Christian Würtz wird am Sonntag in sein neues Amt als Bischof von Eichstätt eingeführt.
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Amtseinführung von Christian Würtz als Bischof von Eichstätt

Amtseinführung von Christian Würtz als Bischof von Eichstätt

Christian Würtz wird am Sonntag als Bischof von Eichstätt eingeführt. Dann ist der 55-Jährige Deutschlands jüngster Diözesanbischof. Die Nachwehen des Finanzskandals im Bistum, aber auch die Reformen der Kirche werden ihn im neuen Amt beschäftigen.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Wenn Christian Würtz am Sonntag in sein neues Amt als Bischof von Eichstätt eingeführt wird, tritt der bisherige Weihbischof von Freiburg damit in die Fußstapfen des Benediktiners Gregor Maria Hanke. Dieser war 2025 aus Altersgründen vorzeitig auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden. Ein Jahr lang blieb der Bischofssitz in Eichstätt vakant.

Würtz: Jüngster Diözesanbischof Deutschlands

Christian Würtz ist der jüngste Diözesanbischof Deutschlands: Der neue Eichstätter Hirte ist 55 Jahre alt und schon länger auf Instagram aktiv. Mehr als 4.000 Follower hat er bereits. Seine Berufung aus Baden-Württemberg nach Bayern war für Würtz eine Überraschung. Am kommenden Sonntag wird er im Dom in Eichstätt empfangen: "Ich freue mich, dass der Tag der Amtseinführung jetzt da ist, dass es jetzt richtig losgeht, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mit den Menschen unterwegs zu sein, sie kennenzulernen", sagt der Neue.

Geboren wurde Christian Würtz 1971 in Karlsruhe, aufgewachsen ist er mit zwei Geschwistern, studierte erst Jura, später dann Theologie. In beiden Fächern promovierte er. Zuletzt war Christian Würtz sieben Jahre lang Weihbischof in Freiburg und leitete dort das Priesterseminar. Als Kirchenrichter entschied er beispielsweise über die Gültigkeit von Ehen und war für die Hochschulen zuständig.

Freiburger beschreiben Würzt als humorvoll und offen

Bei seiner Verabschiedung im Freiburger Ordinariat wurde deutlich: Die Menschen im Erzbistum lassen ihn nur ungern gehen. Sie schätzen seine unprätentiöse Art und er wird als offen, zugänglich und humorvoll beschrieben. Zum Abschied bekam Christian Würtz ein bayerisches Wörterbuch geschenkt, das ihm den Start in Bayern erleichtern soll und ein Puzzle vom Freiburger Münster, einer seiner Lieblingsplätze. Das Puzzle solle ihn an seine alte Heimat erinnern.

In Eichstätt warten neue Herausforderungen: Das Bistum wurde in den vergangenen Jahren von einem Finanzskandal erschüttert, der noch immer nachwirkt. "Ich höre von Leuten, die sagen, wenn es jetzt heißt, wir müssen sparen, ihr habt doch mehrere Millionen in den USA verspekuliert. Das sehen die Leute natürlich nicht ein, wenn man so unverantwortlich mit dem Geld der Kirchensteuerzahler umgeht", sagt Christian Gärtner vom Landeskomitee der Katholiken in Bayern. Er ist ehemaliger Vorsitzender des Diözesanrats in Eichstätt.

Positionierung des neuen Bischofs bei strittigen Fragen

Gespannt sind viele Gläubige in Eichstätt, wie der neue Bischof den Reformprozess in der katholischen Kirche weiter gestalten wird. Anders als sein Amtsvorgänger, der als konservativ geltende Benediktiner Gregor Maria Hanke, hat Christian Würtz den Synodalen Weg von Beginn an unterstützt. Er stimmte damals für Segensfeiern gleichgeschlechtlicher Paare, für mehr Mitsprache von Laien und setzt sich für mehr Teilhabe von Frauen ein.

"Das ist eine Frage, die uns allen als Kirche aufgegeben ist, die Rolle der Frau in der Kirche nochmal anzuschauen und zu gucken, was für ein Potenzial steckt dahinter, was noch nicht genutzt ist", sagt Christian Würtz. Und: "Die Kirche muss sich immer reformieren. Wenn wir stehen bleiben und sich gar nichts ändert, dann bringt das die Kirche auch nicht voran", so Würtz im BR-Interview. Viele erwarten mit Spannung, wie sich der neue Eichstätter Bischof in kirchenpolitisch strittigen Fragen in Zukunft positionieren wird.

BR überträgt Amtseinführung im TV

Zum Festgottesdienst am Sonntag haben sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann und der emeritierte Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke angekündigt. Im Anschluss lädt das Bistum Eichstätt zu einem "Fest der Begegnung" ein.

Der Bayerische Rundfunk überträgt den Gottesdienst zur Einführung, dem der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl vorstehen wird, live ab 13.30 Uhr im Fernsehen.

Der neue Eichstätter Bischof Christian Würtz.
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Der neue Eichstätter Bischof Christian Würtz.

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