Sechs Kameras, die ihr Signal live an die Polizei übermitteln, sollen das Sicherheitsgefühl der Bürger am Augsburger Hauptbahnhof erhöhen.
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Sechs Kameras, die ihr Signal live an die Polizei übermitteln, sollen das Sicherheitsgefühl der Bürger am Augsburger Hauptbahnhof erhöhen.
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Sechs Kameras, die ihr Signal live an die Polizei übermitteln, sollen das Sicherheitsgefühl der Bürger am Augsburger Hauptbahnhof erhöhen.

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Augsburger Hauptbahnhof wird videoüberwacht

Augsburger Hauptbahnhof wird videoüberwacht

Ab sofort wird der Augsburger Hauptbahnhof rund um die Uhr per Kamera beobachtet. Innenminister Herrmann (CSU) betont, das Projekt solle vor allem das Sicherheitsgefühl stärken – nicht die Überwachung im Alltag.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Der Augsburger Hauptbahnhof wird ab sofort videoüberwacht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nahm am Donnerstagvormittag sechs Kameras offiziell in Betrieb. Sie zeichnen ab sofort den Bahnhofsvorplatz rund um die Uhr auf. Vorrangiges Ziel sei es, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, sagte Herrmann.

Bilder laufen in Echtzeit zur Polizei

Nach Angaben der Polizei erfassen die Kameras ausschließlich den öffentlichen Bereich des Vorplatzes. Wohn- und Geschäftsflächen würden nicht oder nur verpixelt dargestellt. Die Aufnahmen werden live in der Einsatzzentrale der Polizei Schwaben Nord überwacht. Daten, die nicht zur Aufklärung von Straftaten benötigt werden, löscht man nach spätestens zwei Wochen. Zugriff auf die Aufnahmen habe ausschließlich die Polizei.

Kostenpunkt: 330.000 Euro

Die Technik kostet laut Michael Riederer, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, rund 330.000 Euro. Die Videoüberwachung sei Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts, das auch auf sichtbare Polizeipräsenz vor Ort setzt.

Kein Kriminalitätsschwerpunkt – aber wichtiger Knotenpunkt

Zwar gilt der Augsburger Hauptbahnhof im Vergleich zu anderen Bahnhöfen nicht als Kriminalitätsschwerpunkt. Dennoch begründet die Polizei die Maßnahme mit der zentralen Bedeutung des Bahnhofs als Verkehrsknotenpunkt und Teil der sogenannten "kritischen Infrastruktur". Innenminister Herrmann bezeichnete ihn als wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt – täglich passieren ihn rund 50.000 Reisende.

Erfahrungen aus der Innenstadt

Bereits seit 2018 wird auch der Königsplatz in Augsburg dauerhaft videoüberwacht. Nach Angaben der Polizei habe die Technik dort zur Aufklärung zahlreicher Straftaten beigetragen – unter anderem im Fall der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann vor rund sieben Jahren.

Oberhauser Bahnhof soll folgen

Eine Ausweitung der Maßnahme ist bereits geplant: Auch der Oberhauser Bahnhof soll bald mit Kameras ausgestattet werden. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte Polizeivizepräsident Riederer. Die nötigen Haushaltsmittel seien beantragt, ein konkreter Starttermin stehe aber noch nicht fest.

Bayern weiterhin Spitzenreiter bei Sicherheit

Laut Innenministerium bleibt Bayern das sicherste Bundesland Deutschlands. In der aktuellen Kriminalstatistik rangiert Augsburg nach München und Nürnberg auf Platz drei der sichersten deutschen Städte.

Im Audio: Augsburger Hauptbahnhof wird videoüberwacht

Der Hauptbahnhof Augsburg ist der älteste noch in Betrieb befindliche Bahnhofskomplex in Deutschland.
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