Ein Taucher wird im Starnberger See vermisst. Wie die Polizei berichtet, war der 63-Jährige am Samstagvormittag in einer Dreiergruppe an der "Allmannshauser Steilwand" bei Berg (Landkreis Starnberg) getaucht und nach einer halben Stunde nicht mehr gesehen worden.
Mittaucher: Nur bemerkt, wie sich Taschenlampe entfernte
Es folgte eine großangelegte Suche mit Wasserwacht, DLRG, Rettungs- und Polizeihubschrauber sowie Unterwasserdrohnen. Zum Einsatz kamen auch Rettungstaucher und Sonargeräte – jedoch brachte alles keinen Erfolg. Der Mann konnte nicht gefunden werden. Am Samstagnachmittag wurde die Suche deshalb abgebrochen, wie die Kreiswasserwacht Starnberg mitteilte.
Die Begleiter des vermissten Tauchers berichteten, sie hätten plötzlich bemerkt, wie sich der Schein der Taschenlampe des 63-Jährigen entfernte. Daraufhin seien sie zunächst hinterhergetaucht, dann jedoch zur Oberfläche aufgestiegen in der Hoffnung, die Lampe sei lediglich verloren gegangen. Als der Tauchpartner nicht oben ankam, setzten sie einen Notruf ab.
"Allmannshauser Steilwand": Beliebtes Tauchrevier mit großen Tiefen
Die "Allmannshauser Steilwand" am Ostufer des Starnberger Sees ist überregional als Tauchrevier bekannt. Tausende Taucher kommen jährlich dorthin, um etwa in den Felsspalten Fische zu beobachten. Die Unterwasserwand reicht mehr als 70 Meter in die Tiefe, an einer Stelle sogar bis 85 Meter. Das Tauchen mit normalen Pressluftflaschen ist bis maximal 40 Meter erlaubt.
Die "Allmannshauser Steilwand" gilt als anspruchsvoll, sie ist kein Tauchgebiet für Anfänger. In der Vergangenheit kam es dort immer wieder zu tödlichen Tauchunfällen.
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