In München beginnt heute das größte Volksfest der Welt. Am Mittag wird angezapft auf der "Wiesn", wie das Oktoberfest bei den Einheimischen meist genannt wird. Bis 4. Oktober wird dann mitten in der Stadt gefeiert. An die sieben Millionen Besucher werden erwartet – gut ein Fünftel davon aus dem Ausland.
Stopp am Erinnerungsort des Wiesn-Attentats
Um neun Uhr wird das Festgelände geöffnet. Am späten Vormittag folgt der Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände – bei bestem Wetter, wie es aussieht. In einer der Kutschen wird Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sitzen. Am Eingang will er aber kurz aussteigen – am Erinnerungsort für die Opfer des Wiesn-Attentats von 1980.
Anzapf-Premiere nach Training
Danach wird er im Schottenhamel Zelt erstmals das Oktoberfest eröffnen und um zwölf Uhr das "Ozapft is" verkünden. Für das Anzapfen hat er sich zwei bis drei Schläge vorgenommen und dafür extra noch einmal trainiert. Schließlich ist es seine Premiere in der neuen Funktion. Krause ist erst seit Mai im Amt.
Die erste Maß bekommt traditionell der Ministerpräsident, Markus Söder (CSU), und dann darf das Bier auch in den anderen Zelten 16 Tage lang fließen. Der Liter kostet mittlerweile bis zu 15,90 Euro. Gratis gibt es dagegen das Trinkwasser an zehn Zapfstellen im Freien. Frei ist auch der Eintritt auf das Festgelände.
Hightech und Nostalgie
Dort stehen 14 große Festhallen, zahlreiche kleinere Zelte, etwa 180 Standl und Buden sowie fast 250 Schaustellerbetriebe – darunter auch neue HighTech-Fahrgeschäfte. Drei weitere große Zelte und Fahrgeschäfte von "anno dazumal" findet man auf der "Oidn Wiesn". In dem eigens festgelegten nostalgischen Bereich gibt es auch nostalgische Preise. 1,50 Euro kostet ein Fahrticket.
Eingangskontrollen und Drohnenabwehr
Erneut sind 600 Polizisten allein auf dem Festgelände im Einsatz. Wie auch bei anderen Großveranstaltungen spricht die Polizei von einer "abstrakt hohen Gefährdungssituation". Es gibt auch ein Konzept zur Drohnenabwehr. Details dazu werden aber nicht genannt.
Für die Sicherheit sorgen auch die Security in den Zelten und bis zu 1.600 Ordner der Stadt. An den Eingängen auf das umzäunte Oktoberfestgelände wird kontrolliert. Dabei werden auch Handsonden verwendet. Messer, Glasflaschen, Messer und große Taschen zum Beispiel darf man nicht mitnehmen.
Mehr Kameras gegen Überfüllung
Probleme mit Überfüllung wie im vergangenen Jahr soll es nicht mehr geben. Die Stadt hat das Sicherheitskonzept überarbeitet und zum Beispiel flächendeckend auf dem ganzen Gelände Kameras verteilt – zusätzlich zu den Kameras der Polizei. Die Bilder laufen in der neuen Sicherheitszentrale ein, und mit künstlicher Intelligenz werden dann sogenannte "Heat Maps" entstehen. Auf diesen soll man sehen, wo sich immer mehr Menschen ansammeln, damit man rechtzeitig eingreifen kann. Bei der Einschätzung unterstützen auch sogenannte "Crowdspotter".
Im Audio: Freudiges Warten auf die erste Maß
Start 190. Münchner Oktoberfest
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!

