(Symbolbild) Ein Rosenbogen in einem Kleingarten in Augsburg-Herrenbach
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(Symbolbild) Schön und ökologisch wertvoll – Kleingärten werben mit ihrem Nutzen für Artenvielfalt und Stadtklima.
Bildrechte: Hermann Scholz/BR
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(Symbolbild) Schön und ökologisch wertvoll – Kleingärten werben mit ihrem Nutzen für Artenvielfalt und Stadtklima.

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Bundeswettbewerb: Augsburger Kleingärtner wollen Goldmedaille

Bundeswettbewerb: Augsburger Kleingärtner wollen Goldmedaille

Bayerns schönsten Kleingarten darf sich die Anlage in Augsburg-Herrenbach schon nennen: Sie hat im vergangenen Jahr den Landeswettbewerb gewonnen. Nun greift sie nach Gold im Bundeswettbewerb – und stellt ihren Nutzen für die Stadt heraus.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Der Garten von Hedwig Oproiu ist ein Blumenparadies: Überall blühen Mohn, Eisenhut, Sonnenhut, Rosen, Geranien. Besonders liebt sie Dahlien – 33 verschiedene Sorten wachsen bei ihr. Aber dieses Jahr, sagt sie, war extrem – auch ihr Garten leidet unter der Hitze. Aber sie hat auch ein paar Tipps. Die Topfpflanzen hat sie in den Schatten unter den Tisch gestellt, damit die nicht so schnell austrocknen.

Und viele ihrer Blumen verbreiten sich von selbst, diese Arten gedeihen an Standorten, an denen sie sich wohlfühlen, deshalb sind sie robuster – und müssen auch nicht so oft gegossen werden. Hedwig Oproiu sagt: "Je mehr man gießt, umso mehr muss man gießen" – wer Pflanzen also von vornherein an Trockenheit gewöhnt, macht sie pflegeleichter.

Ökologie als Trumpf im Bundeswettbewerb

Hedwig Oproius Garten ist einer von 283 der Anlage Augsburg-Herrenbach. Die Herrenbacher waren vergangenes Jahr bayerischer Landessieger im Wettbewerb der Kleingärten, heuer nehmen sie am Bundeswettbewerb teil – sozusagen die deutsche Meisterschaft der Kleingärten.

Wer gewinnen will, muss natürlich ein guter Gartler sein, aber auch bürgerschaftliches Engagement nachweisen, muss vorführen, wie er Kindern die Zusammenhänge im Garten näherbringt, und – vor allem: Er muss nachweisen, dass die Anlage die Ökologie ernst nimmt.

Claus Köhlers Garten ist da ein Musterbeispiel. Bei Köhler darf in gewissem Rahmen wachsen, was die Natur wachsen lassen will. Sein Stolz ist ein hundert Jahre alter Apfelbaum, in dem sogar die schöne Schwarze Holzbiene nistet. Wie man den pflegt? Köhler empfiehlt, alles abzuernten, keine Mumien, also vertrocknete oder verdorbene Früchte, hängen zu lassen – denn in denen halten sich Schädlinge.

Kleingärten als Klimaanlage der Stadt

Am Sonntag hat eine Jury des Bundeskleingartenwettbewerbs die Augsburger Anlage begutachtet. Thomas Kleinworth, Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes, betonte dabei, wie wichtig die Gartenparzellen fürs Stadtklima sind: Bäume im Garten kühlen die Luft, die ganze Anlage sorgt durch Verdunstung und Schatten für ein besseres Klima.

Und: Städte sind mittlerweile Inseln der Artenvielfalt. Allein in der Herrenbacher Anlage leben laut einer Zählung der Stadt Augsburg 20 verschiedene Vogelarten – für viele Tierarten sind Gärten mittlerweile überlebenswichtig.

Ob die Augsburger die Meisterschaft erreichen, entscheidet sich im Herbst. Dann werden in Berlin die Sieger des Bundeskleingartenwettbewerbs bekannt gegeben.

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