Max (34) ist Fitnesstrainer, sein Spezialgebiet: CrossFit, eines der intensivsten Fitnessprogramme der Welt. Die Sportler trainieren damit ihre Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination und Kraft. Dabei kommen auch Hanteln, Klimmzugstangen oder Medizinbälle zum Einsatz.
Nicht nur Gym, auch mal Schreibtisch
Als CrossFit-Coach plant und leitet Max diese Workouts. Er demonstriert die Übungen und hilft den Teilnehmenden, Intensität und Bewegungen an ihr Leistungsniveau anzupassen. Zusätzlich leitet Max Personal Trainings und Fitnessprogramme für Kinder und Jugendliche.
Zu seinem Job als Fitnesstrainer gehören aber auch administrative Aufgaben wie Reinigung oder Eventmanagement. Max arbeitet außerdem dann, wenn viele andere frei haben: 2025 war Max jedes Wochenende im Studio. Sogar in seiner Freizeit ist er für seine Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen erreichbar.
Vom Unternehmensberater zum Fitnesstrainer
Für Max war Sport schon immer wichtig: Nach seinem Abitur absolvierte er ein Sportmanagement-Studium an der Hochschule Koblenz. Trotzdem fing er nach dem Studium erst als Quereinsteiger in der Unternehmensberatung an und arbeitete nebenberuflich als Crossfit-Coach: "Ich hab deutlich besser verdient als jetzt, aber habe gemerkt, dass es mich auf Dauer nicht so erfüllt", erzählt er.
Deshalb entschied Max sich für einen Jobwechsel und dafür, sein Hobby zum Beruf zu machen. Weil ihn nicht nur Sport, sondern auch Ernährung interessiert, baut er nebenbei eine eigene Ernährungs-App, mit der er sich zukünftig als Unternehmer selbstständig machen will.
Fitnessmitgliedschaften auf Rekordniveau
Der deutsche Fitnessmarkt boomt: Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 von Deloitte (externer Link) zum deutschen Fitnessmarkt erreichte die Fitnessbranche 2024 in Deutschland mit einem Umsatz von 5,82 Milliarden Euro und 11,7 Millionen Mitgliedschaften ein Rekordniveau.
Besonders beliebt waren dabei Fitnessketten wie die RSG Group, zu der unter anderem McFit mit seinen etwa 1,4 Millionen Mitgliedern, FitX mit 1,04 Millionen Mitgliedern und clever fit mit 900.000 Mitgliedern gehören. Kleine unabhängige Studios tun sich da aufgrund des Wettbewerbs schwer – und werden zukünftig voraussichtlich mehr auf spezialisierte Angebote wie CrossFit oder HYROX setzen müssen.
Auch Fitnessangebote wie Urban Sports Club, EGYM Wellpass, Hansefit oder Wellhub sorgten für Wachstum in der Fitnessbranche. Im Durchschnitt gaben Menschen in Deutschland 46,95 Euro (brutto) monatlich als Mitgliedsbeitrag für ihr Fitnessstudio aus.
Was verdient ein Fitnesscoach?
Nach seinem Umstieg in die Fitnessbranche hat sich Max' Gehalt deutlich verändert. Weil er von 40 Wochenstunden zehn für seine App reserviert hat, verdient er nur in 30 Arbeitsstunden wirklich Geld. Sein Bruttoeinkommen beläuft sich monatlich auf 2.500 Euro, wovon ihm 1.772 Euro netto bleiben. Bis die Ernährungs-App Geld abwirft, dauert es noch ein bisschen.
Die Mischung aus Hobby und Beruf taugt Max. "Meine Arbeit macht mir viel Spaß", sagt er. Er kann seine Lebenshaltungskosten decken und hat genug Freizeit, um an seinem privaten Projekt zu arbeiten.
Über Geld spricht man nicht? Wir schon. Auf dem YouTube Kanal "Lohnt sich das?" stellt der BR Menschen und ihre Berufe vor: Wie kann man mit dem Gehalt leben? Was kann man sich leisten? Wir begleiten viele Menschen in ihrem Beruf und zeigen ihr Leben. Rentiert es sich für das Gehalt zu arbeiten und damit das eigene Leben zu finanzieren?
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