Zwei Polizisten durchsuchen ein Auto.
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Im Raum Passau läuft aktuell eine länderübergreifende Schwerpunktaktion im Kampf gegen Drogenkriminalität.
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
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Im Raum Passau läuft aktuell eine länderübergreifende Schwerpunktaktion im Kampf gegen Drogenkriminalität.

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Drogenschmuggel: Internationale Kontrollstelle an A3 bei Passau

Drogenschmuggel: Internationale Kontrollstelle an A3 bei Passau

Die Passauer Grenzpolizei führt in diesen Tagen verstärkt Kontrollen durch. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Drogenschmuggel. Die niederbayerischen Beamten werden von Kollegen aus anderen Ländern unterstützt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

A3 bei Passau. Ein Zivilfahrzeug der Polizei lotst einen dunklen Pkw von der Autobahn in eine Halle nahe einer Ausfahrt. Hier: Kontrollen im Minutentakt. "Sie sprechen Deutsch? Bitte die Ausweise!", fordert der Polizist die beiden rumänischen Frauen im Fahrzeug auf. "Haben Sie Verbotenes im Auto?" - "Nein". Der Polizist nimmt das Fahrzeug trotzdem sehr genau unter die Lupe. Was hier nicht ganz einfach ist: Der schwarze Pkw ist bis unters Autodach voll mit Urlaubsgepäck.

Haschisch, Amphetamine, Crystal Meth

Die Aufdeckung von Rauschgiftschmuggel ist das tägliche Geschäft der Passauer Grenzpolizisten. Die Kollegen und Kolleginnen berichten von größeren Haschischfunden, von Amphetaminen oder Crystal Meth, das in den vergangenen Wochen bei Fahrzeugkontrollen zum Vorschein kam.

Laut Bayerischem Innenministerium verzeichnete die Bayerische Grenzpolizei im vergangenen Jahr an allen Landes- und Luftgrenzen etwa 2.100 Fälle im Bereich der Rauschgiftkriminalität. 2024 waren es knapp 2.300 Fälle.

Aufspüren von Verstecken

Inzwischen ist der zunächst vollgepackte rumänische Pkw komplett ausgeräumt. Der junge Grenzpolizist leuchtet in jede Ritze des schwarzen Fahrzeugs. Ein belgischer Kollege kontrolliert mit. Vor Ort sind auch Spezialisten aus Österreich, der Schweiz und Rumänien.

Lisa Gibis, Sprecherin im Polizeipräsidium Niederbayern: "Jeder macht unterschiedliche Erfahrungen, was Schmuggelverstecke angeht. Und diese Erfahrungen wollen wir austauschen." Schweizer Ermittler sind beispielsweise Profis, was nicht erlaubte Hohlräume in Fahrzeugen betrifft. Alex von einer Schweizer Zolleinheit: "Die meisten von uns sind Mechatroniker. Wir zerlegen die Autos, das ist unser Steckenpferd. Wir sind echte Schrauber". Andererseits gelten Österreicher als ausgewiesene Experten im Erkennen gefälschter Dokumente.

Veränderte Schmuggelrouten

Den Drogenschmuggel international zu bekämpfen, werde immer wichtiger, sagt Kai Kreilinger von der Grenzpolizei Passau. "Wir haben in Europa eine Kokainschwemme mit veränderten Routen. Früher von Holland aus in den Osten Europas, jetzt immer öfter aus Spanien oder Frankreich. Da versucht man in der Schweiz, Österreich und bei uns, der Schmuggler habhaft zu werden."

Der rumänische Pkw hatte nichts Illegales transportiert. Insgesamt gab es bei der laufenden Schwerpunktkontrolle bisher keine größeren Drogenfunde.

Allerdings war die internationale Kontrollgruppe anderweitig erfolgreich. Zum Beispiel wurden zwei gestohlene Autos und über 80.000 Euro Bargeld mit Verdacht auf Geldwäsche sichergestellt. Am Dienstag, 8. September, kam es zu insgesamt 25 Strafanzeigen.

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