Der Schriftzug "#BIOFACH" vor dem Nürnberger Messezentrum
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Die Biofach in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte. Sie zieht Fachbesucher aus aller Welt an.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Vogl
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Die Biofach in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte. Sie zieht Fachbesucher aus aller Welt an.

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Biofach-Besucher fahren im Shuttle durch den Warnstreik

Biofach-Besucher fahren im Shuttle durch den Warnstreik

Zur Biofach im Nürnberger Messezentrum reisen Fachbesucher aus aller Welt an. Der Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr hätte eine Katastrophe für die Weltleitmesse für Bioprodukte sein können. Deswegen hat die Messegesellschaft schnell reagiert.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Der zweite Tag der Biofach ist normalerweise einer der besucherstärksten Tage der Weltleitmesse für Bioprodukte. Und normalerweise ist auch die Anreise zum Messezentrum kein Problem: Vom Nürnberger Flughafen oder dem Hauptbahnhof geht es in wenigen Minuten mit der U-Bahn direkt vor den Haupteingang.

Warnstreik im Nahverkehr als Beinahe-Katastrophe für Messebesucher

Nicht so während des Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Nur alle 30 Minuten starten die Ersatzbusse vom Hauptbahnhof, die sich entlang der Nachtlinien durch Nürnberg schlängeln. Ein Taxi zu ergattern kann zur Glückssache werden. Kaum fährt eines der gelben Autos vor dem Hauptbahnhof vor, steigt bereits ein Fahrgast ein.

Shuttlebusse schlagen dem Warnstreik ein Schnippchen

Deswegen hat die Nürnberger Messegesellschaft einen eigenen Shuttleservice für die Besucher der Biofach eingerichtet. Insgesamt 20 Kleinbusse fahren im Zehn-Minuten-Takt vom Flughafen und dem Hauptbahnhof zum Messezentrum, in dem die Biofach stattfindet. Vor allem am Hauptbahnhof sei die Nachfrage nach den Shuttles groß gewesen, sagte ein Sprecher der Messe dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage. Teilweise im Minutentakt seien ganze Gruppen von Messebesuchern zum Busbahnhof gelotst worden. Auf der Messe-Website [externer Link] gibt es zusätzliche Anreiseinformationen rund um den Warnstreik bei Bussen und Bahnen.

Große Einschränkungen vor allem für Pendler

Auch abseits der Messe machte sich der Streik bemerkbar. Pendler und andere Menschen, die auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen waren, hatten es zum Teil schwer. Ohne U-Bahnen und Straßenbahnen blieb nur, zur nächsten Bushaltestelle zu laufen und wenn nötig am Hauptbahnhof bis zu eine halbe Stunde auf den nächsten Nightliner zu warten. Wer konnte, stieg bereits am frühen Morgen auf das eigene Auto um. Entsprechend voll waren die Straßen in Nürnberg. Mit dem Rad oder einem E-Scooter auf die Arbeit oder nach Hause zu fahren, war bei Dauerregen in Nürnberg nur für wenige eine Alternative.

Nürnberger zeigen Verständnis und reagieren gelassen

Trotz der persönlichen Erschwernisse zeigen viele Menschen in Nürnberg Verständnis für den Warnstreik der Beschäftigten im ÖPNV. Und die meisten reagieren auch gelassen darauf, dass der Weg zur Arbeitstätte an so einem Tag deutlich länger dauert. Vereinzelt wird allerdings auch moniert, dass dies nun bereits der zweite Warnstreik in kurzer Zeit sei.

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