Zwei Männer öffnen eine Transportbox an einem Weiher. Der gesund gepflegte Schwan breitet die Flügel aus und fliegt Richtung Wasser
Zwei Männer öffnen eine Transportbox an einem Weiher. Der gesund gepflegte Schwan breitet die Flügel aus und fliegt Richtung Wasser
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Sandro Suess von "Duck Shelter" und René Friedrich von der Tierrettung Erlangen lassen einen gesund gepflegten Schwan frei.
Bildrechte: Christine Weirauch
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Sandro Suess von "Duck Shelter" und René Friedrich von der Tierrettung Erlangen lassen einen gesund gepflegten Schwan frei.

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"Duck Shelter" – Rettung für verletzte Wasservögel

"Duck Shelter" – Rettung für verletzte Wasservögel

Küken stecken im Gully fest und ein Schwan hat sich am Flügel verletzt. Im Großraum Nürnberg kommt die Tierrettung zusammen mit der Polizei zum Einsatz. Gesund gepflegt und aufgezogen werden die Tiere in der Auffangstation "Duck Shelter".

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Ob es für Bombi gut ausgeht, wird sich in den nächsten Minuten zeigen. Sandro Suess ist von der Auffangstation "Duck Shelter" (auf Deutsch: Entenschutz) über 50 Kilometer zu einem Weiher im mittelfränkischen Aischgrund gefahren und hat einen 15 Kilogramm schweren Schwan in einer Transportbox im Kofferraum. Vor zwei Monaten hat die neunjährige Juna das verletzte Tier entdeckt und mit ihrer Mama die Tierrettung angerufen. Jetzt darf die Drittklässlerin mit ihrer Grundschulklasse zuschauen, wie Bombi zurück in die Freiheit kommt.

400 Einsätze für die Entenretter im Jahr

Der Schwan war schwer am Flügel verletzt und hat geblutet. Ohne tierärztliche Behandlung wäre der Wildvogel wahrscheinlich gestorben. Die Kosten für die Behandlung und das Gesundpflegen hat Duck-Shelter übernommen, ein Verein, der sich um verletzte und verwaiste Wasservögel kümmert.

Aufmerksame Bürger verständigen meist die Polizei, wenn sie ein verletztes Wildtier sehen. Dann wird die Tierrettung verständigt und Sandro Suess und seine Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um die Tiere. Über 400 Einsätze hat das Team im Jahr.

Plastik im Schnabel oder im Gully festgesteckt

Im Frühsommer sind es oft verwaiste Entenküken, die im Gully oder der Kanalisation gefunden werden. Gerade hat Sandro Suess in seiner Auffangstation 20 kleine Stockenten und fünf Höckerschwäne. Drei Pekingentenküken sind im Stall nebendran. Sie wurden ausgesetzt und Sandro Suess zieht sie groß. Im städtischen Raum haben die Tiere oft mit Plastik zu kämpfen, das sich im Schnabel verkeilt.

In der Regelsmühle bei Alfeld im Nürnberger Land dürfen die verwaisten und verletzten Tiere groß und gesund werden. Sandro Suess ist auf dem Hof mit Stockenten aufgewachsen, die im Bach schwimmen. Mit viel Engagement und privatem Geld hat der 35-Jährige auf seinem Grundstück ein Paradies für Wasservögel geschaffen, mit einem großen Teich zum Tauchen und Gründeln sowie einem hohen Zaun, um Fressfeinde abzuhalten.

Mit zwei Pekingenten ging alles los

Angefangen hat alles mit zwei Pekingenten, die sich Sandro Suess vor Jahren gekauft hat. Dann haben Bekannte die erste verletzte Stockente gebracht und so entstand "Duck Shelter", eine Auffangstation und ein Verein mit über 100 Mitgliedern. Die Kosten für Tierarzt und Nahrung für die Tiere werden über Spenden finanziert, im Einsatz sind die Mitglieder ehrenamtlich.

Ein Happy End für den Schwan

Sandra Suess öffnet den Reißverschluss der Transportbox am Weiher im Aischgrund und stupst den Schwan an. Schnell richtet er sich auf, schlägt die Flügel auf und innerhalb von Sekunden ist er meterweit im Wasser.

Die neunjährige Juna und ihre Mitschüler sind begeistert. Bombi ist gesund und kann seinen geheilten Flügel problemlos einsetzen. Sandro Suess holt seine Kamera mit Teleobjektiv heraus und macht Fotos. Heute gab es ein Happy End und dafür arbeitet "Duck Shelter".

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