Das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen wird ein Fall fürs Gericht: Dabei geht es um die Finanzierung. Der Skiclub SC Partenkirchen verlangt für die Ausrichtung deutlich mehr Geld vom Deutschen Skiverband (DSV), der an dem Event ebenfalls mitverdient, und verweist auf gestiegene Kosten und Verluste in den vergangenen zwei Jahren.
SC Partenkirchen: "Ohne Verein keine Vierschanzentournee"
Der Präsident des SC Partenkirchen, Michael Maurer, sagte BR24, der Verein trage das komplette finanzielle Risiko, habe dafür aber seit Jahren kaum mehr Geld bekommen. Da der SC Partenkirchen auch Rechte an der Marke "Vierschanzentournee" hält, droht Maurer: Ohne den Verein könne es auch keine Vierschanzentournee geben.
Beim Deutschen Skiverband (DSV) sieht man die Lage anders. DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach sagte auf Nachfrage von BR24, wegen nur leicht gestiegener Einnahmen aus Lizenz- und Fernsehrechten habe der Verband nur moderate Anpassungen anbieten können.
DSV reagiert mit Unverständnis
Beide deutschen Tourneestandorte – Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen – hätten denselben Vertrag bekommen. In Oberstdorf sei das Angebot gut angekommen und bereits unterschrieben. Dass es in Garmisch-Partenkirchen jetzt zum Streit gekommen ist, sorgt beim DSV deshalb für Unverständnis. Beide Seiten treffen sich nun am 16. Juni zu einem Gütetermin vor dem Landgericht München I.
75. Jubiläum der Vierschanzentournee erstmals mit Frauen
Das Neujahrsspringen ist Teil der traditionellen Vierschanzentournee – es gibt vier Skisprung-Weltcupveranstaltungen, die seit 1953 jährlich um den Jahreswechsel in Deutschland und Österreich stattfinden. Die Tournee wird von den Skiklubs der jeweiligen Austragungsorte ausgerichtet. Zum 75. Jubiläum wird die Vierschanzentournee dieses Mal erstmals auch für Frauen ausgetragen.
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