Bauarbeiter montieren Gleisanlagen im Bahnhofsbereich auf der Bahnstrecke nach Schwerin. Nach Verzögerungen bei der Sanierung soll die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am 14.06.2026 wieder vollständig in Betrieb gehen.
Bauarbeiter montieren Gleisanlagen im Bahnhofsbereich auf der Bahnstrecke nach Schwerin. Nach Verzögerungen bei der Sanierung soll die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am 14.06.2026 wieder vollständig in Betrieb gehen.
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Streckensanierung Hamburg-Berlin
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Bahn drosselt Tempo bei Sanierung des Schienennetzes

Bahn drosselt Tempo bei Sanierung des Schienennetzes

In den nächsten Jahren soll es bei der Deutschen Bahn deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen geben. Ein Ziel unter anderem: mehr Verlässlichkeit im Zugverkehr. Kosten dürften aber auch eine Rolle spielen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lang andauernde Streckensperrungen wegen großer Sanierungen bei der Deutschen Bahn geben. Statt der bisher geplanten 21 Korridorsanierungen sollen bis 2031 nur 13 umgesetzt werden. Dies teilten das Bundesverkehrsministerium und der Staatskonzern mit.

"Die Idee der Korridorsanierungen ist richtig", sagte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). "In der Vergangenheit hat die Umsetzung jedoch zu oft nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht." Deshalb ziehe man jetzt Konsequenzen. Künftig müsse der Bahnbetrieb nach Sanierungen spürbar verlässlicher und pünktlicher werden.

Bahnchefin: "Sanierungen effizienter umsetzen"

Bilger kritisierte die bisherige Bilanz insbesondere mit Blick auf die laufende Sanierung der Strecke Hannover–Berlin. Die zentrale Ost-West-Verbindung ist dafür 14 Monate komplett gesperrt, während Umleitungen die Fahrzeit um 80 Minuten verlängern.

Bahnchefin Evelyn Palla erklärte, man habe aus den ersten Sanierungen gelernt. "Wir wollen die Sanierungen effizienter umsetzen und vor allem die Belastungen für unsere Kundinnen und Kunden während der Bauarbeiten so gering wie möglich halten." Das Netz müsse zwar dringend erneuert werden, entscheidend sei aber die Art des Bauens.

Bessere Vorbereitung von Umleitungsstrecken

Kern der neuen Strategie ist ein Fünf-Punkte-Plan. Dieser sieht unter anderem ein besseres Vorbereiten von Umleitungsstrecken und eine schrittweise Inbetriebnahme der sanierten Korridore vor. Zudem soll das digitale europäische Zugsicherheitssystem ETCS zum neuen Standard werden. Bei jeder Sanierung soll die Technik künftig vorbereitet und ab Anfang der 2030er-Jahre direkt verbaut werden.

Nach aktualisierter Planung werden im kommenden Jahr neben Hannover–Berlin auch die Strecken Rosenheim–Salzburg und Fulda–Hanau saniert. 2028 steht unter anderem die Verbindung Köln–Koblenz an.

Heftige Kritik von den Grünen

Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel kritisierte die Pläne scharf. Das neue Konzept diene vor allem der Entlastung des Bundeshaushalts, die Koalition investiere zu wenig in die Schiene. Verschobene Sanierungen führten langfristig zu insgesamt längeren baubedingten Sperrungen.

Das Konzept der Korridorsanierungen stammt von Ex-Bahnchef Richard Lutz und Ex-Verkehrsminister Volker Wissing. Ursprünglich sollten über 40 Korridore bis 2030 saniert werden.

Mit Informationen von AFP und Reuters

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