Screenshot von Google Maps
Screenshot von Google Maps
Bild
Google Maps zeigte eine Sperre auf der A9 bei Berg an – in Wirklichkeit hatte der Verkehr dort freie Fahrt.
Bildrechte: BR/Screenshot
Schlagwörter
Bildrechte: BR/Screenshot
Audiobeitrag

Google Maps zeigte eine Sperre auf der A9 bei Berg an – in Wirklichkeit hatte der Verkehr dort freie Fahrt.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Falschmeldung von Google Maps: Sperrung auf A9 existierte nicht

Falschmeldung von Google Maps: Sperrung auf A9 existierte nicht

Vollsperrung auf der A9 bei Berg im Landkreis Hof – das hat Google Maps gemeldet und Verkehrsteilnehmern eine Alternativroute vorgeschlagen. In Wirklichkeit war die Straße gar nicht gesperrt. Die Autobahn GmbH des Bundes kontaktierte Google deshalb.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 1 am Morgen am .

Eine falsche Meldung auf Google Maps hat für Verwirrung bei einigen Autofahrern gesorgt, die im Landkreis Hof auf der A9 Richtung Berlin unterwegs waren. Laut der App sei die Autobahn zwischen den Ausfahrten Berg/Bad Steben und Rudolphstein total gesperrt gewesen. Die Behörden vor Ort sahen das anders: Die A9 sei trotz einer größeren Baustelle frei befahrbar, betonte die zuständige Verkehrspolizeiinspektion Hof am Montag auf Anfrage von BR24.

Polizei Hof: Keinen "direkten Kontakt zu Google"

Das Problem ist seit einigen Tagen bekannt gewesen, doch wie es zu der Fehlermeldung kommen konnte, konnte auch die Polizei bislang nicht klären. "Unsere Einsatzzentrale hat schon die verschiedensten Stellen kontaktiert. Einen direkten Kontakt zu Google haben wir nicht", so ein Polizeisprecher in Hof.

Den hat aber die für Nordbayern zuständige Niederlassung der Autobahn GmbH des Bundes. Man habe die Falscheintragung an Google gemeldet, damit diese entfernt wird, so ein Sprecher der Autobahn GmbH auf BR24-Anfrage. Dies könne allerdings bis zu drei Wochen dauern, so die Information der Hofer Verkehrspolizei. Montagnachmittag wurde sie dann doch korrigiert.

Unterschiedliche Angaben zu verkehrsbedingter Überlastung

Nach Hinweisen einer Hörerin informierte der Bayerische Rundfunk in den Verkehrsnachrichten im Radio und auch Online, dass es gar keine Sperrung auf der A9 zwischen Berg/Bad Steben und Rudolphstein gegeben hatte. Reisende sollten also weiterhin auf der Autobahn bleiben und nicht der fehlerhaften Meldung bei Google-Maps quer durchs Erzgebirge folgen.

Die Hörerin hatte sich am Wochenende an Bayern1 gewandt, mit dem Hinweis, dass "sehr, sehr viele Autofahrer über die Landstraßen ausweichen und diese überlasten" würden. Diese Überlastung konnten aber weder die Polizei noch die Bürgermeisterin der Gemeinde Berg bestätigen. "Wir haben nur auffällig viele fremde Kennzeichen gesehen und uns Sorgen gemacht, dass diese Auswärtigen vielleicht noch mit Sommerreifen auf den schneebedeckten Landstraßen unterwegs sind", so Patricia Rubner (CSU).

Autobahn-Baustelle dauert noch bis 2027

Eine Sperrung gibt es auf der A9 bei Berg zwar nicht – wohl aber Bauarbeiten, die allerdings noch bis 2027 andauern werden. Nach Angaben der Autobahn GmbH wird das rund sieben Kilometer lange Teilstück im Bereich der Landesgrenze Bayern und Thüringen grundlegend erneuert. Die Arbeiten für insgesamt 55 Millionen Euro begannen im September 2025 und umfassen auch die Anschlussstelle Rudolphstein, die Zu- und Abfahrten zur Rastanlage Frankenwald und die Erneuerung von drei Brücken.

In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Google Maps eine Vollsperrung auf der A9 bei Berg im Landkreis Hof meldete, die es aber nicht gab. Nachdem Google die Falschmeldung nun gelöscht hat, haben wir den Artikel um 15 Uhr aktualisiert.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!