Das enttäuschte DLV-Quartett
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Bildrechte: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Stefan Mayer
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Staffel-Debakel für Lückenkemper: "Passt nicht zu Sophia"

Staffel-Debakel für Lückenkemper: "Passt nicht zu Sophia"

Für Gina Lückenkemper endet die EM in Birmingham mit der nächsten Enttäuschung. Ausgerechnet beim Wechsel auf die Schlusssprinterin verletzt sich ihre Staffelkollegin – der Traum von einer Medaille ist damit geplatzt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Es ist nicht der Sommer der Gina Lückenkemper. Erst setzte die Wahl-Bambergerin ein Zeckenbiss einige Zeit außer Gefecht. Dann folgte das Halbfinal-Aus über 100 Meter. Die 4x100-Meter-Staffel sollte eigentlich die Versöhnung in Birmingham werden, doch ausgerechnet im vielversprechendsten Rennen das Debakel:

Sophia Junk wollte den Staffelstab an die Schlusssprinterin Lückenkemper übergeben, bis dahin verlief das Rennen gut. Doch Junk patzte, Lückenkemper erreichte den Stab nicht mehr. Innerhalb weniger Augenblicke war der Traum von der EM-Medaille endgültig geplatzt. Junk brach in Tränen aus, Lückenkemper nahm ihre Kollegin in den Arm und tröstete sie.

Verletzung kurz vor Staffelstab-Übergabe

Im Interview nach dem Rennen klärte die 27-Jährige die Ursache für den Patzer auf: "Ich bin in den Wechselraum reingelaufen, da war auch noch alles super, dann hab ich Hepp geschrien und in dem Moment als ich das Staffelholz nach vorne geschoben hab, hat es mir links in den Beuger geschossen, dadurch bin ich nach rechts gesprungen und habe das Staffelholz verrissen", erklärte Junk später am ARD-Mikrofon. So erreichte sie die ausgestreckte Hand von Lückenkemper nicht mehr.

"Ich weiß, dass Sophia immer ne absolute Bank ist in den Wechseln, Sophia klärt eigentlich jede Situation, die wir haben", so stärkte Lückenkemper ihrer Kollegin den Rücken. "Als sie nur meinen kleinen Finger erwischt hat und kein Druck nachkam, wusste ich: Da stimm irgendetwas nicht, da ist irgendetwas gerade schiefgelaufen, weil das passt nicht zu Sophia."

Lückenkemper: "Nächstes Jahr greifen wieder an"

"Das sind Dinge, die passieren im Sport, klar ist das super ärgerlich, aber am ärgerlichsten ist es für Sophia, die jetzt mit einer Verletzung hier steht." Haase, die schnell vorgelegt und sauber gewechselt hatte, pflichtete Lückenkemper bei: "Dass so eine Verletzung passiert, ist natürlich scheisse - nicht nur fürs Team, sondern vor allem für Sophia."

Besonders enttäuschend ist der Patzer, weil die deutsche Staffel zum Favoritenkreis zählte. Nach Bronze bei Olympia und der WM galt das DLV-Quartett erneut als Medaillenanwärter. Lückenkemper aber will die Niederlage nicht auf sich sitzen lassen: "Wir greifen nächstes Jahr wieder an, da geht es dann so richtig ab."