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Regionalliga-Reform: FC-Bayern-Boss Dreesen für Kompass-Modell

Regionalliga-Reform: FC-Bayern-Boss Dreesen für Kompass-Modell

Das Kompass-Modell soll die Regionalliga neu ordnen: nur noch vier Staffeln, alle Meister steigen direkt in die 3. Liga auf. Bayern-Boss Christian Dreesen unterstützt DFB-Präsident Neuendorf und drängt auf eine schnelle Reformentscheidung.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Der Druck auf eine Reform der Regionalliga wächst. Nun hat sich auch Bayern-Vorstandschef Christian Dreesen klar hinter die Pläne von DFB-Präsident Bernd Neuendorf gestellt. Sein Ziel: Jeder Regionalliga-Meister soll künftig direkt in die 3. Liga aufsteigen können.

Im Streit um die Zukunft der Regionalliga hat sich Christian Dreesen deutlich positioniert. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München bezeichnete das sogenannte Kompass-Modell als den "besten Kompromiss" und sprach sich für eine schnelle Entscheidung aus.

FCB-Boss Dreesen: Jeder Regionalliga- Meister soll aufsteigen

"Entscheidend ist doch aus sportlicher Sicht, dass endlich jeder Meister direkt aufsteigt", sagte Dreesen der "Sport Bild". Gleichzeitig unterstützte er die Forderung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, die Diskussion nicht weiter in die Länge zu ziehen. "Der Fußball darf beim Thema Reformen nicht zum Sinnbild für Stillstand werden", betonte Dreesen.

Der DFB plant, die Reform auf einem außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember zur Abstimmung zu bringen.

Was ist das Kompass-Modell?

Kern des Kompass-Modells ist eine grundlegende Neuordnung der Regionalliga. Statt der bisher fünf Staffeln soll es künftig nur noch vier Regionalligen geben. Dadurch wäre gewährleistet, dass alle vier Meister am Saisonende direkt in die 3. Liga aufsteigen.

Aktuell existieren die Regionalligen Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Weil es fünf Meister, aber nur vier Aufstiegsplätze gibt, müssen einzelne Meister regelmäßig in Aufstiegsspielen antreten oder über eine Rotationslösung auf den direkten Aufstieg hoffen. Dieses System sorgt seit Jahren für Kritik.

Nach den Vorstellungen von DFB-Präsident Neuendorf würde die vierte Liga zudem stärker zentral organisiert werden. Statt der Regionalverbände soll künftig der DFB selbst die Trägerschaft übernehmen. Geplant sind insgesamt 80 Vereine, verteilt auf vier Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften.

Warum wird die Reform diskutiert?

Die "Verdichtung" der vierten Spielklasse von fünf auf vier Regionalligen würde zu einer "Professionalisierung, zu mehr sportlicher Qualität und damit zu einer besseren Ausbildung der Talente auf einem höheren Niveau" führen, hatte Neuendorf zuletzt betont. Befürworter argumentieren, dass leistungsstarke Vereine häufiger auf ähnlich starke Gegner treffen würden. Zudem würde das oft kritisierte Problem der unterschiedlichen Meisterrechte beseitigt.

Kritiker des Kompass-Modells befürchten den Verlust gewachsener regionaler Strukturen, längere Fahrtwege und weniger Planungssicherheit durch flexibel zusammengestellte Staffeln. Der Bayerische Fußball-Verband lehnt das Kompass-Modell und damit das Ende der eigenständigen Regionalliga Bayern ab. Als Alternative wird häufig eine Aufstockung der 3. Liga diskutiert.

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