
Damit enden die Olympischen Winterspiele für die deutschen Alpin-Fahrerinnen mit zwei Silbermedaillen, wogegen die Männer in Bormio leer ausgehen.
12.42 Uhr: Wieder Gold für Klaebo - Rekord von Heiden eingestellt
Langlauf-Superstar Johannes Hoesflot Klaebo hat mit seiner fünften Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden eingestellt. Der Norweger siegte mit seinem Teamkollegen Einar Hedegart im Teamsprint und setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Bislang war es nur Heiden bei den Winterspielen in Lake Placid 1980 gelungen, fünf Goldmedaillen bei einer Olympia-Ausgabe zu gewinnen.
Klaebo und Hedegart siegten vor den USA und Italien. Für Klaebo war es der zehnte Olympiasieg seiner Karriere, womit er seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet bei Winterspielen weiter ausbaute. Das deutsche Duo Jakob Moch (Isny) und Jan Stölben (Ernstberg) musste sich mit dem neunten Platz begnügen.
Video: Dramatischer Zielsprint zu Langlauf-Bronze
Laura Gimmler (l, Deutschland) und Coletta Rydzek (Deutschland) jubeln im Ziel über den dritten Platz.
12.07 Uhr: Rydzek/Gimmler gewinnen Bronze im Teamsprint
Das deutsche Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat beim Teamsprint der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina Bronze gewonnen.
Das Material mit dem die deutschen Langläuferinnen über den Schnee glitten, war wieder sehr gut präpariert. Auch die Taktik ging auf. Gimmler/Rydzek hatten das Rennen zunächst aus dem Mittelfeld gelaufen. Am Anfang des kräftezehrenden Zorzi-Hügels ging Gimmler dann kurz vor dem letzten Wechsel in die Offensive und konnte auf Rang vier an Rydzek übergeben. Die zog alle Register und holte sich im Schlusssprint mit wenigen Zentimetern Vorsprung noch Bronze vor Norwegen. Am Ende entscheiden 0,14 Sekunden zwischen Bronze und Platz vier. Der Sieg ging an Schweden, die 5,87 Sekunden vor Deutschland ins Ziel kamen. Silber holte sich die Schweiz (+1,4 Sekunden).
Video: Dürr und Aicher - Slalom 1. Durchgang
Lena Dürr (Deutschland) in Aktion.
10.55 Uhr: Dürr und Aicher greifen im Slalom nach der Medaille
Wird das die nächste Medaille für die deutschen Skirennfahrerinnen? Lena Dürr liegt im Slalom nach dem ersten Lauf auf Rang zwei. Nur Superstar Mikaela Shiffrin war schneller als die Germeringerin - und fuhr in einer eigenen Liga. Der Abstand der US-Amerikanerin auf Dürr beträgt 0,82 Sekunden. Dritte ist momentan die Schwedin Cornelia Öhlund (+1,00 Sekunden). Die zweifache Silbermedaillen-Gewinnerin Emma Aicher liegt derzeit auf Rang acht. Der Abstand auf Bronze beträgt allerdings nur 0,32 Sekunden.
10.44 Uhr: Gimmler und Rydzek ziehen ins Teamsprint-Finale ein
Das deutsche Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat beim Teamsprint der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina souverän die Qualifikation überstanden und kämpft im Finale der besten 15 Teams am Mittwoch ab 11.45 Uhr (ZDF und Eurosport) um die Medaillen. In der Kombination ihrer beiden Laufzeiten belegten die beiden Oberstdorferinnen am Morgen nach einer Runde über 1,5 km Rang im freien Stil Platz sechs.
Bei den Männern schafften Jakob Moch und Jan Stölben als Zehnte den Sprung ins Finale, wo dann in einem geschlossenen Feld im Wechsel sechs Runden gelaufen werden. Favorit bleibt Norwegen mit Rekord-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo, der sein fünftes Gold in Val di Fiemme und sein zehntes insgesamt holen könnte. In der Quali kam Norge hinter den USA allerdings nur auf Platz zwei. Bei den Frauen lagen die schwedischen Topfavoritinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist vorne.
10.05 Uhr: Rydzek und Geiger starten in der Staffel
Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek gehen am Donnerstag in der letzten Olympia-Entscheidung der Nordischen Kombinierer an den Start. Die beiden Oberstdorfer erhielten für den Teamsprint den Vorzug gegenüber Julian Schmid, für den die Winterspiele damit beendet sind. Der Teamsprint (am Donnerstag, Springen 10.00, Langlauf 14.00 Uhr im Livestream) ist die letzte Chance, die ersten Olympischen Spiele ohne deutsche Kombinierer-Medaille seit 1998 zu verhindern. Geiger und Rydzek hatten am Dienstag im Einzel von der Großschanze fast zeitgleich die Ränge neun und zehn belegt, Schmid kam gut 40 Sekunden später als Zwölfter ins Ziel.
08.45 Uhr: Trick gegen Druck - Preuß startet auf ungewohnter Position
Im Kampf gegen die Probleme am Schießstand soll ein taktischer Kniff Franziska Preuß wieder in die Erfolgsspur führen. In der Staffel der Biathletinnen am Mittwoch (14.45 Uhr im Livestream auf sportschau.de) geht die Bayerin nicht als Schlussläuferin ins Rennen - was etwas Druck von ihren Schultern nehmen soll. "Bei der Franzi ging es natürlich auch darum, sie bewusst aus dieser Situation rauszunehmen, in der sie jetzt ein, zwei Mal gestrugglet hat", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling.
Preuß wird deshalb im Rennen über 4x6 Kilometer schon als zweite Läuferin des deutschen Teams starten. Den Auftakt macht Julia Tannheimer. Nach Preuß sind die von Magenproblemen genesene Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt als neue Schlussläuferin an der Reihe. "Wir wollten einfach mal bewusst ein bisschen was verändern. Da ging es aber jetzt nicht nur um die Franzi. Sondern einfach so, dass sich jede der vier Läuferinnen mit ihrer Position wohlfühlt", sagte Bitterling.
Im Video: Jürgen Klopp lobt die Athleten und den Olympischen Gedanken
Jürgen Klopp, Fußballfunktionär, bei den Olympischen Spielen in Cortian
08.00 Uhr: Biathletin Grotian enttäuscht von Olympia: keine Magie
Für Biathletin Selina Grotian waren die ersten Olympischen Winterspiele ihrer Karriere in Italien eine große Enttäuschung. "Die Magie der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der Geist... Das hat mich nie wirklich erreicht", schrieb die 21-Jährige bei Instagram: "Es fühlte sich eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienrummel an."
Sie habe sich die Olympischen Spiele "anders vorgestellt", schrieb die Skijägerin und resümierte auch nach sportlich wenig überzeugenden Auftritten: "Nicht die Erfahrung, von der ich geträumt hatte – aber trotzdem Teil des Weges. Ich werde daraus lernen und stärker zurückkommen."
7.33 Uhr: Heraskevych erhält sechsstellige Summe nach Helm-Streit
Nach dem Ausschluss bei Olympia wegen seines Gedenkhelms hat der ukrainische Skeleton-Fahrer Vladyslav Heraskevych in seiner Heimat hohe Geldsummen erhalten. "Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten", schrieb der Kohle- und Stahlmagnat Rinat Akhmetov gemäß einer Mitteilung seiner Stiftung. Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskevych knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.
Der 27-Jährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind.
Die finanziellen Mittel sollen laut Mitteilung Heraskevych dabei helfen, seine Sport-Karriere und seinen Einsatz für die Ukraine auf internationaler Ebene fortzusetzen. Haupt-Geldgeber Akhmetov ist auch Besitzer des ukrainischen Fußball-Spitzenclubs Shakhtar Donetsk.
Die Olympia-Highlights von Tag zwölf:
- 09.05 Uhr: Curling Vorrunde Frauen
- 09.45 Uhr: Skilanglauf Team Sprint Freistil Frauen Qualifikation
- 10.00 Uhr: Ski Alpin Slalom Frauen 1. Lauf
- 10.15 Uhr: Skilanglauf Team Sprint Freistil Männer Qualifikation
- 11.30 Uhr: Ski Freestyle Aerials Frauen Finale
- 11.45 Uhr: Skilanglauf Team Sprint Freistil Frauen Finale
- 12.10 Uhr: Eishockey Männer Viertelfinale, Slowakei - Deutschland
- 12.15 Uhr: Skilanglauf Team Sprint Freistil Männer Finale
- 12.30 Uhr: Snowboard Slopestyle Männer Finale
- 13.30 Uhr: Ski Alpin Slalom Frauen 2. Lauf
- 14.05 Uhr: Curling Vorrunde Männer
- 14.45 Uhr: Biathlon 4x6km-Staffel Frauen
- 16.40 Uhr: Eishockey Männer Viertelfinale, Kanada - Tschechien
- 18.10 Uhr: Eishockey Männer Viertelfinale, Finnland - Schweiz
- 19.05 Uhr: Curling Vorrunde Frauen
- 20.15 Uhr: Shorttrack 500 Meter Männer
- 20.51 Uhr: Shorttrack 3000-Meter-Staffel Frauen
- 21.10 Uhr: Eishockey Männer Viertelfinale, USA - Schweden







