Nach dem Brand in einer Unterkunft für Geflüchtete in Wörth am Main im Landkreis Miltenberg am Wochenende hat die Polizei eine absichtliche Brandstiftung ausgeschlossen. Ein Team der Brandfahndung war vor Ort und hat die Brandstelle nach Spuren gesucht.
- Zum Artikel des Main-Echos (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt): Flüchtlingsunterkunft in Wörth in Flammen: Über 100 Feuerwehrleute im Einsatz
Brandursache: Wohl Müll falsch entsorgt oder technischer Defekt
Die Polizei geht jetzt davon aus, dass jemand Müll "unsachgemäß" entsorgt haben könnte. Auch ein technischer Defekt an der Elektro-Installation kommt laut Polizei als Ursache in Frage. Der Schaden liegt laut Polizei im sechsstelligen Bereich.
Das Feuer war am Samstagmittag im Erdgeschoss der Unterkunft ausgebrochen – und zwar im Anbau des Wohnhauses, wo die Mülltonnen untergestellt sind. Als die Feuerwehr ankam, hat es bereits stark geraucht.
Großeinsatz für die Feuerwehr in Wörth am Main
Über 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Gebäude ist komplett ausgebrannt, auch mehrere Nachbargebäude hatten bereits Feuer gefangen. Die Einsatzkräfte hatten die Flammen schnell unter Kontrolle, doch die sogenannten Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig – vor allem die Suche nach Glutnestern.
Geflüchtete Menschen wurden nicht verletzt
Die 13 Bewohner und Bewohnerinnen der Unterkunft konnten sich selbst in Sicherheit bringen oder waren nicht zu Hause, als es gebrannt hat. Ein Notarzt hat drei Menschen mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung vor Ort untersucht - verletzt wurde niemand.
Haus ist unbewohnbar, Menschen auf andere Unterkünfte verteilt
Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden vorübergehend in einem nahegelegenen Pfarrsaal untergebracht. Das Landratsamt hat sie in einer anderen dezentralen Unterkunft in Großwallstadt untergebracht. Ein Bewohner hat einen Platz in der Nähe seiner Arbeitsstelle in Erlenbach gefunden.
Das Wohnhaus, das als Unterkunft für geflüchtete Menschen gedient hat, ist nicht mehr bewohnbar.
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