Stadt Muenchen, Schwabing, Leopoldstrasse, Ludwig Maximilians Universitaet, Brunnen am Geschwister Scholl Platz, Tuerme der St. Ludwig Kirche
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Folge von Hacker-Angriff auf LMU? Studierende warten auf BAföG

Folge von Hacker-Angriff auf LMU? Studierende warten auf BAföG

Der Hacker-Angriff auf die LMU hat wohl finanzielle Folgen für Studierende. Einigen wurde das BAföG für Oktober noch nicht gezahlt. Die Vermutung: Wichtige Unterlagen können nach dem Angriff nicht vorgelegt werden. Das Studierendenwerk widerspricht.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Der massive Hacker-Angriff auf die LMU hat nach Aussagen Studierender gravierende finanzielle Folgen. Fabian Heuberger, Studentische Vertretung im Fachbereich Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, berichtet dem BR, dass einige Studierende sich über ausbleibende BAföG-Zahlungen beschweren würden.

Geld hätte am 1. Oktober da sein müssen

Normalerweise, so Heuberger, hätte das Geld am 1.10. da sein müssen. Doch da Leistungsnachweise und Immatrikulationsbescheinigungen wegen der gelähmten IT-Systeme nicht hätten ausgestellt werden können, diese aber als Nachweise für die Zahlung nötig seien, könnten laut Heuberger die BAföG‑Auszahlungen stocken. Für viele Studierende bedeutete dieser unverschuldete Zahlungsausfall akute finanzielle Not und extreme Unsicherheit.

Laut Studierendenwerk: pragmatische Lösung gefunden, keine Einschränkungen

Das Studierendenwerk München Oberbayern widerspricht. Auf BR-Anfrage teilte eine Sprecherin mit, bisher gebe es keinen Fall im Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerkes, in welchem das BAföG aufgrund fehlender Unterlagen infolge des Hacker-Angriffs an der LMU nicht ausbezahlt worden sei.

Im Gegenteil: Das Amt für Ausbildungsförderung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angewiesen, die entsprechenden Fälle unbürokratisch zu handhaben, so die Sprecherin weiter. In Fällen, in denen derzeit aufgrund des Hacker-Angriffs keine Immatrikulationsbescheinigung vorgelegt oder das Bestehen oder Nichtbestehen von Prüfungen nicht nachgewiesen werden kann, gehe das Amt für Ausbildungsförderung pragmatisch vor und zahle Leistungen an LMU-Studierende trotz fehlender Unterlagen aus.

Zeigt Initiative der studentischen Vertretung bereits Wirkung?

Fabian Heuberger sieht diesen pragmatischen Weg des Studierendenwerkes bereits als Reaktion auf seine Initiative. Er hatte bereits am 1. Oktober an den digitalpolitischen Sprecher der SPD‑Landtagsfraktion, Florian von Brunn, geschrieben und um Hilfe gebeten. Von Brunn hatte den Hacker-Angriff auf die LMU als "schockierend" bezeichnet – "umso mehr, weil an der Universität hohe IT-Kompetenz vorhanden ist".

Heuberger vermutet im Gespräch mit dem BR: "Auch pragmatische Lösungen dauern in solchen Ämtern." Dies würde erklären, warum einige Studierende nach wie vor kein Geld bekommen haben. Eine Studentin, die anonym bleiben möchte, bestätigte dem BR, auch am Mittwochmittag sei ihr BAföG noch nicht ausgezahlt gewesen. Sie habe bisher kein Geld erhalten.

Der studentische Vertreter im Fachbereich Politikwissenschaft der LMU, Fabian Heuberger, geht davon aus, dass die Gelder erst in den kommenden Tagen ausgezahlt werden. Damit hätten manche Studierende fast zwei Wochen warten müssen. Und der Student weiß: "Jeder Tag tut weh, den es länger dauert." Denn dies koste die Studierenden Geld, das sie gar nicht haben.

Es gibt viele Gründe, warum BAföG nicht ausgezahlt wird

Die Sprecherin des Studierendenwerkes betont im Gespräch mit dem BR, es gebe viele Möglichkeiten, warum Studierende ihre BAföG-Zahlungen noch nicht erhalten haben. Dies müsse von Einzelfall zu Einzelfall geprüft werden. Mit dem Hacker-Angriff habe dies jedenfalls nichts zu tun. Sie spricht von einer pragmatischen, "super Lösung" für die Studierenden, die laut Studierendenwerk keine Nachteile das BAföG betreffend haben.

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