Ein 29 Jahre alter Reisender hat keinen gültigen Fahrausweis. Es kommt zum Streit zwischen ihm und dem Zugbegleiter. Dabei stößt der Reisende den Bahnmitarbeiter gegen den Oberkörper, der dadurch Schmerzen erleidet.
Nach Angaben der Bundespolizei hat sich diese Szene in einem ICE abgespielt, der am Dienstagmorgen auf der Strecke von Nürnberg in Richtung Erfurt unterwegs war. Wegen der Auseinandersetzung legte der Zug in Bamberg einen ungeplanten Stopp ein.
Fahrgast geht auch in Bamberg auf Zugbegleiter los
Dort warteten Polizisten auf den aggressiven Fahrgast und konnten den Streit zunächst schlichten. Nach Aufnahme des Sachverhalts ging der Mann jedoch erneut auf den 65 Jahre alten Zugbegleiter los. Die Polizeibeamten legten dem Beschuldigten daraufhin Handschellen an.
Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme angeordnet. Anschließend brachte der Rettungsdienst den Mann zur weiteren Behandlung in ein Klinikum. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.
Bahn-Mitarbeitende: Gewalt nimmt zu
In den vergangenen Monaten war nach Attacken auf Bahnmitarbeitende immer wieder über den Schutz des Zugpersonals diskutiert worden. Fast ein Drittel der Bahnmitarbeitenden denkt laut einer Umfrage der Eisenbahn-Gewerkschaft (EVG) über eine Kündigung nach. Grund sei die zunehmende Gewalt, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt seien.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
