Die Tunnelbohrmaschine für die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München soll einen Namen bekommen. Die Deutsche Bahn startet dafür einen Wettbewerb. BR24-User haben bereits Vorschläge.
Deutsche Bahn sucht weiblichen Namen
Gesucht werden Namen mit Bezug zu München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur. In dem Namenswettbewerb sind auch "kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung" möglich, heißt es von der Deutschen Bahn.
Außerdem müsse der Name weiblich sein. Tunnelbohrmaschinen würden traditionell weibliche Namen tragen, erklärt die Deutsche Bahn. Die Tradition gehe auf die Heilige Barbara zurück, die als Schutzpatronin der Bergleute und Mineure gilt.
So erhielt beispielweise 1997 der Tunnelbohrer für die vierte Röhre des Elbtunnels den Namen T.R.U.D.E., was ein Akronym "Tief runter unter die Elbe" war. In Berlin schaffte die Tunnelbohrmaschine "Bärlinde" die erste Röhre für die U-Bahnlinie 5.
Tunnelbohrmaschine knapp 180 Meter lang
Mitte September wird die Tunnelbohrmaschine den rund drei Kilometer langen Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof erschaffen. Die Maschine ist rund 178 Meter lang, wiegt etwa 700 Tonnen und wurde speziell für die Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund entwickelt.
Abstimmung über Namensvorschläge
Bis 30. Juni können online Namensvorschläge eingereicht werden [externer Link]. Im Juli startet das Online-Voting. Die Person oder Gruppe, die den ausgewählten Namen vorgeschlagen hat, erhält dann eine exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine am Tunnelportal West – beim "Tag der offenen Baustelle", am 12. und 13. September.
Interesse an 2. Stammstrecke groß
Das Interesse an den Bauarbeiten für die 2. Stammstrecke sei so groß, dass die Bahn neben Führungen auch auf anderen Wege versuchen wolle, die Bevölkerung mit einzubinden, heißt es. Sollte der Namenswettbewerb für die erste Tunnelbohrmaschine eine hohe Beteiligung verzeichnen, zieht die Deutsche Bahn auch in Erwägung, Namen für weitere Bohrer auf diesem Weg zu finden.
Vorschläge von BR24-Usern
Auch BR24-Nutzer zeigen sich in den Kommentaren zu Beiträgen über die Tunnelbohrmaschine zum Teil beeindruckt und loben die Ingenieursleistung des Vorhabens.
Andere Nutzer kritisieren die immer weiter steigenden Kosten für den Bau der 2. Stammstrecke, sowie die lange Bauzeit. Zudem haben Userinnen und User bereits damit begonnen, unter den Kommentaren des BR24-"Vor Ort"-Beitrags zur Tunnelbohrmaschine Namens-Vorschläge zu posten: wie zum Beispiel "Traudl", was für "Tief runter abwärts unter die Landeshauptstadt" stehen soll.
Die Bahn hatte bereits im Mai angekündigt, für den Tunnelbohrer einen Namen zu suchen.
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