Ehealige SS-Kommandantur und heutige Verwaltung mit Bildungszentrum und Museumscafé im Hintergrund
Ehealige SS-Kommandantur und heutige Verwaltung mit Bildungszentrum und Museumscafé im Hintergrund
Bild
Unbekannte sind in das Bildungszentrum und Museumscafé (Hintergrund) der Gedenkstätte eingebrochen.
Bildrechte: BR/Margit Ringer
Schlagwörter
Bildrechte: BR/Margit Ringer
Audiobeitrag

Unbekannte sind in das Bildungszentrum und Museumscafé (Hintergrund) der Gedenkstätte eingebrochen.

Audiobeitrag
>

Einbrecher in KZ-Gedenkstätte – Teil einer ganzen Serie?

Einbrecher in KZ-Gedenkstätte – Teil einer ganzen Serie?

Unbekannte sind in das Bildungszentrum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eingebrochen. Die Folge: Tausende Euro Schaden. Ebenfalls am Wochenende hat es in der näheren Umgebung vier weitere Einbrüche gegeben. Die Polizei prüft einen Zusammenhang.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Unbekannte sind zwischen Samstagmittag und Montagfrüh in das Bildungszentrum und das inklusive Café der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eingebrochen. Wie die Polizei mitteilt, stahlen die Unbekannten einen Tresor mit Bargeld sowie weitere Bargeldbehältnisse. Daneben gab es weitere Einbrüche in Flossenbürg sowie auch in Bärnau und Waidhaus. Die Kriminalpolizei Weiden untersucht jetzt, ob ein Zusammenhang zwischen den insgesamt fünf Einbrüchen besteht.

"Fühlen uns persönlich angegriffen"

Der entstandene Sachschaden in der KZ-Gedenkstätte wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt, hieß es von der Gedenkstätte. Das Museumscafé ist Teil des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth. Mit dem Café sind Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung im Dienstleistungsbereich entstanden. Gerade deshalb reagierte der Leiter der Gedenkstätte mit Betroffenheit:

"Das Beklauen von Sozialprojekten ist die niederträchtigste Art des Eigentumsdeliktes. Wir und das Museumscafé fühlen uns persönlich angegriffen." Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die Gedenkstätte erinnert an die Gefangenen des Konzentrationslagers und seiner Außenlager. Rund 100.000 Häftlinge waren dort zwischen 1938 und 1945 gefangen. Mindestens 30.000 von ihnen starben hier. Die Gedenkstätte ist ein internationaler Lernort mit Wechselausstellungen und Bildungsprogramm.

Bildrechte: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Bildbeitrag

Die Unbekannten brachen eine Türe im Bildungszentrum auf.

Einbrüche in Flossenbürger Supermarkt und Unternehmen

In der gleichen Straße drangen Unbekannte in einen Verbrauchermarkt ein und entwendeten ebenso einen Tresor, der vermutlich mit einer Sackkarre abtransportiert worden ist, weil er im Boden verankert war. Zudem fehlen aus dem Verbrauchermarkt Briefmarken, ein Laptop und Bargeld. Ebenfalls in der Silberhüttenstraße meldete ein Unternehmen einen Einbruch am Wochenende. Hier wurden mehrere Geldkassetten und Bargeld gestohlen.

Einbrüche auch in Bärnau und Waidhaus

Im benachbarten Bärnau wurde am Wochenende in ein Büro eingebrochen und Schubladen und Schränke durchwühlt. Hier fehlt ebenfalls Bargeld. Auch in Waidhaus haben Unbekannte am Wochenende eingebrochen – und zwar in das Bürogebäude eines Freibades. Hier stahlen sie einen Standtresor mit Bargeld. Überall entstand Sachschaden. In Waidhaus versuchten der oder die Täter mit einem Pulverlöscher offenbar Spuren zu verwischen, richteten damit aber erheblichen Sachschaden an.

Die Ermittler prüfen aktuell, ob es sich bei den Einbrechern um ein und den selben Täter handelt oder eine Einbruchsserie.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!