Der unterfränkische TSV Bad Königshofen ist das einzige bayerische Tischtennis-Männer-Team in der Bundesliga. Doch zuletzt hielt sich der kleine Verein nur mit Mühe in der Profi-Liga. In dieser Saison soll Timo Neumann die Mannschaft wieder aus der Abstiegszone führen.
Bringt Neumann die Wende für den TSV?
Der neue Trainer ist gerade einmal 29 Jahre alt, kommt aus Nürnberg und will mit dem TSV die Kehrtwende schaffen. Vor seinem Wechsel nach Bad Königshofen war Neumann in der zweiten Liga tätig. "Der Schritt in die erste Liga ist nochmal ein großer, das muss ich zugeben", sagte Neumann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.
Der 29-Jährige übernahm den Klub in einer schwierigen Situation: Nach zwei erfolgreichen Saisons, in denen es das Team sogar in die Play-offs schaffte, geriet es im Frühjahr plötzlich in Abstiegsgefahr. Den Klassenerhalt schaffte der TSV letztlich nur, weil kein Team aus der zweiten Liga aufsteigen wollte. Auch Neumann beschreibt die Lage, in der er die Verantwortung übernahm, als "nicht ganz so entspannt, da ist schon ein bisschen Druck dahinter."
Neue internationale Qualität im Kader
Um sich für die neue Spielzeit besser aufzustellen, hat der Verein auch den Kader verstärkt. Neumann sieht darin den entscheidenden Vorteil, "dass wir fünf bis sechs Spieler haben; wir sind nicht mehr so berechenbar wie in den letzten Jahren und wir können einen Ausfall gut verkraften." Die individuellen Spieler seien immerhin ähnlich stark.
Neu dabei ist unter anderem Liao Cheng-Ting aus Taiwan. Der Nationalspieler bringt internationale Erfahrung mit und soll dem TSV mit seiner Qualität dabei helfen, wieder mehr Stabilität zu gewinnen. Große Hoffnungen ruhen zudem auf Nachwuchstalent Andre Bertelsmeier. Der 20-Jährige geht in seine zweite Bundesliga-Saison und könnte zunehmend eine wichtige Führungsrolle übernehmen.
Die neuen Personalien stimmen Trainer Neumann optimistisch: "Es ist ein guter Kader, auch der Neuzugang, Liao, trainiert sehr gut. Ich sehe uns auf jeden Fall in der Lage dazu, dass wir im Mittelfeld mitspielen."
Bundesliga-Auftakt gegen zweiten Absteiger
Einfach wird die Saison dennoch nicht. Die TTBL wird von Jahr zu Jahr stärker, das Spielerfeld internationaler und qualitativ hochwertiger. Auch die Konkurrenz hat ihre Kader kräftig verstärkt.
Bereits das erste Saisonspiel am Dienstagabend (18.8.) wird deshalb zur wichtigen Standortbestimmung. Mit dem ASC Grünwettersbach wartet ausgerechnet der zweite Abstiegskandidat der vergangenen Saison. Für den erhofften Aufschwung soll auf heimischem Boden deshalb gleich ein Sieg her.
