Kriege und Krisen wie in Nahost haben auch Auswirkungen auf die Urlaubspläne der Menschen in Deutschland. In einer Umfrage des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DTV) gaben 16 Prozent an, dass sie ihre Reisepläne für Ostern oder die kommenden Monate aufgrund der globalen politischen Lage geändert haben – einige verzichten sogar ganz.
Unter denjenigen, die ihre Reisepläne geändert haben, entschieden sich 46 Prozent gegen eine Urlaubsreise, 32 Prozent stornierten ihre Reise vollständig.
"Deutliche Verunsicherung bei deutschen Urlaubern"
Für das Institut für Tourismusforschung (DTV) eine überraschende Reaktion: Dass 16 Prozent der Befragten ihre Reisepläne änderten, sei aufgrund bisheriger Erfahrungen nicht zu erwarten gewesen, erklärt DTV-Präsident Reinhard Meyer. "Unsere Umfrage belegt deutlich die Verunsicherung, die derzeit bei deutschen Urlaubern aufgrund der Krisen in der Welt und der damit einhergehenden Preissteigerungen herrscht." Die gegenwärtige globale politische Situation habe zumindest kurzfristig einen deutlichen Einfluss auf die Reiseplanung der Deutschen, so Meyer.
Für viele Menschen seien die politischen Rahmenbedingungen am Reiseziel ein wichtiger Bestandteil der Urlaubsentscheidung, sagt der stellvertretende Direktor des Instituts, Julian Reif. "Urlaub ist nicht unpolitisch."
Fast jeder Zweite plant Urlaub in Deutschland
Trotzdem bleibt die Reiselust hoch. Rund 72 Prozent der Deutschen planen von April bis Juni mindestens eine Urlaubsreise im In- oder Ausland – 41 Prozent wollen Urlaub in Deutschland machen. Besonders beliebt: Bayern. Fast ein Drittel (28 Prozent) gab an, im Freistaat seinen Urlaub verbringen zu wollen. Es folgen Baden-Württemberg (12 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (10 Prozent). Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein erreichen jeweils 9 Prozent. Im Ausland liegen Spanien (15 Prozent) und Italien (14 Prozent) vorn.
Für die Erhebung des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (FH Westküste) im Auftrag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) wurden Ende März 1.124 Menschen befragt.
Mit Information von dpa.
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