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Stiftung Warentest findet in Kinderwagen bedenkliche Weichmacher

Stiftung Warentest findet in Kinderwagen bedenkliche Weichmacher

Bei ihrer jüngsten Untersuchung zu Kinderwagen hat die Stiftung Warentest in mehreren Modellen bedenkliche Chemikalien wie Weichmacher und Stoffe der PFAS-Gruppe gefunden. Die Anbieter müssten hier "dringend nachbessern", so die Tester.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Test von Kinderwagen (Bezahlinhalt) in mehreren Modellen bedenkliche Weichmacher und umweltschädliche PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien, gefunden. Der Bereichsleiter Untersuchungen bei Stiftung Warentest, Holger Brackmann, erklärte, er sei "erstaunt" darüber, dass man auch 2026 wieder auf diese Stoffe gestoßen sei. Diese seien schließ­lich "schon seit Jahren verboten". Die Anbieter müssten hier "dringend nachbessern".

Kleinkinder "auf Tuchfühlung" mit Chemikalien

Dies wäre nach Einschätzung der Tester umso wichtiger, als Babys und Klein­kinder etliche Stunden im Kinder­wagen verbrächten – und dabei "auf Tuchfühlung" mit den Transportgefährten gingen. Ob Schad­stoffe in den Stoffen stecken, könnten werdende Eltern zudem beim Kauf nicht erkennen. Um so wichtiger seien unabhängige Überprüfungen auf bedenk­liche Substanzen, "leider werde man dabei "immer wieder fündig".

Im Test 2026 seien vier der geprüften Kinder­wagen als "mangelhaft" eingestuft worden, weil sie mit Schad­stoffen wie dem Weichmacher DEHP oder den Ewig­keitschemikalien PFAS (Link zum Podcast) belastet sind. Betroffen sind die Modelle Hartan Ivy Outdoor, Kinderkraft Nea 2 2in1, BabyOne Little One Kodiak sowie Baby Jogger City Mini GT2 Double.

Dass man auch ohne diese problematischen Materialien auskommen könne, zeige die Konkurrenz: Viele Modelle kämen ohne Schad­stoffe aus − darunter auch güns­tige.

Auch die Abmessungen der Kinderwagen sorgen für Kritik

Stiftung Warentest prüfte insgesamt zwölf Kinderwagen - neun Kombikinderwagen für ein Kind sowie drei Modelle für zwei Kinder. Die Preisspanne der getesteten Modelle reichte von rund 400 Euro bis über 1.500 Euro. Nur vier Kinderwagen konnten die Tester insgesamt als "gut" überzeugen.

Problem neben Phtalat-Weichmachern und PFAS waren bei einigen Modellen die Maße: Einige Liegewannen seien so schmal oder kurz bemessen, dass Babys schon nach wenigen Monaten darin keinen Platz mehr finden, aber zugleich auch noch zu klein, um in den Sitz zu wechseln, kritisierte Stiftung Warentest. Damit seien die jeweiligen Wagen aus ergonomischer Sicht für eine Weile nicht nutzbar.

Alle Wagen sind "ausgesprochen robust"

Eltern sollten beim Kauf außerdem auf eine gut verstellbare Schieberhöhe achten, damit der Wagen zur eigenen Körpergröße passt, so die Tester. Gravierende sonstige Sicherheitsmängel stellten sie bei keinem Modell fest, außerdem erwiesen sich alle Wagen als "ausgesprochen robust". 

Die Stiftung Warentest führt 1964 unabhängig Produkt-Tests, Dienstleistungsvergleiche und Marktanalysen durch und finanziert sich nach eigenen Angaben überwiegend durch den Verkauf ihrer Publikationen.

Mit Informationen von AFP

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