Senner und Sennerin mit Kälbern auf der Alm ("Morgenritual" aus der Ausstellung Bergbauern erleben)
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Senner und Sennerin mit Kälbern auf der Alm ("Morgenritual" aus der Ausstellung Bergbauern erleben)
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Senner und Sennerin mit Kälbern auf der Alm ("Morgenritual" aus der Ausstellung Bergbauern erleben)

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Ausstellung im Deutschen Museum zeigt das Leben der Bergbauern

Ausstellung im Deutschen Museum zeigt das Leben der Bergbauern

"Bergbauern erleben" heißt eine landwirtschaftliche Sonderausstellung, die im Deutsche Museum in München bis zum 31. Mai läuft. Zu sehen sind Arbeiten von dem Fotografen und Filmemacher Klaus Maria Einwanger, der Bergbauern begleitet hat.

Über dieses Thema berichtet: Bergauf-Bergab am .

Bergbauern spielen eine große Rolle für die alpine Kulturlandschaft Bayerns. Haben sie doch eine ganz eigene, herausfordernde Wirtschaftsform und nicht selten Probleme, diese an die nächste Generation weiterzugeben. Die Sonderausstellung "Bergbauern erleben" im Deutschen Museum (externer Link) in München gibt bis zum 31. Mai Einblick in dieses Leben auf den Almen und Alpen.

Biodiversität, Landschaftsbild und regionale Identität

Im Mittelpunkt stehen fotografische und filmische Arbeiten von Klaus Maria Einwanger. Die Bilder, so das Museum in seiner Pressemitteilung, machten sichtbar, wie Bergbauernfamilien ihre Höfe führen und welche Rolle die Bewirtschaftung der alpinen Flächen für Biodiversität, Landschaftsbild und regionale Identität spielt. Zugleich werde deutlich, unter welchem ökologischen und wirtschaftlichen Druck diese Form der Landwirtschaft stehe.

Der oberbayerische Fotograf Einwanger hat, laut Museum, über mehrere Jahre hinweg Familien begleitet und ihren Alltag dokumentiert. Entstanden seien Bilder, die Nähe schaffen und einen differenzierten Blick auf eine oft unterschätzte Lebensrealität ermöglichen.

2.100 Betriebe kümmern sich in Bayern um Bergkäse und andere Produkte

Geprägt sei die Berglandwirtschaft von steilen Hängen, kurzen Vegetationszeiten und viel Handarbeit. Heute sind es rund 2.100 Betriebe, die Produkte wie Bergkäse oder Sennalpkäse erzeugen, wie das bayerische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Die besondere Kultur- und Naturlandschaft in den Alpen und Voralpen sei durch harte Arbeit der Bergbauern geschaffen, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) - "immer im Spannungsfeld von mühseliger Arbeit im Einklang mit der Natur, moderner Technik und traditionellen Arbeitsweisen".

Vier Akademien für Alm- und Alpwirtschaft sorgen für die Ausbildung in Bayern

Damit die Berglandwirtschaft wirtschaftlich tragfähig bleibt, wird sie laut Kaniber durch die Staatsregierung unterstützt: 2025 seien rund 33 Millionen Euro Fördermittel geflossen. Zudem ermöglichen die vier Akademien für Alm- und Alpwirtschaft Hofnachfolgern aus kleinstrukturierten Bergbauernbetrieben eine Zweitausbildung zum Landwirt.

Mit Informationen von epd

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