Symbolbild: Tanks und Rohrleitungen in einem Ölhafen.
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Der Internationale Währungsfonds sieht die Folgen des Energie-Schocks als begrenzt an.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck
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Der Internationale Währungsfonds sieht die Folgen des Energie-Schocks als begrenzt an.

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IWF: Weltwirtschaft verkraftet Energie-Schock besser als gedacht

IWF: Weltwirtschaft verkraftet Energie-Schock besser als gedacht

Der vom Iran-Krieg ausgelöste Energie-Schock hat nach Auskunft von IWF-Chefin Georgieva weniger drastische Auswirkungen auf die Weltwirtschaft als befürchtet. Dennoch fordert die IWF-Chefin alle Staaten auf, ihre Haushalte zu konsolidieren.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die Weltwirtschaft hat den durch den Iran-Krieg ausgelösten Energie-Schock nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) besser verkraftet als befürchtet. Allerdings äußerte der IWF Bedenken hinsichtlich der sich verschlechternden Haushaltslage in einigen Ländern.

Energie-Schock abgefedert

Es gebe ein "Tauziehen" zwischen den negativen Folgen der Energiekrise und dem durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Investitionsboom, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Dienstag im Vorfeld des G20-Finanzministertreffens im US-Bundesstaat North Carolina. Die Schließung der Straße von Hormus habe dank der Freigabe von Öl- und Gasreserven, einer geringeren Nachfrage sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien weniger drastische Auswirkungen gehabt.

Die Ölpreise im Blick behalten

Georgieva warnte aber vor Selbstzufriedenheit. "Der Energie-Schock ist nicht vorbei", sagte sie mit Blick auf die Ölpreise. Diese bewegen sich derzeit zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem sie im Frühjahr in der Spitze bei über 118 Dollar gelegen hatten. Vor Beginn des von den USA und Iran begonnenen Krieges Ende Februar lagen sie bei rund 70 Dollar.

Ein erneuter Preisanstieg könnte die Inflation weiter anheizen und die Zentralbanken zwingen, die Zinsen hoch zu halten oder anzuheben. Das würde die Kosten für den Schuldendienst in die Höhe treiben und das Wirtschaftswachstum bremsen. Die IWF-Chefin forderte alle Staaten auf, glaubwürdige Pläne zur Konsolidierung ihrer Haushalte vorzulegen. Zwar nannte sie keine einzelnen Länder, jedoch waren die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit 19 Jahren gestiegen.

Grafik: So entwickelt sich der Rohölpreis

Handelsspannungen vorbeugen

Auch müssten übermäßige globale Ungleichgewichte abgebaut werden, die zu Handelsspannungen führten, sagte Georgieva weiter. Der IWF fordert seit langem, dass etwa China sein Wachstumsmodell stärker auf die Binnennachfrage ausrichtet, anstatt die Weltmärkte mit billigen Exportgütern zu überschwemmen.

Neue Konjunkturprognosen legte die IWF-Chefin nicht vor. Im Juli hatte der Währungsfonds seine Vorhersage für das weltweite Wachstum im Jahr 2026 auf 3,0 Prozent gesenkt und vor weiteren Risiken durch den Krieg im Nahen Osten gewarnt. Die nächste Aktualisierung der Prognosen wird für Mitte Oktober bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Bangkok erwartet.

Mit Informationen von Reuters

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