(Symbolbild) Ein "Reserviert"-Schild in einem Festzelt des Oktoberfests.
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Einen reservierten Platz im Festzelt hat die Stadtrats-Fraktion der Linken in München bis zum Ende der diesjährigen Wiesn nicht mehr.
Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Einen reservierten Platz im Festzelt hat die Stadtrats-Fraktion der Linken in München bis zum Ende der diesjährigen Wiesn nicht mehr.

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Nach Wiesn-Watschn: Stadtrats-Fraktion verliert Festzelt-Platz

Nach Wiesn-Watschn: Stadtrats-Fraktion verliert Festzelt-Platz

Münchens Oberbürgermeister Krause entzieht der Linken-Fraktion ihre Plätze im Oktoberfest-Bierzelt. Eine Frau, die mit in der Boxe saß, hatte offenbar einen FDP-Stadtrat geohrfeigt. Dieser wollte wohl gegen israelfeindliche Parolen einschreiten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Dass es auf dem Oktoberfest im Bierzelt gelegentlich zu Handgreiflichkeiten kommt, ist nichts Neues. Nun aber hat ein Zwist in der Boxe des Münchner Stadtrats für die letzten paar Wiesntage ungewöhnliche Konsequenzen.

Was war passiert?

Dort – auf dem Balkon im Schottenhamelzelt – haben traditionell die Stadtratsfraktionen Tische, die sie selbst nutzen oder auch weitergeben können. Im konkreten Fall geht es um einen Tisch, den die Linken-Fraktion vor einigen Tagen Mitgliedern bzw. Gästen der Partei überlassen hatte. Diese sollen israelfeindliche Parolen gesungen haben. Als ein FDP-Stadtrat vom Nachbartisch aus einschreiten wollte, soll er von einer Frau tätlich angegriffen worden sein. Die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet von einer Ohrfeige.

Die Frau sei die Freundin eines Parteimitglieds und zufällig mit am Tisch gesessen, sagt Linken-Fraktionschef Stefan Jagel, der am fraglichen Abend nicht selbst im Zelt war. Im Gespräch mit dem BR zeigt er sich sehr betroffen von den Ereignissen: "Was mir geschildert wurde, ist ein No-Go." Man werde noch über die Konsequenzen sprechen. Bei dem Stadtratskollegen von der FDP habe er sich entschuldigt.

Krause: "Wiesn kein Ort für politische Agitation"

Die Reaktion Jagels wertet Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) als gutes Zeichen. Gewalt dürfe nie ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Der OB weiter: "Die Wiesn ist kein Ort für politische Agitation." Für die Linke hat der Vorfall unmittelbare Folgen beim Oktoberfest: Den Tisch in der Ratsboxe hat OB Krause der Fraktion erst einmal entzogen.

Die Konsequenz, die der Oberbürgermeister zog, könne er nachvollziehen, sagte Fraktionschef Jagel. Es sei aber ärgerlich, dass er nun anderen, gar nicht involvierten Gästen der Linken-Fraktion auch absagen musste.

Scharfe Kritik aus der CSU

CSU-Generalsekretär Martin Huber bezeichnete den Vorfall als einen "weiteren, unfassbaren Skandal durch die linken Judenhasser". Das Oktoberfest stehe für Lebensfreude, Gemeinsamkeit und Toleranz. "Dass hier ein linker Krawall-Trupp antisemitische Parolen grölt und andere Menschen körperlich angreift, muss ein ernsthaftes und hartes Nachspiel haben und mit allen Mitteln des Rechtsstaates klar geahndet werden", so Huber. Die Linken würden immer weiter abdriften in Richtung Hass und Gewalt. Das müsse bei allen Demokraten die Alarmglocken läuten lassen.

Mit Informationen von dpa

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