22.11.2024, Schweinfurt - Kürzer arbeiten, um Kündigungen zu vermeiden. Die Beschäftigten von ZF haben einer Absenkung der Arbeitszeit heute zugestimmt. Es ging um den Erhalt von 650 Arbeitsplätzen in Zeiten schwächelnder Konjunktur und rückläufiger Umsätze.
22.11.2024, Schweinfurt - Kürzer arbeiten, um Kündigungen zu vermeiden. Die Beschäftigten von ZF haben einer Absenkung der Arbeitszeit heute zugestimmt. Es ging um den Erhalt von 650 Arbeitsplätzen in Zeiten schwächelnder Konjunktur und rückläufiger Umsätze.
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Einigung auf kürzere Arbeitszeit bei ZF in Schweinfurt
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Einigung auf kürzere Arbeitszeit bei ZF in Schweinfurt

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Erleichterung bei ZF in Schweinfurt: Elektro-Sparte bleibt

Erleichterung bei ZF in Schweinfurt: Elektro-Sparte bleibt

In und um Schweinfurt können heute mehrere tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Automobilzulieferers ZF aufatmen. Das Unternehmen hat sich entscheiden, die Elektromotorenfertigung am Standort Schweinfurt zu belassen und nicht zu verkaufen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Zur Abwechslung mal gute Nachrichten aus der Großindustrie im unterfränkischen Schweinfurt: Das Unternehmen hat sich entschieden, die Elektromotorenfertigung am Standort Schweinfurt zu belassen und nicht zu verkaufen. Das stand lange auf der Kippe. In und um Schweinfurt betrifft diese Entscheidung mehrere tausend Menschen.

3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elektro-Sparte

Rund 3.800 ZF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen laut dem Betriebsrat im Augenblick in Schweinfurt PKW-Elektromotoren [externer Inhalt, möglicherweise Bezahlinhalt]. Und es sind schon viele freiwillig im Rahmen von unter anderem Abfindungsprogrammen gegangen. Jetzt müssen sich in der E-Mobilitätssparte laut dem stellvertretenden ZF-Betriebsratsvorsitzenden in Schweinfurt, Oliver Moll, noch 133 Leute bis Ende des Jahres entscheiden, ebenfalls Vorruhestandsmöglichkeiten oder Abfindungszahlungen zu akzeptieren, sonst würden tatsächlich betriebsbedingte Kündigungen drohen. Wäre die Entscheidung von ZF anders ausgefallen, hätten alle Arbeitsplätze auf dem Spiel gestanden.

Interne Kosten mittlerweile geringer

Im vergangenen Jahr wollte sich das Unternehmen komplett von der zu diesem Zeitpunkt defizitären E-Mobiltitätssparte verabschieden und diesen Bereich verkaufen. Alleine am Standort Schweinfurt hätte das zu diesem Zeitpunkt noch 5.500 Menschen betroffen. ZF ist jetzt zu dem Schluss gekommen, Elektromotoren weiterhin selbst bauen zu wollen, weil – der wichtigste Faktor – die internen Kosten verringert werden konnten. Das ist laut Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall gelungen, weil sich alle Gedanken gemacht haben, wie an vielen Stellen Kosten reduziert werden können.

"Großer Erfolg" für Unternehmen

ZF-Vorstandschef Mathias Miedreich sprach von einer Entscheidung "im Schulterschluss mit unserer Arbeitnehmervertretung". Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Unternehmen bessere Kostenstrukturen brauche.

ZF-Gesamtbetriebsratschef Achim Dietrich bezeichnete das Ergebnis als "großen Erfolg" für die Beschäftigten. Noch im vergangenen Sommer hätten die Produkte noch auf "Verkauf" gestanden. Das hätte laut Dietrich "einen gewaltigen Arbeitsplatzabbau und den Verlust von Kompetenz bedeutet".

2025 hat ZF mit weltweit rund 153.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 38,8 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen ist an 162 Produktionsstandorten in 29 Ländern vertreten.

Personalabbau noch bis 2028

Laut dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden sind am ZF-Standort in Schweinfurt im Augenblick noch rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Vor rund zwei Jahren waren es noch rund 8.500. Es ist möglich, dass der Beschäftigtenbereich in der E-Sparte noch weiter verringert wird. Der Grund: Im letzten Jahr wurde zwischen der Unternehmensleitung, dem Personalrat und der IG Metall ein möglicher Personalabbau bis Ende 2028 vereinbart.

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