Knapp 3.500 Menschen kamen am Samstagnachmittag zum sogenannten "Schanzenfest"
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Knapp 3.500 Menschen kamen am Samstagnachmittag zum sogenannten "Schanzenfest"
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Knapp 3.500 Menschen kamen am Samstagnachmittag zum sogenannten "Schanzenfest"

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"Aggressive Grundstimmung" beim Drachenlord-Schanzenfest

"Aggressive Grundstimmung" beim Drachenlord-Schanzenfest

3500 Menschen, ein massives Polizeiaufgebot und aggressive Stimmung: Beim „Schanzenfest“ rund um das Internet-Phänomen Drachenlord kam es in Emskirchen und Umgebung zu Angriffen auf Einsatzkräfte und Polizeipferde. Auch Böller wurden gezündet.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Das sogenannte „Schanzenfest“ hat am Samstag erneut tausende Menschen nach Emskirchen und Altschauerberg im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gelockt. In der Spitze zählte die Polizei rund 3500 Teilnehmer. Aufgerufen worden war über verschiedene Social-Media-Plattformen.

Tausende beim "Schanzenfest" in Emskirchen

Anlass ist die Internet-Community rund um Rainer Winkler, bekannt als "Drachenlord". Obwohl Winkler bereits seit Jahren nicht mehr in Altschauerberg lebt, zieht der Ort weiterhin zahlreiche Anhänger und Schaulustige an. Das diesjährige "Schanzenfest" war über soziale Medien angekündigt worden. Wegen der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, wo knapp 4.000 Menschen nach Emskirchen kamen, hatte der Markt Emskirchen erneut eine Allgemeinverfügung erlassen. Unter anderem waren Ansammlungen von mehr als acht Personen auf den Straßen untersagt.

Weniger Menschen als im vergangenen Jahr, aber aufgeheizter

Trotzdem versammelten sich ab den Mittagsstunden zahlreiche Menschen rund um einen Supermarkt in Emskirchen. Von dort aus machten sich viele zu Fuß in Richtung Altschauerberg auf. "Es ist anders als im letzten Jahr. Es sind zwar weniger Menschen da, aber die bewegen sich anders und verstreuen sich mehr. In diesem Jahr hat man das Gefühl, die Menschen kommen aus allen Ecken und Enden und das macht es auch schwieriger, darauf zu reagieren", erklärte Emskirchens Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht auf BR-Anfrage.

Eskalation am Nachmittag: Polizeipferde mit Böller beworfen

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und riegelte Altschauerberg ab, sodass die Menschenmenge nicht in den Ortsteil vordringen konnte. Trotzdem versuchten die sogenannten "Hater" und viele weitere Menschen, an der Polizei vorbei über Wälder und Wiesen zum Schanzengelände zu gelangen. Am Nachmittag eskalierte schließlich die Situation: "Man muss sagen, dass es eine sehr aggressive Grundstimmung war. Wir haben Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte, wir haben Flaschenwürfe und Böllerwürfe gegen Polizeipferde", erkläre Janine Mendel, Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken gegenüber dem BR. Auch Schlagstöcke setzte die Polizei ein. Mehrere Personen wurden im Laufe des Nachmittags festgenommen.

Zusätzlich wurden laut Polizei in den angrenzenden Waldstücken mehrfach Böller gezündet. Wegen der hohen Temperaturen bestand dadurch eine erhöhte Brandgefahr. Laut Polizei kam es zu einem kleinen Flächenbrand, der jedoch schnell wieder gelöscht werden konnte. Am späten Nachmittag löste sich das Geschehen langsam auf, viele Teilnehmende strömten wieder zurück in Richtung Emskirchen.

Phänomen "Drachenlord" startet vor zehn Jahren

Das Phänomen „Drachenlord“ begann vor rund zehn Jahren mit den YouTube-Videos von Rainer Winkler und entwickelte sich zu einer massiven Hasskampagne. Seine Adresse wurde öffentlich, woraufhin sogenannte "Hater" nach Emskirchen kamen und ab 2018 die ersten "Schanzenfeste" veranstalteten. Winkler zog sich später aus dem Internet zurück, sein ehemaliges Wohnhaus wurde abgerissen. Der Hype blieb jedoch bestehen – bis heute wird über soziale Medien zu Treffen in Emskirchen aufgerufen. Dabei zieht das Phänomen inzwischen auch eine jüngere Generation an, die teilweise kaum noch die ursprünglichen Hintergründe kennt.

Im Video: Schanzenfest ohne Drachenlord – was ist mit den Hatern los?

Drachenlord: Warum hält sich der Hasskult so lange?
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Drachenlord: Warum hält sich der Hasskult so lange?

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