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Vom FCB-Rebell zur Trainer-Hoffnung: Demichelis ist zurück

Vom FCB-Rebell zur Trainer-Hoffnung: Demichelis ist zurück

Martin Demichelis wurde beim FC Bayern zum Topspieler und begann in München auch seine Trainerkarriere. Nun kehrt er als Übungsleiter in die Bundesliga zurück. In seinem neuen Job bei RB Leipzig geht sein Blick auch nach München.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Bevor Martin Demichelis seinen neuen Job am Leipziger Cottaweg antreten konnte, galt es erstmal die Aussprache seines Namens zu klären. Aus seiner Zeit beim FC Bayern München kannten ihn alle als Martin Demichelis mit k, wobei er schon da den Spitznamen Micho trug. "In Argentinien ist es Demitschelis, in Italien Demikelis und bei euch wahrscheinlich Demichelis (mit ch)", erklärte der Argentinier geduldig und fügte hinzu, dass das auch nicht so wichtig sei.

Der "argentinische Beckenbauer" liefert spät beim FC Bayern

Zum ersten Mal seit 15 Jahren steht Demichelis wieder in Diensten eines Fußball-Bundesligisten. Damals verließ er den FC Bayern im Januar 2011 in Richtung Malaga. Der Argentinier war 2003 nach München gewechselt und galt in seiner Heimat als der "argentinische Beckenbauer". Doch dieses Versprechen konnte der damals 23-Jährige zunächst nicht halten. Fast zwei Saisons benötigte er, ehe er sich bei den Münchnern festspielen konnte.

Demichelis legt sich beim FC Bayern mit Hitzfeld an

Dabei zeigte er sich auf wie neben dem Platz relativ kompromisslos. Als defensiver Mittelfeldspieler gestartet sah er sich unter Trainer Ottmar Hitzfeld in der Innenverteidigung, wo er in der Nationalmannschaft Argentiniens spielte. Demichelis weigerte sich schließlich, im Mittelfeldzentrum aufzulaufen. Die deutsche Trainerlegende ließ so nicht mit sich reden und suspendierte Demichelis. Der ging noch einen Schritt weiter und verlangte – anstatt Reue zu zeigen – eine Entschuldigung von Hitzfeld. Die kam nicht, stattdessen tat Demichelis den Gang nach Canossa und wurde nicht nur begnadigt, sondern fortan im Defensivzentrum eingesetzt.

Atletico Madrid, Manchester City und Co.: Demichelis' Top-Karriere

2011 verließ er München nach vier Meisterschaften und vier Pokalsiegen sowie dem verlorenen Königsklassen-Endspiel gegen Inter Mailand 2010 und wechselte nach Malaga. Über Atletico Madrid gelang ihm schließlich der Sprung in die Premier League zu Manchester City und Trainer Pep Guardiola. In Malaga hängte er seine Schuhe 2017 an den Nagel und startete seine Trainerkarriere.

Anfänge als Trainer in der U23 des FC Bayern

Für den Start kehrte Demichelis nach München zurück und übernahm 2019 die U19 des Rekordmeisters. Zwei Jahre später stieg er zum Trainer der U23 des Rekordmeisters auf und empfahl sich schließlich mit einem Punkteschnitt von 2,03 in 58 Spielen für River Plate daheim in Argentinien. In Buenos Aires gewann er 2023 die Supercopa sowie die Meisterschaft, wurde 2024 aber doch entlassen. Über Monterrey in Mexiko heuerte er schließlich beim RCD Mallorca an, konnte den spanischen Erstligaklub aber trotz eines Punkteschnitts von 1,5 nicht mehr vor dem Abstieg retten.

Demichelis' Blick geht immer noch zum FC Bayern

Nun ist der Argentinier also zurück, wo einst sein Stern als Profi aufging und wo seine Trainerkarriere startete. "Ich habe zwölf Jahre in Deutschland gelebt. Es ist fast mein zweites Land. In die Bundesliga zu kommen, ist ein großer Traum", freut sich der 45-Jährige auf die neue Aufgabe bei RB Leipzig.

Und auch wenn er nun bei den Sachsen angestellt ist, geht der Blick immer wieder nach München. "Wir müssen uns nicht mit Bayern messen. Aber das Ziel muss immer sein, näher an Bayern ranzukommen", stellte Demichelis klar. Außerdem steht der DFB-Pokalsieg, der dritte der Vereinsgeschichte, auf seiner Agenda.

Die Konkurrenz zu seiner alten Liebe FC Bayern wird sich also kaum vermeiden lassen.

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