In Füssen im Ostallgäu wurden heuer schon zwölf Ortsschilder gestohlen. Das kostet die Stadt nicht nur Geld, sondern kann auch gefährlich werden.
Schilderklau ist kein Kavaliersdelikt
Warum das Füssener Ortsschild ständig geklaut wird, fragt sich auch Polizeichef Daniel Solcher. Dass es den Dieben um Metallbeschaffung geht, glaubt er nicht. Da gebe es bessere Alternativen, um an wertigeres Metall zu kommen. Seine Theorie ist, dass es sich um schlechte Streiche oder Scherze handelt. Vielleicht auch ein Social Media Hype. Solcher betont aber, dass der Schilderklau auf jeden Fall eine Straftat sei.
Die Schilder abzumontieren, ist auch nicht ganz einfach. Man könne sie nicht "schnell aushängen und weiterlaufen. Ein gewisser Arbeitsaufwand steckt definitiv dahinter", sagt der Polizeichef.
Solche Diebstähle gibt es auch andernorts. Etwa in Büchelkühn in der Oberpfalz verschwanden Schilder, und auch im Ort Sören in Schleswig-Holstein kennt man das Phänomen. In Schwaben erwischt es immer wieder die Orte Kissing, Katzenhirn und Bethlehem.
Fehlende Schilder als Sicherheitsrisiko
So ein fehlendes Ortsschild kann auch verkehrstechnisch Folgen haben. Die Schilder zeigen Verkehrsteilnehmern nicht nur, wie ein Ort heißt, sondern auch, dass ab dem Schild der Ort und damit Tempo 50 beginnt. Bis die neuen Schilder da waren, mussten die Mitarbeiter des Bauhofs deswegen extra Tempo 50-Schilder montieren.
"Es kostet Geld, es kostet uns Arbeit, es kostet die Bauhöfe Arbeit", beklagt Polizeichef Daniel Solcher und fügt hinzu: "Es ist ein Sicherheitsrisiko in der Zeit, wo das Tempo 50 Schild nicht steht, denn der Ortsunkundige weiß nicht, dass er sich jetzt innerorts befindet und fährt gegebenenfalls zu schnell in die Ortschaft". Vor Ortschaften auf Landstraßen darf man in der Regel schließlich 100 Stundenkilometer fahren.
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