Sie haben sich auf der Skisprungschanze in Oberstdorf das Ja-Wort gegeben: Sandra und Peter Abbenhaus mit Regionalbischof Thomas Prieto Peral.
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Sie haben sich auf der Skisprungschanze in Oberstdorf das Ja-Wort gegeben: Sandra und Peter Abbenhaus mit Regionalbischof Thomas Prieto Peral.
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Sie haben sich auf der Skisprungschanze in Oberstdorf das Ja-Wort gegeben: Sandra und Peter Abbenhaus mit Regionalbischof Thomas Prieto Peral.

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Einfach heiraten: Auf der Skisprungschanze in Oberstdorf

Einfach heiraten: Auf der Skisprungschanze in Oberstdorf

Sandra und Peter aus dem Allgäu haben in der Lokalzeitung davon gelesen: Die evangelische Kirche bietet eine Trauung für Kurzentschlossene an. Ohne Termin – und an einem ungewöhnlichen Ort. Unsere Reporterin war dabei.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Heiraten auf 72 Metern Höhe: Gleich ist es so weit. Sandra und Peter Abbenhaus steigen in den Aufzug. Zum Raum, wo sich sonst die Skisprungelite bis kurz vor dem Sprung aufhält.

Dass die beiden auf die Schnelle kirchlich heiraten, war nicht geplant. "Mir hat das Kirchliche, der Segen immer gefehlt", sagt Sandra. "Und dann haben wir im Kreisboten die Anzeige 'einfach heiraten' gelesen." Ihr Mann Peter ist katholisch, lässt sich auf die evangelische Aktion ein. "Hab ich vorher aber auch noch nie gehört." Standesamtlich haben die beiden bereits 2011 geheiratet.

Gottes Segen ohne großen Aufwand

Der Ablauf bei der Aktion ist genau festgelegt. Nach der Anmeldung füllt das Paar einen kleinen Fragebogen aus. Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin nimmt sich Zeit für ein persönliches Gespräch. Die Paare erzählen von sich und davon, was sie als Paar ausmacht. Sie wählen einen Bibelspruch als Trauspruch und suchen sich aus einer Playlist ihre Musik aus. Nach einer 20-minütigen Pause, in der sich der Pfarrer vorbereitet, beginnt dann die Trauung oder auch Segensfeier – je nachdem, für was sich das Paar entschieden hat.

Sandra und Peter Abbenhaus sind oben an der Oberstdorfer Skisprungschanze angekommen. Thomas Prieto Peral wird sie trauen, er ist Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern: "Im Namen Gottes frage ich dich, Sandra. Willst du Peter lieben und ehren, an guten und an schlechten Tagen?" Sie will.

Sieben Paare haben sich von Thomas Prieto Peral am Schnapszahltag, dem 26.6.2026, in Oberstdorf trauen lassen,21 Paare sind für den Segen gekommen.

Angebot der Kirche kommt an

Seit 2023 läuft die Aktion "einfach heiraten", mit zunehmendem Erfolg. Kamen bei der Premiere in Bayern noch 251 Paare an 13 Orten zu Segnungen und Trauungen zusammen, waren es im vergangenen Jahr 808 Paare an 56 Orten. Heuer sind noch einmal zehn Orte in Bayern dazugekommen, wie zum Beispiel die Skiflugschanze in Oberstdorf. Bundesweit zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab.

Die Brautleute Sandra und Peter genießen bei Sekt und Orangensaft mit ihren Trauzeugen den Blick von der Skisprungschanze Oberstdorf, die Allgäuer Alpen liegen ihnen zu Füßen. Von unten betrachtet ragt die Skisprungschanze weit in den Himmel hinein. Manche hier nennen sie deshalb auch den Zeigefinger Gottes. Ein Ort, ideal zum Heiraten.

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