Für die einen sind es Sammelobjekte, andere finden die alte Währung beim Aufräumen, Entrümpeln oder bei Wohnungsauflösungen. Auch wenn die D-Mark seit 24 Jahren Geschichte ist, sind noch 12,1 Milliarden Mark im Umlauf. Die Bundesbank tauscht die alte Währung in ihren Filialen nach wie vor kostenfrei um.
Bayern hat beim Umtausch die Nase vorn
Oft tauchen die ausgedienten Scheine und Münzen zufällig auf: zum Beispiel bei Erbschaften oder dem Kauf alter Häuser. Auch aus nostalgischen Gründen wird die alte Währung aufbewahrt. Und doch wird die D-Mark seit Jahren bei den Filialen der Bundesbank eingetauscht, in denen das kostenfrei möglich ist: Deutschlandweit wurden vergangenes Jahr knapp 53,1 Millionen D-Mark im Gegenwert von gut 27 Millionen Euro umgetauscht.
Im Freistaat wurde vergleichsweise am meisten gewechselt: Die Bayern brachten 9,63 Millionen Mark zur Bank und erhielten dafür 4,92 Millionen Euro.
Bundesbank: Ein Teil des Geldes wird nie auftauchen
Theoretisch kann der Umtausch der alten Währung noch viele Jahre weitergehen. Denn aktuell sind noch gut 162 Millionen Banknoten und 23 Milliarden Münzen im Wert von 12,1 Milliarden Euro im Umlauf – unter anderem 9,6 Milliarden Pfennig-Münzen und 71 Millionen 10-D-Mark-Scheine.
Die Bundesbank geht davon aus, dass ein Teil der alten Scheine und Münzen nie mehr auftauchen wird – entweder, weil Sammler sich Bestände gesichert haben, oder weil Fans der einst als starken Währung geschätzten D-Mark Scheine und Münzen ins Ausland geschafft haben.
Umtausch weiter unbegrenzt möglich – zum festen Wechselkurs
Wer noch alte Scheine oder Münzen findet und sie umtauschen möchte, kann dies kostenlos bei allen 31 Filialen der Bundesbank machen. Der Wechselkurs wurde mit der Euro-Einführung festgeschrieben: Für 1,95583 D-Mark bekommt man einen Euro.
Deutschland ist eins von sieben Ländern im Euroraum, in denen der Umtausch sowohl von Scheinen als auch Münzen der alten nationalen Währung in Euro zeitlich unbegrenzt möglich ist. Ebenso handhaben das Österreich, Irland, die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie der Euro-Neuzugang Bulgarien. Banknoten der abgelösten nationalen Währungen, aber keine Münzen, kann man zudem unbefristet in Belgien, Kroatien, Luxemburg, Slowenien und der Slowakei in Euro umtauschen. In den übrigen neun Eurostaaten tauschen die Zentralbanken Alt-Währungen nicht mehr um.
- Hinweise der Bundesbank zum Umtausch von D-Mark in Euro (externer Link)
- Bayerische Filialen der Deutschen Bundesbank (externer Link)
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