Niedrigwasser der Donau in Deggendorf am 11.7.26
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Die Weltwetterorganisation der UN (WMO) warnt, dass die weltweiten Wasserreserven seit Jahren zurückgehen.
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Die Weltwetterorganisation der UN (WMO) warnt, dass die weltweiten Wasserreserven seit Jahren zurückgehen.

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Weltwetter-Bericht: Süßwasser-Vorräte auf der Erde schwinden

Weltwetter-Bericht: Süßwasser-Vorräte auf der Erde schwinden

Die weltweiten Wasserressourcen sind nach einem Bericht der UN-Weltwetterorganisation in den vergangenen Jahren knapper geworden. Flüsse führen demnach weniger Wasser, Gletscher schrumpfen und in vielen Weltregionen sinkt der Grundwasserspiegel.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Für Flusssysteme weltweit war das vergangene Jahr eines der trockensten seit mehr als drei Jahrzehnten. Das teilte die Weltorganisation für Meteorologie der UN (WMO) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht über globale Wasserressourcen mit. Demnach sinken die Süßwasserspeicher weiter und der Gletscherschwund setzt sich fort.

Schwankungen zwischen zu viel und zu wenig Wasser

Der Wasserkreislauf auf dem Planeten sei unregelmäßiger und unvorhersehbarer geworden, berichten die Forscher. Er schwanke zwischen zu wenig und zu viel Wasser. In den vergangenen sieben Jahren habe es so wenige Flüsse mit normalem Wasserstand gegeben wie seit 1991 nicht mehr. In gut 36 Prozent der weltweiten Einzugsgebiete lagen die Abflussmengen demnach niedriger als normal.

Wasserspeicher der Welt gehen seit 2010 zurück

Die sogenannten terrestrischen Wasserspeicher – die Gesamtmenge von Grundwasser, Seen und Flüssen, Feuchtigkeit in Böden und Vegetation sowie Eis und Schnee – gehen laut dem Bericht seit Mitte der 2010er-Jahre zurück.

Zum vierten Mal in Folge hätten alle großen Gletscherregionen der Erde an Eismasse eingebüßt. In den drei Jahren von 2023 bis 2025 verloren die Gletscher insgesamt 1,4 Billionen Tonnen Wasser; das entspricht einem Drittel des weltweiten Gesamtverbrauchs von Süßwasser.

Veränderter Grundwasserspiegel in Europa

Beim Grundwasserspiegel waren Zentral- und Osteuropa 2025 besonders betroffen: Kaum anderswo sei das Defizit gegenüber dem Zeitraum 2014 bis 2024 so groß gewesen, berichtet die WMO. Im Großteil Nordeuropas lag der Grundwasserspiegel demnach dagegen über dem langfristigen Niveau. 

Fast zwei Drittel des weltweit überwachten Quellwassers wies demnach 2025 Werte auf, die außerhalb der historischen Norm lagen. Das sich verstärkende Wetterphänomen El Niño werde in einigen Gebieten das Dürrerisiko erhöhen, in anderen hingegen die Hochwassergefahr.

WMO: "Wir zehren Sparkonto auf"

WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo sagte, die trägeren Teile des globalen Wasserkreislaufs wie Grundwasser, Gletscher und Schneedecken dienten als Puffer gegen einzelne Dürrejahre. "Wir zehren dieses Sparkonto auf", sagte Saulo. Fast zwei Drittel der überwachten Brunnen weltweit hätten 2025 Zustände außerhalb der historischen Norm aufgewiesen. Die Bilanz verschiebe sich "weiter in Richtung Defizit, nicht in Richtung Erholung".

Für den Wasserbericht betrachtete die WMO Beobachtungen und Messungen über fünf Jahre bis Ende 2025. Die Wassertiefstände unter anderem im Rhein und in der Donau im heißen Sommer 2026 sind darin also noch nicht berücksichtigt. 

Besonders starker El Niño erwartet

Für dieses und das kommende Jahr kündigt sich das natürliche Wetterphänomen El Niño mit besonderer Stärke an. Es beeinflusst Wind- und Wasserkreisläufe und kann je nach Weltregion einerseits für besonders starke Dürren und andererseits für schwere Überschwemmungen sorgen.

Mindestens die Hälfte aller registrierten wasserbedingten Extremereignisse in den zurückliegenden fünf Jahren ereigneten sich laut WMO in Asien und Afrika. Mehr als 80 Prozent der damit verbundenen und gemeldeten Todesfälle entfielen demnach auf die beiden bevölkerungsreichsten Kontinente der Erde.

Mit Informationen von KNA, dpa und epd

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