Der Weg für eine erneute Rückkehr von Marcel Hirscher in den alpinen Ski-Weltcup ist frei. Der Weltverband FIS hat dem langjährigen Rivalen von Felix Neureuther auf seinem Herbstkongress eine Wildcard für den kommenden Weltcup-Winter bestätigt.
Hirscher pausiert seit knapp zwei Jahren
Der für die Niederlande an den Start gehende Österreicher könnte damit schon beim Saison-Auftakt in Sölden am 25. Oktober (live in der ARD) wieder um Punkte fahren. Dank der Wildcard bekäme Hirscher eine Startnummer unmittelbar nach den ersten 30.
Der 37-Jährige, der seine Karriere 2019 nach acht Gesamtweltcup-Siegen beendet hatte, war 2024 in den Ski-Zirkus zurückgekehrt und aus dem Stand in die Punkte gefahren. Wenige Wochen nach seinem Comeback riss er sich im Training allerdings das Kreuzband des linken Knies. Seitdem hatte er pausiert.
Schon bei seinem Comeback war Hirscher mit einer Wildcard ins Rennen gegangen. Durch seine Verletzung nach nur drei Rennen waren im Rahmen der Sonderberechtigung theoretisch noch einige Starts übrig, die Hirscher zuvor noch nicht abgerufen hatte. Die Möglichkeit zur Weiternutzung bestätigte die FIS nun.
Hirscher trainiert in Argentinien
Ob Hirscher tatsächlich in Sölden antritt, ist indes ungewiss. Der Superstar hält sich bislang bedeckt, ob er einen erneuten Anlauf im Weltcup nimmt, allerdings mit Posts auf Social Media immer wieder Indizien zu seinen Ambitionen geliefert. So hatte er jüngst im argentinischen Cerro Castor mit der französischen Frauen-Mannschaft trainiert, wo er schon zu seinen Glanzzeiten seine Saisonvorbereitung absolviert hatte.
Die Entscheidung der FIS Hirscher eine Wildcard zu erteilen, kommt derweil nicht wirklich überraschend. Auch im fortgeschrittenen Athleten-Alter zählt er immer noch zu den schillerndsten Namen des Ski-Sports.
In seiner Laufbahn sammelte Hirscher neben seinen Triumphen im Gesamtweltcup unter anderem 67 Weltcup-Siege, gewann zwei Olympische Gold-Medaille, sieben Weltmeistertitel und zwölf kleine Kristallkugeln im Slalom und Riesenslalom.
