Wegen des Beginns der Faschingsferien in Bayern sowie im Saarland und in Thüringen dürfte es auf den Autobahnen im Freistaat schon ab Freitagnachmittag immer voller werden – übrigens nicht nur in Richtung Süden, weil die Sachsen sich schon wieder auf die Rückreise machen.
Klassische Staustrecken dürften die Geduld strapazieren
Der zweite Urlauber-Schwung macht sich dann ab Samstag in der Früh auf den Weg. Erfahrungsgemäß werden die Nord-Süd Verbindungen wie die A7 nach Füssen, die A8 nach Salzburg, die A93 Richtung Kufstein, sowie die A95 nach Garmisch-Partenkirchen stark befahren sein.
Auch in Österreich kann es dann länger dauern auf der Fahrt in den Süden. Vor allem auf Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn muss man längere Fahrzeiten einplanen. Auch auf der Fernpaßroute, also der Verlängerung der A7, werden die Autofahrer zeitweise im Stau stehen, weil der Verkehr an reisestarken Tagen oft nur blockweise durch den Grenztunnel Füssen geleitet wird.
Nur einspurig: Luegbrücke auf der Brennerautobahn
Die Luegbrücke auf der A13 Brennerautobahn in Tirol darf nach wie vor nur einspurig befahren werden. In diesem Jahr soll die Brücke insgesamt an rund 180 verkehrsreichen Tagen zweispurig geöffnet sein. Dann wird der Schwerverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen aus statischen Gründen vor der Luegbrücke von der rechten Spur auf die linke Spur geleitet.
Um Staus zu verhindern, sind auf der Luegbrücke für dieses Jahr in Richtung Süden zudem zusätzlich 14 Lkw-Fahrverbotstage geplant, für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Wann diese Fahrverbote gelten, findet man auf der Website der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag (externer Link).
Mögliche Umfahrungen der Brennerautobahn
Alternativ zum Brenner kann man auf der Fahrt in den Süden auch eine Route über die Schweiz wählen. Je nach Ziel bieten sich Reschen- oder San-Bernardino-Pass an oder die Route durch den Gotthard-Tunnel. Wichtiger Hinweis: Autobahnen in der Schweiz sind ebenfalls mautpflichtig. Auf der Reschenpass-Route gibt es wegen Bauarbeiten Verkehrsbeschränkungen.
Je nachdem wo sich das Urlaubsziel befindet, könnten auch noch die Felbertauernstraße und die Pyhrnautobahn eine Alternative sein.
Flexibel reisen – Staus umfahren
Wer zeitlich flexibel ist, kann den größten Ansturm auf die Autobahnen umgehen. Sonntag oder Anfang der Woche sind deutlich weniger Autos auf den Autobahnen und Bundesstraßen unterwegs. Das spart Zeit und schont die Nerven.
Wenn zum geplanten Abfahrtszeitpunkt schon Staus gemeldet sind, könnte es helfen, die Abreise spontan in den Abend zu verschieben. Auch am Vorabend zu starten und in die Nacht zu fahren, kann weniger Staus bedeuten.
Österreich, Italien, Schweiz: Auf Winterausrüstung achten
Reisende im Alpenraum müssen sich immer auf Wetterumschwünge einstellen. Schnee, Eis und überfrierende Nässe können die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Bei entsprechenden Straßenverhältnissen sind in Österreich Winterreifen Pflicht. Je nach Beschilderung können Schneeketten vorgeschrieben sein.
In Südtirol gilt bis 15. April eine generelle Winterausrüstungspflicht (externer Link), einschließlich der Brennerautobahn und in Bozen. Alle Fahrzeuge müssen mit Winterreifen ausgestattet sein oder Schneeketten mitführen. Bei Schneefall und Eis ist die Nutzung von Winterreifen oder Ketten obligatorisch.
Für die Schweiz gibt es keine generelle Winterreifenpflicht, bei winterlichen Straßenverhältnissen muss das Fahrzeug aber entsprechend ausgerüstet sein.
Nicht immer ohne Hindernisse: Reisen mit Flugzeug und Bahn
Wer der Kälte entfliehen möchte, kann natürlich auch in wärmere Regionen reisen. Die Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen sind für die erste Reisewelle in diesem Jahr gut gerüstet.
Bei der Bahn wird derzeit auf vielen Strecken gebaut. Seit dem 6. Februar ist die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg komplett für den Zugverkehr gesperrt. Umleitungen und längere Fahrzeiten mit Ersatzbussen müssen Reisende dort in Kauf nehmen.
Auch Reisende zwischen Würzburg und Bamberg müssen zwischen dem 16. und 19. Februar mit Einschränkungen auf der Strecke rechnen. Wegen Bauarbeiten sind dort Ersatzbusse im Einsatz. Wichtig für Autofahrer auf der A7 im Ostallgäu: Ab heute ist Ausweichen auf kleinere Straßen bei Nesselwang oder Füssen bei Stau nicht mehr erlaubt.
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